Turbulentes Eröffnungsspiel

Nach ‚Gift-Gipfel‘: Bayern-Boss Rummenigge schießt gegen TSG!

Karl-Heinz Rummenigge
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Karl-Heinz Rummenigge kritisiert die Spielweise der TSG Hoffenheim.

München – Das Bundesliga-Eröffnungsspiel bietet auch einen Tag später viel Diskussionsstoff! Warum Karl-Heinz Rummenigge die TSG 1899 Hoffenheim attackiert:

Das Auftaktspiel der 56. Bundesliga-Saison hat der FC Bayern München zwar mit 3:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim gewonnen, doch die Freude darüber wird getrübt durch die schwere Verletzung von Kingsley Coman.

Der Franzose hat sich nach einem Foul von TSG-Außenverteidiger Nico Schulz einen Riss der Syndesmose oberhalb des linken Sprunggelenkes zugezogen und fällt lange aus. Die harte Gangart der Hoffenheimer ist Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ein Dorn im Auge. 

Rummenigge kritisiert TSG-Verantwortliche

„Speziell in der ersten Halbzeit sind die Hoffenheimer Spieler brutal hart eingestiegen. Thiago, Coman und Franck Ribéry wurden permanent gefoult mit dem Ziel, unseren Spielfluss zu unterbrechen“, sagt der frühere Nationalspieler in einem Interview auf der Bayern-Homepage

„Das war Fußball in Wild-West-Manier. Wenn dann als Ergebnis der beste Spieler auf dem Platz schwer verletzt ausgewechselt werden muss, dann kann ich nur sagen: Nicht jedes Mittel wird durch den Zweck geheiligt, mit Mut hat diese übertriebene Härte nichts zu tun.“

Der 62-Jährige macht die TSG-Verantwortlichen dafür verantwortlich. „Wenn die Ankündigungen von Hoffenheim-Manager Alexander Rosen und Julian Nagelsmann dazu führen, dass eine Mannschaft zum Halali gegen unsere Spieler bläst, so wie das Freitag geschehen ist, dann hat das mit Fair Play nichts mehr zu tun.

Man muss mit allen Mitteln spielen. Wir wollten keinen Spieler verletzen“, hat sich TSG-Coach Julian Nagelsmann nach der Partie gerechtfertigt.

Rosen kritisiert Videobeweis und Salihamidzic

Ein großes Thema ist auch (mal wieder) der Videobeweis. Der größte Aufreger ereignet sich in der Schlussphase, als Schiedsrichter Bastian Dankert nach einem ‚Foul‘ von Havard Nordtveit an Franck Ribery auf den Punkt gezeigt hat - ohne den Videobeweis zu nutzen. Im zweiten Versuch führt der Strafstoß zum spielentscheidenden 2:1 für den Rekordmeister.

Fotos: TSG verliert zum Saisonauftakt!

Wir haben es bei der Weltmeisterschaft gesehen: Da hatten wir einen leitenden Schiedsrichter aus Simbabwe, einen Vierten Offiziellen aus Saudi-Arabien, und im Videoraum saß einer aus Uruguay. Es gab keine Testphase - und der Videobeweis wurde zu etwas gemacht, was er sein soll, nämlich eine wunderbare, sinnvolle und gerechte Einrichtung. Und dann kommen wir Deutschen und haben das, was wir heute erlebt haben. Das steht im Gegensatz zu dem, was es sein sollte“, schimpft der auch lange nach dem Abpfiff noch aufgebrachte TSG-Manager Alexander Rosen.

Einmal in Fahrt, attackiert Rosen auch noch seinen Bayern-Kollegen Hasan Salihamidzic, der am Spielfeldrand immer wieder reklamiert hat. „Bei jeder Situation rumzuhampeln beim Vierten Offiziellen, das kann auch nicht die Stellenbeschreibung sein“, ätzt Rosen über Salihamidzic.

DFB bezieht Stellung zu Videobeweis

Was mich unglaublich aufregt ist: Warum kriegen sie das nicht hin, in Köln zu entscheiden? Da brauche ich keine 14 Screens in Köln aufzubauen. Entweder entscheiden die oder lassen es“, ärgert sich auch TSG-Coach Julian Nagelsmann.

Die Schiedsrichterkommission des DFB reagiert am Samstag (25. August) in einer Mitteilung wie folgt: „Der Video-Assistent hat in dieser Situation zurecht nicht eingegriffen, denn er soll nur eingreifen, wenn die Entscheidung klar und offensichtlich falsch ist. Diesen Vorgang als Foul zu bewerten, ist eine Interpretationsfrage, die beim Schiedsrichter bleibt."

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nwo/dpa/SID

Quelle: Mannheim24

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