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Achtung beim Einfangen: „Besonderheit“ der Nosferatu-Spinne kann Ekel auslösen

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Von: Sarah Isele

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Unaufhaltsam verbreitet sich die giftige Nosferatu-Spinne in Deutschland. Diese Eigenschaft der Spinne kann viele erschrecken und löst Gänsehaut aus:

Die giftige Nosferatu-Spinne breitet sich immer mehr in Rheinland-Pfalz aus. Doch auch, wenn ihr Biss für den Menschen ungefährlich ist, haben viele Menschen Angst vor dem achtbeinigen Spinnentier. Mit einer Körpergröße von zwei Zentimetern und einer Beinlänge von sechs Zentimetern ist diese Spinne im Gegensatz zu ihren deutschen Artgenossen recht groß. Doch nicht nur wegen ihrer Körpergröße haben viele Angst vor dem Krabbler.

Die Nosferatu-Spinne: Für den Menschen ungefährlich

Mit ihrem recht großen Körper flößt die Spinne bereits bei vielen Menschen Angst und Schrecken aus. Doch die Aversion gegen das Tier liegt nicht nur an ihrer Körpergröße, sondern an ihrem allgemeinen Aussehen. Sie hat eine braune Färbung und ist äußerst haarig. Aufgrund ihrer Größe kann der Spinne auch noch super in ihre vielen Augen geschaut werden. Wer das nicht mag, kann die Spinnen mit diesem Geruch vertreiben.

Das Spinnentier ist zudem noch giftig. Bei Spinnen jetzt nichts Besonderes, jedoch haben die meisten einheimischen Spinnen nicht die Kieferstärke, um menschliche Haut zu durchbeißen. In Deutschland können das etwa die Kreuzspinnen, die Wasserspinne und der Ammendornfinger – und jetzt eben auch die Nosferatu-Spinne. Ein Lichtblick: Das Gift der Nosferatu-Spinne ist für den Menschen ungefährlich und wird so schmerzhaft wie ein Wespenstich beschrieben.

Die Nosferatu-Spinne: Ihr Jagdverhalten und Stubenhocker-Dasein

Das Spinnentier gehört zur Familie der Kräuseljagdspinnen, auch als Webspinnen bekannt. Diese Spinnen sind frei jagend. Das heißt, dass sie keine Netze bauen, um ihre Beute zu fangen. Die Nosferatu-Spinne verfolgt ihre Beute und stößt dann blitzartig vor, um sie zu verspeisen. Trotz ihrer netzlosen Jagd kann die Spinne trotzdem Fäden spinnen. Sie webt ihre Eier in einen Kokon und ein großes Geflecht aus Kräuselfäden ein und bewacht diese.

Normalerweise lebt die Nosferatu-Spinne in Südeuropa und Nordafrika in lichten Wäldern und versteckt sich tagsüber unter Steinen und Rinde. In Deutschland dagegen wird sie meist in Gebäuden gefunden – sie hat es wohl gerne warm. Daher ist die Spinne auch als Stubenhocker bekannt. Da sich die Spinne rasant in Deutschland ausbreitet, hat NABU ein Meldeportal eingerichtet.

Vorsichtig beim Einfangen: Diese Besonderheit der Nosferatu Spinne sorgt für Gänsehaut

Spinnen haben grundsätzlich die Eigenschaft an Wänden und Decken zu gehen, das ermöglicht ihnen feien Härchen an den Beinen. Wie bei Spiderman, als Peter Parker plötzlich durch diese kleinen Haare an seinen Fingern die Hauswand hochklettern kann. An senkrechten Glasscheiben können sich Spinnen nicht festhalten.

Die meisten zumindest. Die Nosferatu-Spinne, wenn sie schon nicht erschreckend genug ist, hat die Eigenschaft, auch an senkrechten Glasscheiben zu klettern. Dafür hat sie spezielle Hafthaare an den Beinen. Außerdem können sie mittels Spinnendrüsen an den Beinen ein Seidensekret produzieren, das auch auf glatten Flächen haftet.

Wer also den Achtbeiner mit einem Glas einfängt, sollte daran denken, dass das Tier darin herumkrabbeln kann. Während andere Spinnen einfach festsitzen, kann die Nosferatu-Spinne also am Glas entlanglaufen – was sicherlich den ein oder anderen Phobiker erschrecken könnte. (rah)

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