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Zecken richtig entfernen – so geht es einfach und sicher

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Will man Zecken entfernen, kann ziemlich viel schiefgehen. Wie man die Biester richtig aus der Haut zieht und was man sonst noch wissen sollte:

Entdeckst Du eine Zecke, die auf Deinem Körper oder auf dem Haustier herumkrabbelt, solltest Du sie sofort entfernen. Die Spinnentiere können schwere Krankheiten übertragen, so zum Beispiel Lyme-Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Zieht man sich die Zecke aus der Haut, sollte man vorsichtig vorgehen. Wie Du eine Zecke richtig entfernst und wann Du zum Arzt gehen solltest:

OrdnungZecken
KlasseSpinnentiere (Arachnida)
UnterklasseMilben (Acari)

Zecken richtig entfernen

Am einfachsten können Zecken mit einer Zeckenkarte entfernt werden. Damit kann das Spinnentier einfach aus der Haut gezogen werden. Was Du beachten solltest, um es Zecken schwer zu machen, überhaupt an Deine Haut zu gelangen:

Auch eine Pinzette kann genutzt werden, um die Zecke zu entfernen. Dabei sollte jedoch immer darauf geachtet werden, dass der Körper des Tiers nicht gequetscht wird. Sonst kann Flüssigkeit und mit ihr Viren aus der Zecke in die Einstichstelle strömen. Meist nicht ganz so gefährlich, allerdings nervig, sind Mückenstiche – der Juckreiz kann mit einigen Hausmitteln gelindert werden.

Zecken entfernen mit Hausmittel

Die apotheken-umschau rät davon ab, Öl, Nagellackentferner, Alkohol oder Kleber auf die Stichstelle zu geben. Diese sollen die Zecke töten. Doch es führt eher dazu, dass sich die Zecke übergibt. So gelangen erst recht Viren und Bakterien in die Wunde und könnten den Wirt infizieren.

Nachdem die Zecke mit einer speziellen Pinzette oder Ähnlichem entfernt wurde, sollte die Stichstelle desinfiziert und für mindestens 30 Tage beobachtet werden. So kann ausgeschlossen werden, dass sich noch einmal eine Rötung bildet, die auf eine schwere Krankheit hinweist.

Zecken entfernen beim Menschen

Es gibt noch weitere Instrumente, die speziell zur Entfernung von Zecken geeignet sind. So gibt es neben der Karte auch Zeckenzangen, -pinzetten und -schlaufen. Nutzt man eine gewöhnliche Pinzette, sollten deren Enden nach innen gebogen sein, sodass das Krabbeltier zwischen den Haltebacken Platz hat.

Sind die Enden flach, besteht die Gefahr, dass Flüssigkeit aus der Zecke gequetscht wird. Alle Werkzeuge sind ebenfalls dafür geeignet, Haustiere von den Krabblern zu befreien. Dabei musst Du Dich vielleicht etwas ins Fell wühlen, um die Zecke ganz nah an der Haut packen zu können.

Wie schnell muss eine Zecke entfernt werden?

Eine Zecke sollte immer sofort entfernt werden, auch wenn sie sich schon festgesaugt hat. Je länger das Spinnentier saugt, desto höher ist die Gefahr, dass sie gefährliche Krankheiten wie FSME überträgt. Wer viel in der Natur ist, sollte auch auf Grasmilben achten – deren Stiche können fies jucken.

Nach jedem Spaziergang solltest Du Dich und Dein Tier auf Zecken absuchen. Das gilt vor allem, wenn Du dabei durch hohes Gras gelaufen bist. Die Zecken halten sich an den Halmen fest und lassen sich von einem vorbeikommenden Wirt abstreifen, von dem sie Blut saugen können. Suchst Du immer ganz genau, kannst Du auch Zecken finden, die noch frei auf dem Körper herumlaufen.

Was tun, wenn der Kopf von der Zecke noch drinsteckt?

Stecken nach der Entfernung der Zecke noch Teile des Krabblers in der Haut, ist das meist nicht der Kopf, sondern Teile des Stechapparats, die harmlos sein sollten. Diese werden im Normalfall vom Körper nach einiger Zeit einfach abgestoßen.

Du kannst auch versuchen, mit dem sauberen Rand einer Zeckenkarte an dem Stich zu kratzen und so die Teile zu entfernen. Hilft das nichts, achte darauf, ob sich die Stelle entzündet. Eine leichte Rötung ist normal, breitet diese sich allerdings aus, auch noch Tage nach dem Stich, solltest Du einen Arzt aufsuchen.

Sollte man Zecken selbst entfernen?

Zecken solltest Du immer sofort entfernen, wenn Du sie entdeckst. Dazu nutzt Du geeignetes Werkzeug wie eine Zeckenkarte oder eine spezielle Pinzette, mit der der Krabbler schnell aus der Haut gelöst ist. Wenn Du Dir jedoch unsicher bist oder glaubst, die Zecke könnte bereits eine Krankheit übertragen haben, solltest Du zum Arzt gehen, der Dich auch gleich beraten kann.

Aber Achtung: Hast Du eine Zecke selbst entfernt, solltest Du sie nicht im Klo herunterspülen oder ertränken. Die Spinnentiere sind zäh und sterben dadurch nicht so leicht. Du solltest sie auch nicht zerdrücken, um sie dann in den Müll zu werfen – Zecken haben einen harten Panzer und können auch das überleben.

Zecke entfernen – wann zum Arzt?

Treten nach einem Zeckenstich bestimmte Symptome auf, solltest Du sofort zum Arzt gehen. Die Rötung rund um den Stich sollte nach einigen Tagen wieder abgeklungen sein. Sie kann sich aber als „Wanderröte“ bis zu 30 Tage nach dem Biss ausbreiten. Auch Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen, also Symptome wie bei einer Grippe, sind ein Warnsignal, das abgeklärt werden sollte.

Wenn Du von einer Zecke gebissen wurdest, gibt es weitere Symptome, die auftreten können. HEIDELBERG24 berichtet, worauf Du achten solltest und wie Du Dich von vornherein vor Zecken schützt.

Was hilft gegen Zecken – Kokosöl als Hautschutz

Kokosöl kann jedoch zur Vorbeugung auf die Haut aufgetragen werden, bevor Du in die Natur gehst. Dieser Schutz hält die Krabbler fern, sodass sie sich gar nicht erst festsetzen. Du siehst, Kokosöl gilt als natürliches Mittel gegen Zecken und Mücken. Wie wirksam es genau gegen die Plagegeister ist, weiß HEIDELBERG24.

Über die Wirksamkeit von Hausmitteln gegen Zecken ist bisher nur wenig bekannt. Schwarzkümmelöl, das auf die Haut gerieben wird, soll sie fernhalten. Auch den Geruch ätherischer Öle wie Lavendel, Eukalyptus oder Thymian mögen die Spinnentiere angeblich nicht. Kinder, Allergiker und Asthmatiker sollten damit nicht in Berührung kommen. Bevor Du das Öl auf die Haut schmierst, solltest Du es an einer kleinen Stelle testen. (resa)

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