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SV Waldhof auf der Suche nach der Leichtigkeit – Gründe für das Formtief

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Von: Nils Wollenschläger

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SV Waldhof Mannheim - Borussia Dortmund II
Der SV Waldhof Mannheim (hier nach der Niederlage gegen Dortmund) befindet sich im Formtief. © PIX-Sportfotos/Michael Ruffler

Mannheim - Der SV Waldhof Mannheim befindet sich zum Jahresstart im Formtief. Was beim SVW aktuell nicht läuft und warum die kommenden Spiele so wichtig werden:

Es ist einfach Wut. Wir haben heute kein gutes Spiel gemacht“, hadert Trainer Patrick Glöckner nach der Niederlage des SV Waldhof Mannheim am Dienstagabend gegen Viktoria Köln. Die Blau-Schwarzen haben vor 500 Zuschauern im Carl-Benz-Stadion bereits die zweite Heimpleite in Folge einstecken müssen. Doch viel bedenklicher aus Waldhof-Sicht: Die Leistungskurve zeigt bereits seit mehreren Wochen nach unten.

SV Waldhof Mannheim in der Formkrise – Leistungskurve zeigt nach unten

Auffällig: Dem SVW fehlt in der Offensive die Leichtigkeit und die gewisse Unbekümmertheit des Saisonstarts. Auch in der zweiten Halbzeit agieren die Mannheimer zu harmlos, um die Partie gegen Köln noch zu drehen. Jene Stärke, die die Glöckner-Elf im Herbst ausgezeichnet hat, geht aktuell verloren. Angedeutet hat sich dies bereits im Dezember. „Die Mentalität hat mir in der ersten Halbzeit komplett gefehlt. Das war kein gutes Spiel von uns. Wir haben glücklich gewonnen“, hat Glöckner beispielsweise nach dem späten Sieg gegen Havelse gesagt. Eine Aussage, die auch auf den knappen Erfolg am vergangenen Samstag in Würzburg zutrifft.

Es ist zwar auf der einen Seite durchaus eine Qualität schwache Spiele wie gegen Havelse oder Würzburg letztlich für sich zu entscheiden, jedoch werfen die gezeigten Leistungen Fragen auf, die sich nach der Niederlage gegen Köln nun wieder aufdrängen. Der Trend spricht nicht für Waldhof.

SV Waldhof Mannheim: Probleme in der Offensive – und Defensive

Der am Dienstag gesperrte Marc Schnatterer ist weiter Dreh- und Angelpunkt und zählt mit seinen Toren und Vorlagen auch in der aktuellen Phase zweifelsfrei zu den Schlüsselspielern. Daneben befinden sich aber einige Spieler nicht in Form. Adrien Lebeau hat beispielsweise seit dem DFB-Pokalspiel gegen Union Berlin nicht mehr an seine guten Leistungen anknüpfen können. „Bei jungen Spielern braucht man Geduld“, hat Glöckner mit Blick auf Lebeau bereits vor dem Köln-Spiel gemahnt.

Zudem wartet Top-Torjäger Dominik Martinovic seit sechs Spielen auf ein Tor. Auch die teils völlig unnötigen Sperren erschweren dem SVW selbstverschuldet die Situation. Darüber hinaus bereitet auch die Defensive Sorgen. Die Mannheimer sind seit dem 1:0-Sieg gegen den 1. FC Saarbrücken Ende Oktober nicht mehr ohne Gegentor geblieben.

SV Waldhof Mannheim: Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit

Mit Meppen, Viktoria Berlin und Türkgücü München folgen nun drei Spiele, in denen der SV Waldhof – gemessen an den eigenen Ansprüchen – favorisiert ist. Im Anschluss steht das brisante Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern an, der inzwischen vor dem SVW steht und ebenfalls als Aufstiegsaspirant gilt. Der SWR stellt in einem Kommentar bereits die Frage, ob der SV Waldhof Angst vor dem Aufstieg hat. Hierfür ist es wahrlich noch etwas zu früh, jedoch steht außer Frage, dass die kommenden Partien zeigen werden, wo der Weg hinführt und ob die Waldhöfer auch im Saisonendspurt um den Aufstieg spielen können. Mit Blick auf die Qualität der Mannschaft und dem eigenen Anspruchsdenken werden dies nun die Wochen der Wahrheit. (nwo)

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