27 Marken im Test

Stiftung Warentest: Rotkohl aus dem Glas – dieses Produkt schmeckt einfach furchtbar

Rotkohl bei Stiftung Warentest 2020: Ein Rotkohl-Produkt stellt sich im Vergleichstest als geschmacklich besonders schlecht heraus.  

Rotkohl verbinden viele Deutsche mit einem deftigen Festessen zum Jahreswechsel. Knusprige Weihnachtsgans mit Kartoffelknödeln, garniert mit dem lecker-süßen Kohlgemüse –  da kann einem schon das Wasser im Munde zusammenlaufen. Zudem ist Rotkohl bekanntlich ein nährstoffreiches Gemüse und somit ausgesprochen gesund. Durchschnittlich stecken bis zu 60 Milligramm Vitamin C in 100 Gramm rohem Rotkohl. Mit dem schmackhaften Kohlgemüse kann man eigentlich nichts verkehrt machen, denn das lebenswichtige Vitamin stärkt nachweislich das Immunsystem. Doch Vorsicht: Wer seine Abwehrkräfte zur kalten Jahreszeit stärken will, sollte nicht blind auf Rotkohl aus dem Glas vertrauen. Wie HEIDELBERG24* berichtet, kommt Stiftung Warentest* nämlich zu einem vernichtenden Urteil bei dieser Rotkohlsorte aus dem Discounter-Regal!

Stiftung Warentest: 27 Rotkohl-Marken im Vergleich – Konserve, Glas oder tiefgekühlt?

Die Verbraucher-Organisation Stiftung Warentest hat elf klassische Rotkohle und 16 Apfelrotkohle verkostet und im Labor untersucht. Wenn es im Alltag schnell gehen soll, ist der Fertig-Rotkohl aus Konserven, im Glas oder aus dem Beutel für viele Kunden die erste Wahl. Aber auch tiefgekühlte Rotkohl-Artikel sowie Produkte mit Biosiegel haben die Experten von Stiftung Warentest unter die Lupe genommen.

Obgleich insgesamt 13 Rotkohl-Produkte bei Stiftung Warentest die Gesamtnote „Gut“ erreichen, hat sich im Test auch ein schwarzes Schaf hervorgetan.

Stiftung Warentest vergleicht Rotkohl: Vergleich bringt große Unterschiede im Geschmack

Stiftung Warentest prüft in seinen Vergleichstests die Waren natürlich auf gefährliche Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Pestizid­rückstände, Nitrat oder Keime. Da alle getesteten Rotkohl-Produkte hinsichtlich kritischer Inhaltstoffe mit „sehr gut“ bis „gut“ abschneiden, liegt das Augenmerkt der Experten verstärkt auf dem Geschmack.

Hierbei haben sich im Test große Unterschiede ergeben, wobei die besten der Fertig-Rotkohle ausgewogen aromatisch und würzig schmecken. Genauso wie es Kunden von einem leckeren Rotkohl-Gericht erwarten würden. Über die Ergebnisse zum Rotkohl-Vergleich bei Stiftung Warentest berichtet auch RUHR24*.

Besonders Rotkohl aus dem Glas oder Beutel ist leider nur selten ein wirklicher Genuss. Die Experten von Stiftung Warentest bescheinigen sogar jedem zweiten getesteten Rotkohl einen dominanten Essig-Geschmack.

Rotkohl bei Stiftung Warentest: Dieses Produkt ist geschmacklich eine Katastrophe

Leider fällt bei der Verkostung der Apfelrotkohl von Penny besonders negativ auf: „Er war braun­stichig, schmeckte erdig-dumpf, dominant essig­säuerlich und leicht strohig“, lautet das vernichtende Urteil der Stiftung Warentest-Verkoster. Somit rangiert der Penny-Rothohl im Vergleichstest abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Dennoch besteht der Apfelrotkohl des Discounters gerade so den Vergleichstest und erreicht die Gesamtnote „ausreichend“.

Ausgerechnet das Schlusslicht schmückt sich auf dem Glas mit der Aufschrift „Delikatessen“ Apfelrotkohl. Neben der Bezeichnung „Delikatesse“ präsentiert Kaufland* seinen tafelfertigen Rotkohl als Bio-Produkt. Hilft alles nichts – die Verkoster lassen sich nicht vom Geschmack überzeugen und geben „K-Bio Delikatess Rotkohl“ lediglich ein durchschnittliches „befriedigend“.

Stiftung Warentest untersucht Rotkohl – alle Produkte sind nachgesüßt! Hier mogeln die Hersteller

Auch andere Hersteller versuchen die Werbetrommel besonders dreist zu rühren, indem sie ihr Rotkohl-Produkt als „Delikatesse“ vermarkten. Insgesamt elf der Rotkohle im Stiftung Warentest-Vergleich tragen diese Bezeichnung. Was unterscheidet nun die vermeintlichen Feinkost-Rotkohle von den „normalen“ Kohlgemüse? „Mit exquisiter Qualität hat das wenig zu tun“, denn laut Stiftung Warentest lässt sich der Unterschied zumeist lediglich an einem höheren Zucker- oder Sirup­zusatz festmachen.

Stiftung Warentest untersucht Rotkohl: Das ist der Testsieger

Gegenüber den mittelmäßigen Rotkohl-Produkten aus dem Glas erhalten tiefgekühlte Apfel-Rotkohle von den Verkostungsprofis Bestnoten! Der Testsieger ist kein Unbekannter: Bereits vor elf Jahren konnte der Rotkohl von Iglo den Spitzenplatz ergattern. Diese Tiefkühl-Rotkohle überzeugen mit dem besten Geschmack:

  • Iglo Apfel-Rotkohl: sehr gut (1,0)
  • Eismann Apfelrotkohl: sehr gut (1,0)
  • Edeka Apfelrotkohl mit 7% Apfelstückchen: sehr gut (1,5)
  • Bofrost Apfelrotkohl: gut (2,0)
  • Alnatura Apfel Rotkohl Bio: gut (2,5)

Der vollständige Bericht zu allen Rotkohl-Produkten von Stiftung Warentest (Bezahlschranke) mit allen ausführlichen Test-Ergebnissen liegt auf test.de vor. 

Stiftung Warentest hat übrigens auch 19 Pasta-Produkte unter die Lupe genommen*. Experten schauen sich die Pasta-Sorten im Labor ganz genau an und achten auf Inhaltsstoffe, Geschmack, Geruch und Mundgefühl. Das Ergebnis: Drei Pasta-Produkte erhalten die Note „mangelhaft“. *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Robert Günther/dpa-tmn

Kommentare