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Achtbeiner-Alarm in Mannheim – Nosferatu-Spinne breitet sich in Quadratestadt aus

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Von: Madlen Trefzer

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Nachdem die Nosferatu-Spinne bereits mehrfach in Baden-Württemberg gesichtet worden ist, krabbelt sie jetzt auch schon in Mannheim und Ludwigshafen herum.

Nachdem sie bereits vielerorts in Baden-Württemberg herumkrabbelt, macht sie nun auch die Rhein-Neckar-Region unsicher. Die braune Giftspinne mit einer Größe von 5 bis 8 Zentimetern treibt ihr Unwesen nun auch in Mannheim und Ludwigshafen. Das als Nosferatu-Spinne bekannte Tier aus dem Mittelmeerraum wird uns demnächst noch öfter begegnen. Eine Horror-Vorstellung für alle Arachnophobiker – Leute mit Angst vor Spinnen.

Daran erkennst Du die Nosferatu-Spinne sofort

Zu den Haupterkennungsmerkmalen gehört die charakteristische Einfärbung auf ihrer Rückenpartie, die vage an das Abbild eines Vampirs namens Nosferatu aus dem Kult-Stummfilm von 1922 erinnert. Bei genauer Betrachtung kann man das langgezogene Gesicht mit den abstehenden Ohren und den eingefallenen Augenhöhlen erkennen. Gleichzeitig hat sie grau-gelbe, haarige Beine, die sogar an den glattesten Oberflächen wie Glas problemlos haften bleiben können.

Der wissenschaftliche Name der Nosferatu-Spinne lautet Zoropsis spinimana und sie stammt aus der Familie der Kräuseljagdspinnen. Eigentlich zählen der Mittelmeerraum und Nordafrika zu ihren Heimatgebieten, seit einigen Jahren ist sie allerdings auch in der Schweiz, Österreich, Deutschland und Russland unterwegs. Und dann der „absolute Horror“ in Baden-Württemberg: Auch hier breitet sich die Nosferatu-Spinne aus.

Weshalb ist die Nosferatu-Spinne bei uns in Deutschland?

Spinnenforscher beobachten die Nosferatu-Spinne schon seit einigen Jahren in unserer Region. Laut swr.de bezeichnet der Wissenschaftler Dr. Hubert Höfer vom Naturkundemuseum Karlsruhe die giftige Spinne bereits als heimische Art. Immer häufiger sei sie nun auch im Freiland zu finden. Erste Nachweise stammten zunächst nur aus Häusern. Doch wie kommt die Mittelmeer-Spinne zu uns nach Deutschland?

Vermutlich haben Reisende sie unbewusst mit nach Europa transportiert. Erste wissenschaftliche Vermerke über die Giftspinne gibt es bereits seit 2005. Nun breitet sie sich die Nosferatu-Spinne auch in Baden-Württemberg aus. Die Häufung der Sichtungen des giftigen Achtbeiners sowie ihr Vordringen nach Norden lässt einen Zusammenhang mit der Globalisierung und dem Klimawandel vermuten. 

So gefährlich ist das Gift der Nosferatu-Spinne für den Menschen

Da die Nosferatu-Spinne eine Jägerin ist, ist sie meistens nur nachts unterwegs. Sie fällt über ihre Beute her und überwältigt sie. Ihr Biss ist giftig und mit dem Stich einer Biene oder Wespe vergleichbar. Der Schmerz ist zwar meist schwächer als bei einem Wespenstich, die Hautrötung um die Bissstelle kann jedoch einige Tage anhalten. Von einem direkten Kontakt mit ausgewachsenen Exemplaren wird vom Karlsruher Naturkundemuseum abgeraten.

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Gefährlich soll sie für den Menschen jedoch nicht sein. Zwar sind Vergiftungen bei Menschen von Webspinnenarten bekannt, zu denen die Nosferatu-Spinne zählt, aber wenn die Spinne nicht in die Enge getrieben wird oder sich bedroht fühlt, beißt sie auch nicht zu. Solange keine Allergie vorliegt, wirkt das Gift der Nosferatu-Spinne auf den Menschen ungefährlich. Angenehm ist eine Begegnung mit dem giftigen Tier jedoch nicht für alle. Schon gar nicht für die Familie in Ludwigshafen, bei der sich die Gift-Spinne einnistet. (mad)

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