Interview vor Saisonstart

TSG-Coach Nagelsmann kritisiert „einseitige Berichterstattung“

Julian Nagelsmann geht in seine letzte Saison als Hoffenheim-Coach.
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Julian Nagelsmann geht in seine letzte Saison als Hoffenheim-Coach.

Zuzenhausen – Vor dem Pflichtspiel-Auftakt hat sich Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann zum Hype um seine Person und zur Situation auf dem Transfermarkt geäußert:

Bevor die TSG Hoffenheim am Samstag (18. August/15:30 Uhr, live im HEIDELBERG24) im DFB-Pokal beim 1. FC Kaiserslautern ran muss, hat Trainer Julian Nagelsmann (31) dem Klubmagazin Spielfeld ein ausführliches Interview gegeben.

Darin spricht Nagelsmann unter anderem über den Hype um seine Person. „In den vergangenen Jahren wurde unser sportliches Abschneiden einfach massiv personalisiert“, sagt der scheidende Coach: „Eineinhalb Jahre lang wurden aus den Erfolgen des Klubs, des gesamten Teams, in der Öffentlichkeit immer die Erfolge von Julian Nagelsmann. In der abgelaufenen Saison wurde, was letztlich positiv für die Mannschaft war, in der Krise aber auch alles Negative auf meine Person projiziert.“ 

Fotos: TSG-Saisoneröffnung 2018 und Testspiel gegen SD Eibar

Saisoneröffnung 2018 in der Wirsol Rhein-Neckar Arena: TSG 1899 Hoffenheim - SD Eibar 1:1 (0:0).
Saisoneröffnung 2018 in der Wirsol Rhein-Neckar Arena: TSG 1899 Hoffenheim - SD Eibar 1:1 (0:0).
Saisoneröffnung 2018 in der Wirsol Rhein-Neckar Arena: TSG 1899 Hoffenheim - SD Eibar 1:1 (0:0).
Saisoneröffnung 2018 in der Wirsol Rhein-Neckar Arena: TSG 1899 Hoffenheim - SD Eibar 1:1 (0:0).
Fotos: TSG-Saisoneröffnung 2018 und Testspiel gegen SD Eibar

Er wünscht sich deshalb mehr Ausgewogenheit. „Wenn man alles auf eine Waage legt, dann war es am Ende wohl ausgeglichen. Das, was ich dort zu viel an negativen Urteilen abbekam, hatte ich vorher zu viel an Lorbeeren bekommen“, so der 31-Jährige, der ab der Saison 2019/20 RB Leipzig trainiert: „Diese einseitige Berichterstattung ist aber grundsätzlich nicht schön, weil ich weiß, was ich der Mannschaft zu verdanken habe.“ 

Nagelsmann spricht über Transfer-Wahnsinn

Im gleichen Interview hat sich der 31-Jährige auch zur derzeitigen Situation auf dem Transfermarkt geäußert. „Ein 25-Jähriger, der bei Manchester United gespielt hat, lacht über die Angebote von Bayern München, weil er das Münchner Jahresgehalt in England in einem halben Jahr verdient.“

Der Hoffenheim-Coach fordert deshalb eine Rückbesinnung auf die Jugendarbeit. „Wir müssen den Weg, den die Bundesliga mit den Nachwuchsleistungszentren einst beschritten hat, wiederfinden. Da haben wir wohl etwas nachgelassen. Wir müssen noch früher und besser scouten, die Klubs brauchen Trainer, die junge Spieler auch einsetzen. Das ist das Finanzierungsmodell, das die Bundesliga hat. Bei den Transferausgaben dagegen wird es sehr schwer möglich sein, mitzuhalten.“

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nwo/SID/PM

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