Überraschungsmannschaft

Waldhof rockt die 3. Liga! Trares-Elf schon reif für den Aufstieg?

SV Waldhof Mannheim - Wormatia Worms
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Dürfen die Waldhof-Fans nun gar vom Aufstieg in die 2. Bundesliga träumen?

Mannheim – Der SV Waldhof Mannheim ist der mit Abstand beste Aufsteiger in der 3. Liga. Reicht es nach der starken Hinrunde nun gar für den Sprung in die 2. Liga?

  • SV Waldhof Mannheim überwintert auf Platz drei.
  • SVW gar reif für den Aufstieg?
  • Gründe für den Höhenflug.

Wer hätte das vor der Saison gedacht? Der SV Waldhof Mannheim geht als Tabellendritter in die Winterpause und würde nach aktuellem Stand in die Relegation um den Aufstieg in die 2. Bundesliga einziehen. Bis dahin ist es natürlich noch ein langer Weg, doch eines haben die ersten 20 Ligaspiele gezeigt: Der SV Waldhof Mannheim ist in der 3. Liga endgültig angekommen!

Trotz der Ausfälle von Markus Scholz, Valmir Sulejmani und zuletzt Dorian Diring haben die Waldhöfer 33 Punkte gesammelt und zählen zur Spitzengruppe der 3. Liga. „Wir wollen da oben dranbleiben, das ist das Ziel“, sagt Waldhof-Angreifer Maurice Deville selbstbewusst.

SV Waldhof Mannheim reif für die 2. Bundesliga?

Wohin die Reise langfristig gehen soll, hat Waldhof-Präsident Bernd Beetz vor der Saison deutlich gemacht. „Natürlich ist es unser Ziel, irgendwann in die 2. Bundesliga zu kommen“, betont Beetz angesprochen auf die Perspektiven des ehemaligen Bundesligisten.

Waldhof ist auch gegen Topteams wie Braunschweig und Ingolstadt alles andere als chancenlos gewesen und hätte diese Partien auch gewinnen können, wenn nicht gar müssen. Die Heimbilanz (drei Siege, vier Unentschieden, drei Niederlagen) ist einer der wenigen Makel der bisherigen Drittliga-Saison. 

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SV Waldhof Mannheim: Abgänge gut kompensiert 

Ein großes Plus ist hingegen der Aspekt, dass das Team um Kapitän Kevin Conrad eingespielt ist und die Harmonie innerhalb der Mannschaft nicht viel besser sein könnte. Trainer Bernhard Trares, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, hat die Philosophie fortgeführt, die er seit seinem Amtsantritt im Januar 2018 propagiert hat. Waldhof spielt offensiven Fußball und versteckt sich auch auswärts nicht. Im kompletten Kalenderjahr 2019 haben die Mannheimer kein Ligaspiel in fremden Stadien verloren.

Die schmerzhaften Abgänge der Stammspieler Marco Meyerhöfer und Timo Kern hat Waldhof insgesamt gut aufgefangen. Rechtsverteidiger Jan-Hendrik Marx, der von den Kickers Offenbach gekommen ist, hat beispielsweise alle Spiele über die volle Laufzeit absolviert und zählt zu den positiven Überraschung der Hinrunde.

SV Waldhof Mannheim: Auswärts ohne Niederlage

Kann Waldhof nun auch tatsächlich um den Aufstieg in die 2. Bundesliga spielen? Es gibt mehrere Beispiele, die gezeigt haben, wie schnell der Sprung gelingen kann. Der 1. FC Magdeburg ist 2018 nach drei Jahren in der 3. Liga aufgestiegen, die Würzburger Kickers sind gar direkt von der Regional- in die 2. Bundesliga durchmarschiert.

Ein Schlüssel wird sicherlich der Start ins neue Jahr sein. Waldhof ist zunächst gegen Meppen, Magdeburg, 1860 München, Carl-Zeiss Jena und den MSV Duisburg gefordert, ehe es am 29. Februar im heimischen Carl-Benz-Stadion gegen den 1. FC Kaiserslautern geht. 

SV Waldhof Mannheim: Enge 3. Liga

Da die 3. Liga tabellarisch dicht beisammen ist, sind die Waldhöfer gut beraten trotz des vermeintlich großen Vorsprungs, zunächst einmal das Hauptziel Klassenerhalt frühzeitig unter Dach und Fach zu bringen. Bester Beleg hierfür ist Viktoria Köln. Die Rheinländer zählten nach dem Saisonstart zur Spitzengruppe, haben inzwischen aber nur noch einen Punkt Vorsprung auf Relegationsplatz 17.  

Sollten die Waldhöfer den Schwung aus den ersten 20 Spielen mit ins Jahr 2020 nehmen, können die Blau-Schwarzen tatsächlich bis zum Saisonende oben mitmischen. Schließlich haben sie im Gegensatz zu Aufstiegsaspiranten wie Ingolstadt oder Duisburg auch nicht den großen Druck bzw. die Vorgabe, aufsteigen zu müssen. Die Waldhof-Fans können sich jedenfalls auf eine spannende Rest-Rückrunde freuen!

Trainingsauftakt am Alsenweg ist am 4. Januar 2020. Ob Torjäger Valmir Sulejmani dabei sein wird, ist noch nicht sicher. Der Stürmer ist zuletzt mit seinem Ex-Klub Hannover 96 in Verbindung gebracht worden.

nwo

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