17-Jährige gewinnt den Vorentscheid

Jamie-Lee Kriewitz singt für Deutschland beim ESC in Stockholm

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Sie hat gut jubeln: Jamie-Lee Kriewitz vertritt Deutschland beim ESC 2016 in Stockholm.

Köln - Die ARD-Zuschauer haben entschieden: Jamie-Lee Kriewitz (17) soll im Mai für Deutschland zum Eurovision Song Contest nach Stockholm fahren. Und diesmal nahm die Gewinnerin die Wahl auch freudestrahlend an.

Die „Voice of Germany“-Gewinnerin Jamie-Lee Kriewitz (17) vertritt Deutschland dieses Jahr beim Eurovision Song Contest in Stockholm. 

Die Schülerin aus der Nähe von Hannover gewann am Donnerstagabend in Köln den deutschen Vorentscheid. Die Zuschauer der ARD-Show „Unser Lied für Stockholm“ wählten sie mit ihrem Song „Ghost“ unter zehn Bewerbern aus. Ihr Outfit und ihre Show sind inspiriert vom asiatischen Manga-Stil.

Im Finale der drei besten der ursprünglich zehn Vorentscheid-Teilnehmer fand sie mit 44,5 Prozent mehr Unterstützung als der Sänger Alex Diehl, der mit seinem "Nur ein Lied" 33,9 Prozent der Stimmen bekam. Dritter mit 21,6 Prozent wurde die Rockband Avantasia mit dem Lied "Mysterie of a blood red rose". Laut ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber wurden knapp 1,9 Millionen Stimmen abgegeben, etwa 400.000 mehr als beim Vorentscheid vor einem Jahr.

Die Musikrichtungen reichten dieses Mal von mittelalterlichem Mönchsgesang (Gregorian) bis zu aktuellem Pop (Woods Of Birnam) und vom Schlager (Ella Endlich) bis zur Deutsch-Pop-Nummer (Luxuslärm). Selbst Komponist Ralph Siegel war nach einigen Jahren Pause mit der Düsseldorferin Sängerin Laura Pinski mal wieder dabei.

Kein zweites "Kümmertgate" beim ESC-Vorentscheid

Moderatorin Barbara Schöneberger (41) hatte zu Beginn der Show sicherheitshalber klargestellt: „Wir haben eine Regeländerung im Vergleich zum Vorjahr: Der, der gewinnt, muss dann auch tatsächlich antreten.“ Damit spielte sie darauf an, dass der letztjährige Vorentscheid-Gewinner Andreas Kümmert nach der Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses überraschend erklärt hatte, er könne die Wahl leider nicht annehmen. Nachrückerin Ann Sophie holte anschließend in Wien keinen einzigen Punkt.

Auch dieses Jahr stand die deutsche Bewerbung zunächst unter keinem guten Stern. Der federführende NDR wollte die Sache ursprünglich im Alleingang entscheiden und Xavier Naidoo in die schwedische Hauptstadt schicken. Nach heftigem Protest machte der Sender jedoch einen Rückzieher und stellte doch wieder zehn Kandidaten zur Wahl. Ob die Zuschauer eine gute Entscheidung getroffen haben, wird sich am 14. Mai zeigen, wenn der ESC in Stockholm ausgetragen wird. Die ARD überträgt.

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dpa/afp

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