Knappe Niederlage im DFB-Pokal

SV Waldhof bietet Freiburg Paroli - Lob von SC-Trainer Christian Streich

Dominik Martinovic jubelt nach seinem Tor zum 1:1.
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Dominik Martinovic vom SV Waldhof jubelt nach seinem Tor zum 1:1.

Mannheim – Nach der knappen Pokalniederlage gegen den SC Freiburg erhält der SV Waldhof Lob von SC-Trainer Christian Streich. Die Stimmen zum Spiel:

Ähnlich wie im vergangenen Jahr gegen Eintracht Frankfurt schnuppert der SV Waldhof Mannheim auch gegen den SC Freiburg bis kurz vor dem Schlusspfiff an einer Pokal-Überraschung. Letztlich muss sich der Drittligist am Sonntagabend im Carl-Benz-Stadion knapp mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. Wie im Vorjahr erhalten die Waldhöfer Lob vom gegnerischen Trainer. „Es war ein verdienter Sieg, aber aufgrund der zweiten Halbzeit wurde es eng. Waldhof hat ein sehr gutes Spiel gemacht, gegen so einen spielerisch starken Gegner war es schwierig", sagt Christian Streich.

SV Waldhof Mannheim verliert gegen SC Freiburg: Marcel Seegert verletzt

Um überhaupt auf ein Weiterkommen hoffen zu dürfen, musste der SV Waldhof einige Widrigkeiten aus dem Weg räumen. Nach zwei Corona-Fällen stand die Partie zunächst auf der Kippe, erst am Samstagabend ist entschieden worden, dass doch gespielt wird.

Fotos vom DFB-Pokalspiel SV Waldhof gegen SC Freiburg

DFB-Pokal: SV Waldhof – SC Freiburg
DFB-Pokal: SV Waldhof – SC Freiburg
DFB-Pokal: SV Waldhof – SC Freiburg
DFB-Pokal: SV Waldhof – SC Freiburg
Fotos vom DFB-Pokalspiel SV Waldhof gegen SC Freiburg

Neben den daraus resultierenden Ausfällen gibt es kurz vor dem Anpfiff eine weitere Hiobsbotschaft. Der neue Kapitän Marcel Seegert verletzt sich beim Aufwärmen. „Wir haben noch keine genauen Infos. Die Außenbänder sind betroffen. Ob sie gerissen sind, wissen wir noch nicht", sagt Waldhof-Coach Patrick Glöckner, der gegen Freiburg somit keinen gelernten Innenverteidiger bringen konnte. Stattdessen bilden die Außenverteidiger Jan Just und Marcel Hofrath das Abwehrzentrum.

SV Waldhof Mannheim gegen SC Freiburg: Christian Streich lobt Atmosphäre

Was zunächst auch ganz ordentlich klappt. Waldhof beginnt engagiert und kommt zu der ein oder anderen kleineren Chance. Nachdem Chang-hoon Kwon (19.) die Freiburger allerdings in Führung gebracht hat, dominiert der Bundesligist die Partie und trifft gleich drei Mal Aluminium. „Das Tor hat uns verunsichert, danach waren wir nicht mehr so griffig", so Glöckner.

Als Dominik Martinovic in der 57. Minute plötzlich zum Ausgleich trifft, entwickelt sich ein echter Pokalfight. „Bei Waldhof war dann eine Euphorie da“, sagt Streich und fügt mit Blick auf die rund 500 Zuschauer im Carl-Benz-Stadion hinzu: „Die Waldhof-Fans waren so enthusiastisch wie man sie kennt. Es war toll, hier zu spielen.

SV Waldhof Mannheim: Große Personalsorgen vor Ligastart

Mit dem eingewechselten Neuzugang Joseph Boyamba sorgen die Waldhöfer nochmal für Gefahr, jedoch macht Freiburgs Jonathan Schmid elf Minuten vor dem Ende alles klar. „Das 1:2 war sehr ärgerlich. Wir haben aber eine gute kämpferische Leistung gezeigt. Ich bin stolz auf meine Mannschaft", resümiert Glöckner.

Keine Frage: Der SV Waldhof ist durch die vielen Ausfälle personell sehr gebeutelt gewesen. Jedoch hat dies auch gezeigt, dass der Kader nach wie vor zu dünn besetzt ist. „Die personelle Decke ist schon die ganze Zeit dünn", hadert der neue Waldhof-Coach. Laut dem 43-Jährigen plant der Drittligist schon längere Zeit einen weiteren Innenverteidiger zu verpflichten, allerdings haben sich die Mannheimer bisher nur Absagen eingehandelt. Es bleibt unklar, ob sich dies bis zum Ligastart am 21. September gegen Viktoria Köln ändert. (nwo)

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