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Impfpass-Fälschung in BW – Gelber 2G-Nachweis in Papierform bald ungültig

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Von: Eliran Kendi

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In Baden-Württemberg gilt vielerorts die 2G-Regel. Bislang konnten Geimpfte den gelben Impfpass als Nachweis vorzeigen, doch dieser verliert bald seine Gültigkeit.

Angesichts steigender Corona-Zahlen und einer hohen Hospitalisierungsrate in Baden-Württemberg ist am 24. November eine verschärfte Corona-Verordnung in Kraft getreten. Zu den bisherigen Stufen – Basisstufe, Warnstufe und Alarmstufe – ist die sogenannte „Alarmstufe 2“ hinzugefügt worden. Dadurch werden die Maßnahmen gegen das Coronavirus weiter verschärft. So bedarf es für die Teilnahme in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens eines 2G-Nachweises; also eines Impfpasses oder eines Genesenen-Zertifikats. Für bestimmte Veranstaltungen gilt sogar eine 2G-Plus-Regelung. Hier müssen Besucher neben dem 2G-Nachweis zusätzlich einen aktuellen Corona-Test hinterlegen.

Ausgerechnet in dieser angespannten Corona-Lage in Baden-Württemberg fällt die nächste Hiobsbotschaft ins Haus: Der gelbe Impfpass in Papierform verliert seine Gültigkeit.

LandBaden-Württemberg
HauptstadtStuttgart
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)
Bevölkerung11,07 Millionen (Stand 2019)

Corona in Baden-Württemberg: 2G-Nachweis und 2G-Plus-Regelung

Die „Alarmstufe 2“ gilt, wenn die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz den Wert sechs übersteigt. Zur Ausrufung dieser Corona-Einstufung müssen zudem über 450 Intensivbetten mit Corona-Patienten in Baden-Württemberg belegt sein.

Ist die Alarmstufe erreicht, haben nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zu Gastronomie, Museen, Saunen, Bäder und Sportveranstaltungen. Auch bei körpernahen Dienstleistungen muss der 2G-Nachweis erbracht werden. Eine Ausnahme bilden lediglich Friseur- und Barbierbetriebe, in denen 3G mit PCR-Test gilt. Für Veranstaltungen, Weihnachtsmärkte, Diskotheken und Prostitutionsstätten gilt hier sogar die 2G-Plus-Regelung.

Impfpass wird ab dem 1. Dezember in Baden-Württemberg nicht mehr akzeptiert

Mit der neuen Corona-Verordnung in Baden-Württemberg ist der tägliche Impfnachweis nur noch mit einem QR-Code möglich. Das Vorzeigen des gelben Impfpasses ist demnach nicht mehr ausreichend. Bürger*innen, die derzeit den gelben Impfpass als Nachweis für eine Corona-Impfung nutzen, sollen noch bis zum 1. Dezember die Möglichkeit haben, sich einen QR-Code ausstellen zu lassen.

Digitaler Corona-Impfnachweis
Ein Impfpass und ein Smartphone mit der CovPass-App liegen auf einem Impfzertifikat. © Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Der QR-Code – ein Quadrat aus schwarz-weißen Punkten – ist auf dem digitalen Impfzertifikat abgedruckt, welches man nach einer Corona-Impfung erhält. Der QR-Code kann auch im Nachhinein in einer Apotheke ausgestellt werden. Dafür muss lediglich der gelbe Impfpass vorgezeigt werden. Der QR-Code muss anschließend mit der Corona-Warn-App oder mit der CovPass-App eingelesen und dort auch gespeichert werden.

Durchatmen für alle, die kein Smartphone besitzen: Handy-Muffel können den QR-Code auch ausgedruckt in Papierform mitführen.

In der neuen Corona-Verordnung von Baden-Württemberg werden Veranstalter zudem verpflichtet, die Test-, Impf- und Genesenennachweise grundsätzlich mit digitalen Anwendungen, wie der CovPass-Check-App zu kontrollieren und den Namen anhand von Ausweisdokumenten zu überprüfen.

Baden-Württemberg: Landesregierung will es Impfpassfälschern schwerer machen

Baden-Württemberg ist nicht das erste Bundesland mit dieser neuen Regelung. In Berlin sind für 2G-Veranstaltungen schon seit längerem nur Gäste mit digital lesbaren Impfnachweisen zugelassen. Auch Brandenburg will diese neue Regel in seine neue Corona-Verordnung aufnehmen.

„Dadurch wollen wir sicherstellen, dass es Impfpassfälscher künftig schwerer haben“, so begründet der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha diesen Schritt.

Erst vor Kurzem sind mehrere Personen aus Baden-Württemberg wegen der Herstellung und dem Verkauf der gefälschten Dokumente ins Visier der Polizei geraten. Bei einer Razzia, die am 17. November in Heidelberg, Karlsruhe, Südhessen und dem Rhein-Main-Gebiet stattfand, sind zwölf Verdächtige festgenommen worden. Zwei von ihnen sollen mindestens 300 nachgemachte Impfpässe für jeweils 400 Euro das Stück verkauft haben. (esk)

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