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Ameisen im Rasen – 5 Tipps gegen ungebetene Gäste

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Grundsätzlich sind Ameisen im Garten nützliche Tiere. Siedeln sie sich jedoch im Rasen an oder gewinnen die Oberhand, ist es Zeit zu handeln.

Ameisen im Garten bringen Vorteile mit sich: Sie sorgen dafür, dass Aas nicht liegen bleibt. Außerdem helfen sie dabei, Krankheiten und Keime von den Pflanzen fernzuhalten, indem sie zum Beispiel Schadpilze wie Mehltau fressen. Allerdings vermehren sich Ameisen in kurzer Zeit und legen ihre Nisthöhlen besonders gerne unter sonnigen Terrassen oder im Rasen an. Hier werden sie schnell zur Plage. Vor allem im Rasen stören Ameisen die meisten Gartenbesitzer: An warmen Tagen tragen die kleinen Krabbeltiere ihre Puppen aus den Nisthöhlen nach oben und legen sie in die Sonne, berichtet 24garten.de.

Tipp 1: Feuchtigkeit vertreibt Ameisen im Rasen

Gelbe Wiesenameisen im Nest im Gras
Ein Ameisennest in der Wiese lässt sich umsiedeln. Besser verhindert man aber, dass es so weit kommt. © blickwinkel/Imago

Wenn Ameisen sich in Ihrem Rasen einnisten, gibt es einen einfachen Trick, um sie wieder loszuwerden: Halten Sie den Rasen durchgehend feucht. Damit die Brut gedeiht, brauchen Ameisen einen trockenen Boden. Bei anhaltender Feuchtigkeit suchen sie sich einen anderen Nistplatz. Ein Rasensprenger eignet sich perfekt, um Ihre Grünfläche gleichmäßig zu bewässern. Für einen eigenen Garten ist es zudem grundsätzlich sinnvoll, Regenwasser zu sammeln und zum Gießen zu verwenden. So gärtnern Sie nachhaltig und sparen gleichzeitig Geld.

Tipp 2: Ameisen mit Gerüchen loswerden

Ameisen reagieren sensibel auf Gerüche und es gibt einige Düfte, die sie überhaupt nicht mögen. Dazu gehören zum Beispiel:

Wenn Sie diese Duftstoffe auf einer Ameisenstraße oder an einem Nest verteilen, vertreiben Sie damit die Insekten. Ebenso hilft es, wenn Sie Kreidepulver oder Gartenkalk ausstreuen. Auch ein Hausmittel-Mix aus abgestandenem Bier und Honig schlägt Ameisen in die Flucht.

Tipp 3: Ameisen aus dem Rasen umsiedeln

Alternativ können Sie versuchen, das Ameisenvolk umzusiedeln. Das funktioniert folgendermaßen: Füllen Sie einen Tontopf mit Holzwolle und stellen Sie diesen mit der Öffnung nach unten in die Nähe des Ameisennestes. Der beste Zeitpunkt hierfür ist ein sonniger Tag nach einem Regenschauer. Nun warten Sie einfach ab und beobachten, was passiert. Nach einiger Zeit beginnen die Ameisen ihre Puppen in die neue Unterkunft zu tragen – sie siedeln ihr Nest um. Der Umzug ist abgeschlossen, wenn auch die Ameisenkönigin im neuen Zuhause angekommen ist. Dann nehmen Sie den Tontopf mit einer Schaufel auf und tragen ihn an einen neuen Standort. Dieser sollte mindestens 30 Meter vom alten Nest entfernt sein, damit die Ameisen nicht in den alten Bau zurückkehren.

Tipp 4: Ameisennester im Vorhinein verhindern

Denken Sie schon an Ameisen, wenn Sie Ihre Terrasse oder Gartenwege anlegen. Pflastersand und offene Fugen zwischen den Pflastersteinen laden Ameisen gerade dazu ein, sich niederzulassen. Nutzen Sie stattdessen Basaltsplitt als Untergrund für Ihre Pflastersteine und dichten Sie die Fugen mit einem speziellen Mörtel auf Kunstharz-Basis ab. Dieser lässt das Regenwasser durch, verhindert jedoch, dass sich Ameisen ansiedeln oder Unkraut wächst. Auf Steinen kann auch ein Klebeband die Ameisenstraße ausbremsen.

Tipp 5: Im Notfall: Ameisen im Rasen mit Chemie bekämpfen

Sie haben alle Hausmittel schon ausprobiert, werden die Ameisen in Ihrem Garten jedoch nicht los? Als letzte Möglichkeit können Sie zu chemischen Mitteln greifen. Fressköder töten Ameisen – sind jedoch auch für Mensch und Haustier gefährlich. Das gilt ebenfalls für Spritz- und Sprühmittel, die gegen Ameisen wirken. Überlegen Sie sich deshalb gut, wie sehr die Ameisen Sie stören, bevor Sie zur Chemiekeule greifen.

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