Trotz angekündigtem Ausstieg

RTL-Sender weiter über DVB-T zu empfangen

Köln - Gute Nachrichten für alle Liebhaber der RTL-Sender: Die Mediengruppe RTL Deutschland wird ihre Sender zunächst weiter über das digitale Antennenfernsehen DVB-T verbreiten.

Außerdem fasst die Gruppe - wie bereits die Öffentlich-Rechtlichen - die Nachfolgetechnik DVB-T2 ins Auge. Man habe den zum Jahresende auslaufenden Vertrag für zwei Jahre verlängert, teilte die Senderfamilie am Dienstag in Köln mit.

Es geht konkret um die Free-TV-Sender RTL, Vox, Super RTL, RTL II sowie in Berlin auch n-tv. DVB-T wird nach Angaben der Medienanstalten bundesweit von 4,2 Millionen Haushalten genutzt. Für die Hälfte davon ist es der einzige Weg, Fernsehen zu empfangen.

Die Mediengruppe hatte 2013 angekündigt, aus DVB-T auszusteigen. Angeführt wurden als Gründe damals die Kosten und eine mangelnde Planungssicherheit. Ende 2013 war dann aber in den Koalitionsvertrag die Absichtserklärung aufgenommen worden, die Frequenzen für einen Umstieg auf die Nachfolgetechnik DVB-T2 zu erhalten. Die Mediengruppe wolle nun „die Attraktivität des terrestrischen Verbreitungsweges bis zur Umstellung auf den neuen Standard DVB-T2 aufrechterhalten, dessen Einführung ab 2016 angestrebt ist“. Die Medienanstalten der Länder brachten die Einführung von DVB-T2 diese Woche offiziell auf den Weg.

Um die Zukunft des digitalen Antennenfernsehens zu sichern, stellen die Öffentlich-Rechtlichen ihr DVB-T-Angebot von 2017 an auf die nächste Generation um. Zuschauer werden über DVB-T2 dank HD-Technik (High Definition) ein deutlich schärferes Bild empfangen können.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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