Nach Remis auf Schalke

VfB Stuttgart: Captain Castro lobt junges Team, aber...

Der VfB Stuttgart hat viele junge Spieler und mit ihnen einen guten Start in die Saison geschafft.

  • In der VfB Mannschaft gibt es viele junge Spieler.
  • Kapitän Gonzalo Castro lobt die jungen Wilden.
  • Der VfB Stuttgart hat einen guten Start hingelegt.

Castro lobt die jungen Wilden beim VfB - nur eins fehlt noch!

Update, 01. November: Der Saisonstart ist geglückt. Mehr noch: Diese Punkte-Ausbeute hätte der VfB Stuttgart im Sommer wohl direkt unterschrieben. Sechs Spiele, neun Punkte - ein Hammerstart für den Aufsteiger. Klar, es wäre sogar noch mehr drin gewesen. Die katastrophale erste Halbzeit gegen Freiburg, die „verschenkten“ Punkte gegen Köln und den FC Schalke 04 am Freitag - beklagen darf sich jedoch keiner.

Erst recht nicht, wenn man bedenkt, dass der VfB Stuttgart nicht nur Aufsteiger ist, sondern auch noch eine Bubi-Truppe auf den Platz schickt! Die Schwaben haben den zweitjüngste Mannschaft der Liga, hatten gegen Schalke nur zwei ü25-Spieler in der Startelf (Gonzalo Castro und Wataru Endo) und begeistern mit ihrer Art und Weise, der Unbekümmertheit und den vielen Bundesliga-Debütanten die Fußball-Fans.

Die sind jedoch nicht die einzigen, die sich freuen. Auch VfB-Kapitän Gonzalo Castro lobt seine Mannschaft. „Das ist eine junge wilde Truppe, die bis zum Schluss immer weiter Gas geben will“, so Castro laut „SWR“. Dass die jungen Spieler den gleichen Weg wie der Trainer und die Älteren gehen wollen und lernbereit sind, mache es „sehr leicht für uns, mit ihnen zu arbeiten“, freut sich Castro.

Die Bubi-Truppe des VfB Stuttgart hat einen starken Saisonstart hingelegt.

Einzig die Geduld fehlt manchmal und so ist das Angriffsspieler des VfB manchmal „sehr wild“ - aber Castro weiß: „Sie können nicht jede Entscheidung perfekt treffen oder die Erfahrung haben, was nun der richtige Pass ist. Das ist ganz normal.“ Diese Ruhe wird im Laufe der Saison sicher noch kommen, laut Castro.

Jung und offensiv: Ist das der neue VfB Stuttgart?

Erstmeldung, 27. September: Die Unsicherheit war groß vor der Saison: Wie würde sich der VfB-Angriff nach teils sehr mauen Auftritten in der zweiten Liga und ohne nennenswerte Verstärkungen in der Bundesliga präsentieren? Nach den ersten zwei Spielen lässt sich eine deutliche Tendenz erkennen. Der VfB wirbelt nach vorne wie schon lange nicht mehr. 6 Tore stehen nach den Spielen gegen Freiburg und Mainz zu Buche. 38 Torschüsse sind mehr als bei jedem anderen Verein in dieser Saison.

„Es macht Spaß mit der Mannschaft zu arbeiten. Wir finden regelmäßig die Räume und werden auch im letzten Drittel immer präziser“, freut sich Trainer Pellegrino Matarazzo. Auch Spielmacher Daniel Didavi ist überzeugt: „Wir sind eine geile Truppe, die Qualität ist da.“

Ist das der neue VfB Stuttgart? Lobende Worte für Silas Wamangituka

Dabei ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Vor allem die Entwicklung der jungen Spieler macht Hoffnung auf mehr. Insgesamt stehen gegen Mainz sechs Offensivspieler auf dem Platz, die auch noch in der U23 spielen könnten. Ein Sonderlob vom Trainer gibt es dabei für Silas Wamangituka (20), der bisher in jedem Pflichtspiel in dieser Saison getroffen hat: „Der Junge hat unfassbares Talent. Er ist schnell und wird immer sicherer am Ball. Er ist auf einem sehr guten Weg.“

VfB Stuttgart: Partie gegen Mainz - Spielerwechsel wie verhext

Genauso wie der 20-jährige Mateo Klimowicz. Letztes Jahr noch Ersatzspieler, diese Saison direkt sein erstes Bundesligator im zweiten Spiel. „Ich bin sehr froh“, freut sich der Youngster nach der Partie. „Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich hoffe, es kommen noch viele Tore mehr.“

VfB Stuttgart: Viele junge Spieler in der Mannschaft - nächste Woche Spiel gegen Leverkusen

Auch der Torschütze zum 4:1, Sasa Kalajdzic (23) ist noch nicht bei 100 Prozent. Nach seiner schweren Knieverletzung in der Vorbereitung zur letzten Saison hat der Österreicher noch körperlichen Rückstand. Eigentlich sollte er nur 60 Minuten spielen, am Ende wurden es 86. „Er wollte früher ausgewechselt werden“, gesteht Pellegrino Matarazzo nach der Partie. „Aber ich wollte ihn nicht runterholen, weil er uns gutgetan hat. Am Ende war er dann schon K.O.“

Sasa Kalajdzic muss nach seiner Knieverletzung noch etwas fitter werden.

Der VfB Stuttgart ist in dieser Saison also auf einem guten Weg. Nächstes Wochenende zeigt sich, ob die junge Truppe die Leistung auch gegen stärkere Gegner zeigen kann. Dann wartet mit Leverkusen der bisher härteste Brocken.

Der VfB Stuttgart spielte in Mainz, aber was verbindet den VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo mit den Rheinhessen?

Von Dennis Bayer

Rubriklistenbild: © Andreas Gora/dpa

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