SVW-Investor

Bernd Beetz: „Ich will Erlebnisse kreieren!“

Möglicher SVW-Investor Bernd Beetz (M.) stellt sich öffentlich vor.
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Möglicher SVW-Investor Bernd Beetz (M.) stellt sich öffentlich vor.

Mannheim – Über den möglichen Waldhof-Investor Bernd Beetz ist zwar zuletzt viel geschrieben worden, doch viel bekannt ist letztlich nicht gewesen. Das hat sich am Montag geändert.

Beim SV Waldhof geht es derzeit drunter und drüber! Nachdem die internen Querelen um zuletzt dazu geführt haben, dass der Aufsichtsrat um Thorsten Riehle zurückgetreten ist, hat sich am Montag der potenzielle Investor Bernd Beetz erstmals öffentlich vorgestellt.

Neben dem Unternehmer und dessen Sohn Christian ist auch das Präsidium um Interimspräsident Klaus-Rüdiger Geschwill, Klaus Hafner sowie Alexander Rudnick anwesend.

„Ich bin praktisch mit dem Waldhof groß geworden. Der Waldhof hat meine Jugend-DNA geprägt, den Mythos Waldhof muss mir niemand erklären“, leitet Beetz die Pressekonferenz ein. Der Manager erläutert, dass er bereits vor einem Jahr vom Verein angesprochen worden ist und sein Engagement zum damaligen Zeitpunkt von allen Seiten begrüßt worden ist - auch vom Aufsichtsrat.

Ich hätte eine solche Diskussion, wie sie in den letzten Monaten entstanden ist, nicht für möglich gehalten“, so Beetz, der die Zusammenarbeit mit dem Präsidium ausdrücklich lobt und sich selbst als „Konsens-Fanatiker“ bezeichnet.

Modell mit Harder gescheitert

Anfang diesen Jahres ist dem gebürtigen Sinsheimer dann mitgeteilt worden, dass ein Investoren-Modell mit Jürgen Harder bevorzugt wird. Als allerdings Wochen später wichtige Fragen bezüglich der Lizenz aufgekommen sind, hat sich das Ende der Zusammenarbeit mit Harder abgezeichnet, sodass das Präsidium erneut den Kontakt zu Bernd Beetz gesucht hat.

„Es war wegen der Relegation sehr viel abzuarbeiten. Es war zum Beispiel nicht immer klar, dass die Relegation im Carl-Benz-Stadion gespielt werden kann. Wir hatten Anfang Mai ein gemeinsames Gespräch, das sehr positiv lief“, betont Beetz angesprochen auf die Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat: „Es kam zwar leider nicht zum Aufstieg, aber wir haben die Voraussetzungen geschaffen.

Auf der einen Seite bedauert Beetz den Rücktritt des Aufsichtsrat, auf der anderen Seite hat der Unternehmer für diesen Schritt kein Verständnis: „Warum der Aufsichtsrat ein paar Tage später davonläuft, ist mir absolut nicht schlüssig.

Über seine konkreten Pläne will sich der Investor nicht äußern. Das Konzept, das vor einem Jahr ausgearbeitet worden ist, habe nach wie vor Bestand, doch auf weitere mögliche Veränderungen geht Beetz nicht ein: „Wir haben noch keinen Auftrag. Unser Konzept kommt erst zum Tragen, wenn die Mitglieder ihr Votum geben.“

Kritik an Pfitzenmeier

So hat er beispielsweise die Zukunft von Geschäftstellenleiter Stephan Pfitzenmeier offen gelassen. Einen Seitenhieb hat sich Beetz an dieser Stelle nicht verkneifen können: „Ich habe Herrn Pfitzenmeier nur ein oder zwei Mal gesehen, er hat sicherlich eine gute Rolle gespielt. Ich muss allerdings anmerken, dass er sich nicht besonders loyal gegenüber seinem vorgesetzten Organ verhalten hat. Das ist kein guter Stil, kritisiert Beetz in Anlehnung an das öffentliche Statement, das Pfitzenmeier im April herausgegeben hat.

Interims-Präsident Klaus-Rüdiger Geschwill ist bei der Pressekonferenz ebenfalls anwesend.

Ob der Unternehmer ein finanzielles Interesse am SVW hat? „Ich habe nicht ans Geldverdienen gedacht. Das wichtigste ist, dass der SV Waldhof aus der Regionalliga rauskommt. Mannheim braucht einen Bundesliga-Verein. Ich will Erlebnisse kreieren“, so Beetz, der dabei immer wieder auf das Relegations-Rückspiel gegen Lotte anspielt, bei dem rund 23.000 Zuschauer für eine unglaubliche Atmosphäre im Carl-Benz-Stadion gesorgt haben.

Ob Bernd Beetz diese Aufgabe angehen wird, wird sich bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung entscheiden, deren genauer Zeitpunkt noch immer offen ist. Es ist von Ende Juli oder Anfang August die Rede.

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nwo

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