1. Ludwigshafen24
  2. Verbraucher
  3. Verbraucher-Magazin

Geteilter Netflix-Account: Diese zusätzlichen Kosten könnten auf Nutzer zukommen

Erstellt:

Von: Karolin Schäfer

Kommentare

Der eigene Netflix-Zugang wird häufig mit anderen geteilt. Das ist dem Anbieter ein Dorn im Auge, weshalb er in einigen Ländern jetzt zusätzliche Gebühren erhebt.

Kassel – Netflix zählt zu den beliebtesten Streaming-Plattformen weltweit. Für einen festen, monatlichen Betrag lassen sich überall und zu jederzeit beliebig viele Filme, Serien und Dokumentationen schauen. Häufig wird dabei ein Account für mehrere Nutzerinnen und Nutzer verwendet, denn bis zu vier Personen können gleichzeitig streamen.

Allerdings ist schon seit längerem bekannt, dass das Unternehmen nicht gerne sieht, wenn man Account-Sharing außerhalb des eigenen Haushalts betreibt. Netflix* zufolge würde das die Möglichkeiten mindern, „in großartige neue Fernseh- und Filmangebote für unsere Mitglieder zu investieren“, schrieb das Unternehmen im eigenen News-Blog am Mittwoch (16.03.2022).

Könnte künftig das Teilen des Netflix-Kontos außerhalb des eigenen Haushaltes mehr kosten?
Könnte künftig das Teilen des Netflix-Kontos außerhalb des eigenen Haushaltes mehr kosten? © Thomas Trutschel/photothek.d/imago

Netflix: Streamingdienst erhebt zusätzliche Gebühr für geteilte Account-Nutzung

Um das zu vermeiden, habe der Streamingdienst im vergangenen Jahr an einer neuen Möglichkeit gearbeitet. Konkret bedeutet das: Netflix prüft nun die Einführung einer Gebühr für das Teilen eines Kontos außerhalb des eigenen Haushaltes. Das neue Modell solle zunächst für Kundinnen und Kunden in Chile, Costa Rica und Peru getestet werden.

Dort können Nutzende ihren bestehenden Abos bis zu zwei weitere Personen hinzufügen, mit denen sie nicht zusammenleben. Dafür erhält jede Person nach Angaben von Netflix ihr eigenes Profil, personalisierte Empfehlungen sowie ein eigenes Login und Passwort.

Mit diesen Extra-Kosten müssen Nutzende rechnen:

Netflix-Account: Wird es die zusätzliche Gebühr auch in Deutschland geben?

Um den Umstieg zu erleichtern, können zudem bestehende Accountdaten entweder auf ein neues oder ein Unterkonto übertragen werden. Darunter fallen etwa der Anzeigeverlauf, aber auch die persönliche Liste mit favorisierten Filmen und Serien.

Ob sich die zusätzliche Gebühr auch in Deutschland durchsetzen wird, ist bislang noch unklar. Fest steht bisher, dass Netflix das neue Modell in den drei Ländern vorerst testen will, bevor etwaige Änderungen auch in anderen Ländern angepasst werden sollen. Das versicherte das Unternehmen in der Erklärung.

Weitere Verbraucher-News* finden Sie auf unserer Themenseite. Mit dem HNA-Newsletter* für Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten Sie die besten Tipps und Tricks direkt ins Postfach.

Erst vor rund einem Jahr hat Netflix die Preise in Deutschland angehoben. Offenbar schien es dem Streaming-Riesen schwer zu fallen, neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen. Doch wie das Landesgericht Berlin mitteilte, sind Netflix willkürliche Preisänderung bei laufenden Abos hierzulande gar nicht erlaubt. (kas) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare