„Aldi liefert“ – oder auch nicht

Aldi: Mega-Fail bei Online-Bestellung verärgert Kunden – „Nie wieder“

Aldi: Mega-Fail bei Online-Bestellung verärgert Kunden – „Nie wieder“

Mit „Aldi liefert“ bietet der Discounter Riese seit Sommer 2017 ausgewählte Aktionsartikel zum Online-Bestellen und Liefern an. Dabei handelt es sich nach Angaben von Aldi Süd meist um sperrige Artikel aus den Kategorien Freizeit, Technik, Garten oder Wohnen, die sich Kunden nach Hause liefern lassen können. Vor allem in Zeiten der Corona-Pandemie ist dieser Service von Aldi* besonders beliebt. Doch am Montag hagelt es für den Discounter heftige Kritik zu einem neuen Angebot bei „Aldi liefert“. Viele Kunden sind stinksauer – zurecht?

UnternehmenAldi
HauptsitzEssen
Gründung1946
GründerKarl Albrecht, Theo Albrecht

Aldi: Mega-Shitstorm für „Aldi liefert“ – Kunden machen ihrem Ärger im Netz Luft

Wie HEIDELBERG24* berichtet, hatte Aldi Süd am Montagmorgen auf seiner „Aldi liefert“-Webseite mehrere neue Angebote zur Verfügung gestellt – darunter zum Beispiel eine Outdoor-Sauna und ein Rudergerät. Entsprechend viele Kunden dürften sich am Morgen vor ihren Rechnern oder Smartphones versammelt haben, um einen der heißbegehrten Aktions-Artikel zu ergattern. Um Punkt 8 Uhr sollten die Produkte im Aldi-Angebot online verfügbar sein. Schon wenige Minuten später verfassten die ersten Kunden wütende Kommentare in der Facebook-Community von Aldi Süd.

Drei der wütenden Kunden-Beschwerde auf der Facebookseite von Aldi Süd (Fotomontage)

Zuletzt hatte ein Foto aus einer Aldi-Filiale für Diskussionen im Netz gesorgt*. Auf dem Bild war ein Massen-Andrang an Kunden an einer Auslage des Discounters zu sehen – ohne schützenden Sicherheitsabstand. Ein weiteres Kunden-Foto von einem Aldi-Produkt brachte das Internet außerdem zum Rätseln.*

Aldi: Online-Service „Aldi liefert“ heftig kritisiert – Angebote direkt wieder ausverkauft

„Nie wieder Aldi liefert!“, lautet einer der vielen Kunden-Beiträge auf der Facebook-Seite von Aldi. „Schon wieder 8 Uhr und 0 Sekunden – Artikel ausverkauft.“, beschreibt eine Kundin ihre Erfahrung mit „Aldi liefert“ am Montagmorgen. „Mir kommt es so vor, als ob nur damit geworben wird und nix vorrätig ist“, wirft sie dem Discounter vor – und ist mit ihrer Wut offenbar nicht alleine. Eine weitere Kundin teilt einen Screenshot von der Outdoor-Sauna, die Aldi am Morgen im Angebot hatte – und die ebenfalls ausverkauft ist. Dazu schreibt sie: „Um 8 Uhr pünktlich in den Warenkorb gelegt und um 8:01 Uhr Zahlung per Paypal veranlasst. Als ich den Kauf abschließen wollte – Artikel ist nicht mehr verfügbar.“

Auch weitere Kunden schildern ähnliche Erfahrungen mit den Angeboten von „Aldi liefert“. Oft seien die Produkte direkt nach Ablauf des Countdowns um 8 Uhr schon nicht mehr verfügbar gewesen, merken mehrere auf der Facebook-Seite an. Ein Kunde unterstellt dem Discounter dabei sogar „Betrug“ und „Wettbewerbsverzerrung“, eine weitere Kundin fühlt sich offenbar ordentlich veräppelt. „Das ist ja wohl ein Witz“, kommentiert sie. Doch wie reagiert Aldi auf diesen Shitstorm im Netz?

Aldi: So reagiert der Discounter auf den Shitstorm gegen „Aldi liefert“

Dass Aldi durchaus Wert auf die Meinung seiner Kunden legt, ist spätestens seit dem Vorschlag eines Mannes im Netz klar, auf den der Discounter extrem begeistert reagierte.* Auch am Montagmorgen schaltet sich Aldi, angesichts der Vielzahl an wütenden Kunden-Kommentaren auf Facebook, selbst in die Diskussion ein – und entschuldigt sich zunächst. Allerdings rechtfertigt sich der Discounter auch für die Vorwürfe, dass die auf der „Aldi liefert“-Seite beworbenen Produkte von Anfang an nicht zur Verfügung stünden: „Es wird nicht nur damit geworben aber leider war die Nachfrage deutlich größer als das Angebot.“, erklärt das Social-Media-Team von Aldi auf Facebook. „Wir werden natürlich versuchen, unsere Mengenplanung in Zukunft weiter zu optimieren“, verspricht der Discounter. Unter einem anderen Kunden-Beitrag erklärt Aldi außerdem, dass die Artikel diesmal offenbar besonders schnell vergriffen waren.

Die wütenden Kunden kann die Antwort von Aldi Süd nicht besänftigen. Sie verlangen eine bessere Erklärung und sind angesichts der „Standart-Antwort“ des Discounters enttäuscht. Immerhin: Das heiß begehrte Rudergerät stand wenige Stunden später auf der Seite von „Aldi liefert“ wieder zur Verfügung. Bleibt zu hoffen, dass die enttäuschten Kunden dann doch noch eines der Produkte ergattern konnten. (kab) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa/Screenshot Facebook Aldi Süd/Montage

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