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Achtbeiner entfernen: Sterben Spinnen wirklich im Staubsauger?

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Von: Katja Becher

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Die Wahrscheinlichkeit, in Rheinland-Pfalz eine der gruseligen Nosferatu-Spinnen in Haus oder Wohnung zu entdecken, steigt. Hilft ein Staubsauger gegen die Achtbeiner?

Für viele Menschen sorgt die Begegnung mit einer Spinne in den eigenen vier Wänden für Gänsehaut – vor allem, wenn es sich um ein großes Exemplar handelt. Aktuell sorgt die neu eingeschleppte Nosferatu-Spinne für Schrecken in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Gruselig: Das Krabbeltierchen aus dem Mittelmeerraum ist nicht nur besonders groß, sondern kann auch unangenehm schmerzhaft zubeißen, wenn es sich bedroht fühlt.

Große Gift-Spinne breitet sich in Rheinland-Pfalz aus – wie kriegt man die Tierchen wieder los?

Angesichts der neuen achtbeinigen „Bedrohung“ dürften sich viele Menschen fragen, wie sie die große Spinne, sollte sie tatsächlich in Wohnung oder Haus auftauchen, am besten loswerden. Eine Familie aus Ludwigshafen entdeckte zum Beispiel schon mehrere Nosferatu-Spinnen in ihrem Haus. Die netteste Methode ist natürlich, das Tierchen mit einem Glas einzufangen und im Freien auszusetzen – doch dafür muss man sich natürlich mutig an die durchaus große Spinne herantrauen. Für wahre Spinnen-Phobiker kommt das auf keinen Fall in Frage.

Beim verzweifelten Wunsch, den tierischen Eindringling schnell wieder loszuwerden, kommt vielen Menschen der Staubsauger in den Sinn. Doch ist das Gerät tatsächlich eine effektive Methode, eine Spinne endgültig loszuwerden? Wie man am besten mit ganzen Spinnen-Nestern umgeht, haben wir für Dich bereits zusammengefasst.

Spinne mit Staubsauger aufsaugen – sterben die Tierchen, oder krabbeln sie wieder heraus?

Generell ist vom Aufsaugen der Spinne mit dem Staubsauger eher abzuraten. Zum einen ist diese „Bekämpfungsmethode“ für das Krabbeltier sehr qualvoll. Wie t-online beschreibt, werden die Achtbeiner, je nach Staubsaugermodell, mit bis zu 140 km/h aufgesaugt und durch den gebogenen Schlauch geschleudert. Wer da absolut schmerzfrei ist, kann jedoch davon ausgehen, dass die Spinne in den allermeisten Fällen bereits tot im Staubsaugerbeutel landet.

Eine geringere Saugkraft des Staubsaugers oder ein bereits gut gefüllter Staubbeutel könnten allerdings dafür sorgen, dass die Spinne weich landet und überlebt. Dann wird der Albtraum wahr – und der Krabbler kann wohlbehalten und klammheimlich wieder aus dem Staubsauger herauskrabbeln. Bei neuen Staubsaugern hingegen, die ein Hygieneventil besitzen, gibt es für die Spinnentierchen kein Entkommen mehr. Auch interessant: RUHR24 erklärt, wie man mit einem einfachen Trick nervige Wespen vertreibt.

Giftige Nosferatu-Spinne breitet sich in Rheinland-Pfalz aus – daran erkennt man sie

Die Nosferatu-Spinne zählt zur Familie der Kräuseljagdspinnen und kann eine beachtliche Körpergröße von bis zu 8 Zentimetern erreichen. Besonders gruselig: Die Spinne scheint sich vor allem in Gebäuden wohlzufühlen. Immerhin stammt sie ursprünglich aus wesentlich wärmeren Gefilden. Nachts geht sie auf Beutezug und erlegt kleine Insekten im Sprung.

Die Tatsache, dass es vor allem in Rheinland-Pfalz immer wahrscheinlicher wird, einer Nosferatu-Spinne in den eigenen vier Wänden zu begegnen, ist allerdings noch lange nicht das gruseligste an dem Tierchen. Auch sein Horror-Name kommt nicht von ungefähr. Den trägt die Spinne wegen ihrer Zeichnung auf dem Rücken, der an die berühmte Gruselfigur erinnert. „Ein bleicher kahler Kopf mit seltsam abstehenden Ohren und zwei große dunkle Augenhöhlen“, beschreibt biorama.eu. (kab)

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