Die Fernsehwelt trauert 

Bekannter TV-Moderator ist tot - Er prägte Generationen

+
Bernd Müller (l.) in der Serie „Wunderschönes NRW“. 

Der Fernsehmoderator und Journalist Bernd Müller ist tot. Der WDR würdigt seine Arbeit: Er prägte jahrelang die deutsche Fernsehlandschaft und beeinflusst sie bis heute. 

Update vom 17. Februar 2019: Trauer in Hamburg um eine TV- und Radio-Persönlichkeit: Der beliebte Moderator Marco Heinsohn (Sat.1) ist tot.

Neuss - Bernd Müller, langjähriger WDR-Journalist und Fernsehmoderator, ist am Freitagnachmittag in Neuss im Alter von 78 Jahren gestorben. Das bestätigte die TV-Anstalt. Der WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn würdigte Müller als Urgestein des WDR: „Er war ein kluger und neugieriger Journalist sowie vor allem ein herzlicher und zugewandter Mensch. Er hat über Jahrzehnte das Programm des WDR Fernsehens geprägt.“ 

„Bernd Müller hat bewiesen, dass Politik und Humor zusammenpassen“

Müller wird am 6. Juli 1940 in Düsseldorf geboren. Seine Karriere beim WDR beginnt er als Reporter für die Landespolitik. Sechs Jahre später wird er in Köln Redaktionsleiter der Sendung „Hier und heute“ und Leiter der Abteilung Aktuelles. 1988 übernimmt er die Rolle des Gastgebers in der Talksendung „Mittwochs in...“ bzw. „Mittwochs live“. Schönenborn lobt ihn: Im Talk „Mittwochs live" habe er als Gastgeber bewiesen, dass Politik und Humor zusammenpassen. Generationen junger Reporterinnen und Reporter haben von ihm gelernt, wie man hart und bestimmt aber trotzdem freundlich Fragen stellt." Die Sendung wird später auf Samstag verlegt und in „Müller live“ umbenannt. 

Der WDR stehe bis heute in der Tradition Bernd Müllers  

Zuschauern ist Müller vermutlich am besten durch die Sendung „Wunderschönes NRW“ bekannt, die er 1999 ins Leben rief und in der er mit einem roten Oldtimer-Bugatti Regionen und Städte NRWs bereiste. Er versuchte, damit die Schönheiten des Bundeslandes zu zeigen. „In den Neunzigern, als das Image NRWs noch stark geprägt war von Kohle und Stahl, war es ein bisschen kühn, eine Sendung ‚Wunderschönes NRW‘ zu nennen. Aber er hat gezeigt, wie vielfältig und tatsächlich wunderschön Nordrhein-Westfalen ist und wie stolz wir auf unsere Heimat hier im Westen sein können“, erklärt Schönenborn. Für ihn stehe das WDR-Fernsehen bis heute in der Tradition Bernd Müllers.

Er arbeite noch nach seiner Pensionierung an „Wunderschönes NRW“ weiter

Im März 2004 beendet Müller seine Karriere als Live-Talkmaster. Ein Jahr später wird er mit 65 offiziell pensioniert. An „Wunderschönes WDR“ arbeitet er noch bis Dezember 2007 weiter und nimmt erst mit der 50. Ausgabe endgültig Abschied vom Fernsehen. 

Lesen sie auch: Sie war Lava auf der Bühne: Zum Tod von Inge Borkh

jus

Kommentare