Remis im Derby

Nach Freiburg-Spiel: Pfiffe für TSG-Spieler, Nagelsmann genervt

1899 Hoffenheim - SC Freiburg
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Julian Nagelsmann ärgert sich über die Pfiffe nach dem Spiel. 

Sinsheim – Nachdem es gegen den SC Freiburg trotz einer zwischenzeitlichen Führung wieder einmal nur für einen Punkt gereicht hat, äußern einige TSG-Fans ihren Unmut.

Für die Pfiffe nach dem 1:1 gegen den SC Freiburg hat Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann allerdings nur wenig Verständnis. 

„Wir wären gerne besser, aber dennoch waren wir in dieser Saison noch nie schlechter als Neunter“, sagt Nagelsmann nach der Partie und fügt hinzu: „Was machen dann die Fans der Mannschaften, die hinter uns stehen? Die vom Zehnten stürmen das Feld? Die vom Elften nehmen einen Spieler mit nach Hause? Und die vom Zwölften machen den Mannschaftsbus kaputt?“

Fotos vom Unentschieden gegen den SC Freiburg

Während die Breisgauer den wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg mit ihren Fans bejubeln, werden die TSG-Profis von ihren Anhängern ausgepfiffen und verweigern nach dem Abpfiff den Gang in die Kurve. Bereits vor dem Abpfiff haben viele Zuschauer die Wirsol Rhein-Neckar-Arena verlassen

Die Fans, die nur einen Sieg in den zurückliegenden acht Partien bejubeln durften, sind frustriert. Doch obwohl die erneute Europacup-Teilnahme für den Vorjahres-Vierten in immer weitere Ferne rückt, wehrt sich Nagelsmann vehement gegen die hohe Erwartungshaltung und die zunehmende Kritik an der Spielweise. 

Gnabry frustriert

„Wir haben immer noch viele Lösungen. Aber es gibt einen gegnerischen Trainer und eine gegnerische Mannschaft, die auch in der Bundesliga spielen und etwas drauf haben“, äußert der Coach deutlich in der Sache, aber ruhig im Ton: „Unsere Spielanlage ist nach wie vor gut. Wir haben in allen Spielen genug Chancen.“

Der Spielverlauf ist schnell erzähltAndrej Kramaric hat per Freistoß für die Kraichgauer (57) getroffen. Der Freiburger Torjäger Nils Petersen ist mit einem verwandelten Foulelfmeter für den SC erfolgreich (66.). Viel mehr spielt sich vor den Toren nicht ab. 

„Das ist für uns scheiße“, ärgert sich Serge Gnabry angesprochen auf die anhaltende Schwächephase der Hoffenheimer. Deutlich besser können die Freiburger mit ihren 29 Punkten leben - auch wenn am Sonntag die Bayern in den Breisgau kommen. „In dem Spiel hat man nicht den wahnsinnigen Druck“, sagt SC-Coach Christian Streich 

TSG 1899 Hoffenheim – SC Freiburg 1:1 

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann - Akpoguma (82. Schulz) , Vogt , B. Hübner - Kaderabek , Gnabry - Grillitsch - Geiger , Zulj (62. Zulj) - Kramaric , Szalai (71. Uth)

SC Freiburg: Schwolow - P. Stenzel , Gulde , Söyüncü , C. Günter - Abrashi , R. Koch - Höler (76. Ravet) , Terrazzino (59. Kath) - Haberer (92. Kleindienst)- Petersen

Tore: 1:0 Kramaric (57.), 1:1 Petersen (66.FE)

Schiedsrichter: Christian Dingert (Gries)

nwo/SID/dpa

Quelle: Mannheim24

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