Nach Relegations-Duell 2018 

Wiedersehen mit Uerdingen: Wie der SV Waldhof den KFC in der sportlichen Entwicklung überholt hat!

Die Choreografie der Waldhof-Fans beim Relegation-Rückspiel gegen Uerdingen.
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Die Choreografie der Waldhof-Fans beim Relegation-Rückspiel gegen Uerdingen. 

In vier Tagen kommt es zum Wiedersehen zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem KFC Uerdingen. MANNHEIM24 hat die sportliche Entwicklung beider Vereine nach dem Relegations-Rückspiel 2018 analysiert:

Am kommenden Montag (23. September/19 Uhr) gastiert der SV Waldhof Mannheim beim KFC Uerdingen. Es wird ein besonderes Wiedersehen, blickt man auf das jüngste Duell beider Klubs zurück. 

27. Mai 2018: Uerdingen führt im Relegations-Rückspiel mit 2:1 beim SV Waldhof und steht kurz vor dem Aufstieg in die 3. Liga. Aus Frust fliegen acht Minuten vor Schluss zahlreiche Böller aus dem Waldhof-Block aufs Spielfeld. Schiedsrichter Pattrick Ittrich entschließt sich, die Partie abzubrechen - Uerdingen steigt auf, der SVW scheitert somit im dritten Jahr in Folge an der Relegation. Zudem wird der Verein aufgrund der Ausschreitungen vom DFB-Sportgericht unter anderem zu einem Drei-Punkte-Abzug für die folgende Regionalliga-Saison verurteilt.

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Ein sportliches Horrorszenario für die Blau-Schwarzen, die in der Folge Protest gegen das Urteil einlegen und im März 2019 vor dem Frankfurter Landgericht Recht bekommen sollten. Zum damaligen Zeitpunkt jedoch haben vermutlich auch die größten Waldhof-Optimisten die Hoffnung auf den Drittliga-Aufstieg ihres Vereins in naher Zukunft endgültig aufgegeben. Zudem sich daraufhin auch personell einiges in der Mannschaft getan hat: Ingesamt 13 Spieler - darunter Leistungsträger wie Hassan Amin (SV Meppen), Daniel di Gregorio (FC Homburg) und Andreas Ivan (NY Red Bulls) haben den SVW verlassen. 

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Ganz anders die sportliche Situation beim ehemaligen Kult-Klub Uerdingen: Unter der Führung von Präsident und Investor Mikhail Ponomarev werden namhafte Neuzugänge, wie die Ex-Bundesliga-Profis Kevin Großkreutz und Stefan Aigner verpflichtet, um den direkten Durchmarsch in die 2. Bundesliga in Angriff zu nehmen. Dagegen sind am Alsenweg im Sommer 2018 fünf ablösefreie Neuzugänge - darunter Valmir Sulejmani (Hannover 96 II) und Timo Kern (Astoria Walldorf) - beim Trainingsauftakt vorgestellt worden, die jedoch in der Folge zu absoluten Schlüsselspielern werden.

Fotos vom SVW-Trainingsauftakt 

Allen Rückschlägen und Zweifeln zum Trotz spielen die Mannheimer eine überragende Regionalliga-Hinrunde, haben nach 17 Spielen vier Zähler Vorsprung auf den Tabellenzweiten Steinbach. Auch Uerdingen startet gut in die 3. Liga und beendet die Hinrunde auf dem dritten Tabellenplatz. In der Rückrunde geht es für die Krefelder dann jedoch sportlich bergab: Nach zwei Niederlagen trennt man sich erst von Aufstiegs-Trainer Stefan Krämer - dessen Nachfolger Norbert Meier wird nach lediglich sieben Spielen aufgrund mangelnden Erfolgs ebenso entlassen. 

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Interimsweise übernimmt Co-Trainer Frank Heinemann die Mannschaft bis Saisonende. Doch auch er kann die sportliche Talfahrt nicht verhindern, sodass der KFC die Spielzeit als schlechteste Rückrunden-Mannschaft beendet und letztlich auf einem unbefriedigenden elften Tabellenplatz landet. Anderes Bild beim SV Waldhof: Nach einem regelrechten Durchmarsch in der Rückrunde (15 Siege, 2 Remis in 17 Spielen) feiern die Mannheimer am 20. April 2019 den zu Saisonbeginn kaum für möglich gehaltenen Aufstieg in die 3. Liga.

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Am Montag (23. September/19 Uhr, live bei Magenta Sport und im MANNHEIM24-Ticker) kommt es nun zum Wiedersehen beider Klubs. Unter Heiko Vogel (der vierte Trainer binnen vier Monaten) ist Uerdingen trotz erneut namhaften Verstärkungen wie Ex-Bayern-Profi Jan Kirchhoff nur schleppend in die Saison gestartet und steht nach acht Spielen auf Tabellenplatz 13. 

Sechs Ränge und vier Zähler davor befindet sich Aufsteiger Mannheim. Die Waldhöfer haben den attraktiven und teilweise spektakulären Spielstil unter Bernhard Trares bislang auch in die 3. Liga mitnehmen können und sind Uerdingen somit - auch aufgrund der größeren Kontinuität in der Vergangenheit - derzeit sportlich einen Schritt voraus.

mab 

Quelle: Mannheim24

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