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Grusel-Spinne breitet sich in RLP aus: Wie Du ein Nest entfernst

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Von: Teresa Knoll

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Rheinland-Pfalz - Es gab schon viele Sichtungen der Nosferatu-Spinne in Deutschland. Wenn man ein Nest bei sich im Haus findet, kann man es entfernen – aber das erfordert Mut.

Die Nosferatu-Spinne breitet sich in immer mehr Regionen in Deutschland aus. In Ludwigshafen, aber auch in anderen Städten in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist die große Gift-Spinne inzwischen schon entdeckt worden. Mancher würde am liebsten schon beim Anblick der Krabbeltiere schreiend aus dem Zimmer stürmen. Aber wenn man eine Spinne oder gar ihr Nest entfernen will, gibt es einige Möglichkeiten – auch wenn das eine gewisse Überwindung kostet.

Gift-Spinne breitet sich in RLP aus: Nest einsaugen – entkommen Spinnen dem Staubsauger?

Viele Menschen haben eine mehr oder minder stark ausgeprägte Arachnophobie, also eine Angst vor Spinnen. Die Krabbler, die normalerweise bei uns heimisch sind, sind für den Menschen ungefährlich und sogar nützlich, denn sie fangen lästige Fliegen. Wenn man sie trotzdem aus dem Haus haben will, gibt es einige Methoden – aber was tun, wenn die Spinne ein ganzes Nest im Haus gebaut hat?

Die einfachste Methode ist wohl, das Nest und auch das Muttertier einfach einzusaugen. Eine weit verbreitete Meinung ist, dass die Spinnen das überleben und wieder aus dem Staubsauger herauskrabbeln. Um sicherzugehen, kann man die Saugleistung auf Höchststufe stellen und das Rohr ein paar Mal mit der Hand zuhalten. Durch den Unterdruck sterben die Spinnen garantiert. Das braucht starke Nerven: Eine Famlie aus Ludwigshafen entdeckte schon mehrere Nosferatu-Spinnen in ihrem Haus.

Nosferatu-Spinne in RLP: Auf Tuchfühlung – Spinne samt Nest aussetzen

Eine humanere Methode ist es natürlich, die Spinnen mit einem Glas einzufangen und die Nester mit einem Tuch wegzunehmen und draußen – weit weg vom Haus – auszusetzen. Für Menschen mit Arachnophobie ist das sicher keine Option. Dafür gibt es aber auch Insektenfänger, die etwas mehr Abstand zu den Krabblern und ihren Nestern geben. Um sicherzugehen, dass die kleinen Spinnen nicht aus den Eiern schlüpfen, kann man das Nest einfrieren – auch wenn das vielleicht nicht die appetitlichste Möglichkeit ist.

Eine Nosferatu-Spinne bewacht ihr Nest 30 Tage lang, wie Katharina Schneeberg von der zoologischen Abteilung des Pfalzmuseums für Naturkunde in Bad Dürkheim gegenüber der Zeitung DIE RHEINPFALZ berichtet. Der Kokon ist von blau schimmernder Seide umgeben. Meist sieht man in Spinnennestern auch die schwarzen Punkte, die kleinen Spinnen, die darin eingewebt sind. Auch in Mannheim wird die Gift-Spinne langsam heimisch.

Nosferatu-Spinne in RLP: Wie gefährlich ist das Gift für den Menschen?

Die Nosferatu-Spinne wurde vermutlich eingeschleppt, vielleicht in einem Gütertransport oder einem Auto, das aus dem Urlaub am Mittelmeer zurückkehrte. Seit einer Weile schon wird die Gift-Spinne immer öfter in Rheinland-Pfalz gesichtet. Ihren Namen hat sie von der Zeichnung auf ihrem Rücken: Das helle Muster erinnert an den berühmten Film-Blutsauger Nosferatu.

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Die Spinnen sehen zwar gruselig aus, vor der Nosferatu-Spinne muss man aber trotzdem keine Angst haben. Die Jagdspinne nutzt ihr Gift wie die meisten achtbeinigen Krabbler zum Töten ihrer Beute. Sie kann zwar auch die Haut von Menschen an dünnen Stellen durchbeißen. Vergiftungen durch Webspinnenarten, zu denen die Nosferatu-Spinne zählt, sind auch bekannt. Wenn man allerdings keine Allergie gegen das Gift hat, dann wirkt sich der Biss nur etwa wie ein Wespenstich aus. (resa)

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