Bundesliga in Corona-Krise

Gehaltsobergrenze? TSG unterstützt DFL-Vorhaben - Rosen: „Spektakel wird reduziert“

Hoffenheim – DFL-Boss Christian Seifert bringt für die Zukunft der Bundesliga eine Gehaltsobergrenze ins Spiel. Die TSG Hoffenheim unterstützt diesen Gedanken:

  • Aufgrund der Corona-Krise pausiert die Bundesliga.
  • Saison soll mit Geisterspielen beendet werden.
  • TSG Hoffenheim bezieht Stellung und unterstützt Vorhaben von Christian Seifert.

Wird die Bundesliga-Saison trotz der Corona-Krise mit Geisterspielen fortgesetzt? Diese Frage hat zuletzt für viele Diskussionen und zugleich Kritik gesorgt. Nachdem die DFL ein Konzept für Geisterspiele vorgelegt hat, muss nun die Politik das grüne Licht geben. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat in der „FAZ“ nun deutlich gemacht, dass sich nach der Corona-Krise im deutschen Fußball einiges ändern könnte.

Seifert hat unter anderem eine Begrenzung der Gehälter von Spielern und deren Beratern angeregt und erklärt, dass die Corona-Krise genutzt werden solle, um Lösungen zu finden, die „fragwürdige Entwicklungen identifizieren und dann zumindest begrenzen, vielleicht auch korrigieren“. Zudem hat sich der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung für die Einrichtung einer Taskforce „Zukunft Profifußball“ ausgesprochen. Diese Aussagen stoßen bei der TSG Hoffenheim auf Zustimmung

TSG Hoffenheim: Alexander Rosen spricht über Zukunft der Bundesliga

Das Interview findet unsere uneingeschränkte Zustimmung. Die darin geäußerten Ideen und Forderungen unterstützen wir nicht nur ausnahmslos, ein Großteil spiegelt sich auch in unserer Zukunftsstrategie ‚TSG ist Bewegung’ wider“, teilt die Geschäftsführung der TSG mit.

Alexander Rosen, Direktor Profifußball der TSG Hoffenheim, bezeichnet die mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs als „eine noch nie dagewesene Herausforderung“, in der aber auch die Chance auf eine Besinnung des „Kerns des Spiels“ liege. „Auf eine gewisse Art und Weise wird die Bundesliga in den nächsten Wochen und Monaten von einem gigantischen Spektakel quasi auf das ursprüngliche Spiel Elf gegen Elf reduziert“, sagt Rosen dem TSG-Magazin „Spielfeld“.

TSG Hoffenheim als Vorbild für andere Vereine?

Ein Umsatzrekord jagte den nächsten und der Fußball nahm eine rasante Entwicklung, von der andere Branchen nur träumen können. Höher, schneller, weiter – von allem mehr. Flankiert von einer sich ebenfalls rasant ändernden Medienwelt. Und plötzlich sehen wir uns wie alle Menschen aus heiterem Himmel mit einer noch nie dagewesenen Herausforderung konfrontiert“, beschreibt der 41-Jährige die aktuelle Situation.

Die TSG Hoffenheim ist laut Rosen trotz der Unvorhersehbarkeit der Pandemie gut vorbereitet. „Wir haben immer und immer wieder darauf hingewiesen, dass wir nachhaltig denken und mit Bedacht wirtschaften müssen – natürlich ohne dabei an so ein unvorhersehbares Ereignis wie eine Pandemie zu denken. Nun stehen existenzielle Fragen im Raum, es geht um den Fortbestand ganzer Klubs und letztlich der Liga. Nicht zuletzt mit unserer Zukunftsstrategie ‚TSG ist Bewegung‘ haben wir eine breite Basis dafür geschaffen, gesellschaftspolitische Fragen aufzuwerfen und in ein verantwortungsvolles Handeln zu kommen, ganz unabhängig von den sportlichen Ergebnissen.“ Die Entscheidung über die Bundesliga-Zukunft soll am 6. Mai fallen.

Alexander Rosen spricht über die Zukunft der Bundesliga.

nwo

Quelle: Heidelberg24

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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