Hoffenheim-Mäzen

Dietmar Hopp: Warum sein Sportstudio-Auftritt die Fans verärgert

Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp nimmt im ZDF-Sportstudio abermals Stellung zu den Schmähungen gegen seine Person. Warum sein Friedensangebot bei den Fans nicht gut ankommt:

  • Dietmar Hopp gibt Statement im ZDF-Sportstudio ab.
  • Der Hoffenheim-Mäzen möchte einen Schritt auf die Anhänger zugehen.
  • Für seinen Auftritt im ZDF-Sportstudio wird Dietmar Hopp von den Fans kritisiert.

Update vom 5. April: Das Friedensangebot, das Dietmar Hopp den Fans, die ihn anfeinden, gemacht hat, kommt bei der organisierten Fanszene nicht gut an. „Ich bin gespannt, ob den Worten auch Taten folgen. Unmittelbar nach den Protesten hatte Herr Hopp ja einige Giftpfeile abgeschossen", sagt Sprecher Rainer Vollmer von „Unsere Kurve“, der Interessengemeinschaft der Fanorganisationen, dem SID: „Ich fand den Auftritt unglücklich. In so einer Situation ein solches Fass wieder aufzumachen, ist unpassend.

Dietmar Hopp im ZDF-Sportstudio - Auftritt verärgert Fans

Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp hat am Samstagabend im ZDF-Sportstudio erklärt, dass er einen Schritt auf die Anhänger zugehen möchte. Hopp ist zuletzt immer wieder von gegnerischen Fans angefeindet worden. 

Das Heimspiel der TSG Hoffenheim gegen den FC Bayern ist wegen mehrerer Banner im Gästeblock und Sprechchören gegen Hopp gar unterbrochen worden.

Dietmar Hopp: Kritik nach Statement im ZDF-Sportstudio

„Ich will das alles vergessen, wenn es von nun an Geschichte ist", sagt der 79-Jährige mit Blick auf die Anfeindungen gegen seine Person: „Mich würde es natürlich freuen, wenn diejenigen, die mich grundlos seit 13 Jahren beschimpfen, irgendwann einmal damit aufhören." Das ZDF hat laut Aussagen von Moderator Jochen Breyer die Fragen an Hopp, der am 26. April seinen 80 Geburtstag feiert, vorher schriftlich eingereicht. Das Statement wurde bereits vor der Sendung aufgezeichnet. Gegenfragen waren somit nicht möglich. Diese Vorgehensweise sorgt im Nachgang für viel Kritik.

Die Fan-Organisation wird auf Hopps Angebot aktuell nicht näher eingehen. „Wenn die Coronakrise vorbei ist, kann man sicher gerne solche Themen beleuchten", so Vollmer: „Wir haben aktuell aber ganz andere Sorgen."

Dietmar Hopp: Auftritt im ZDF-Sportstudio sorgt für Diskussionen

Erstmeldung vom 4. April: Dietmar Hopp ist nach den teils heftigen Anfeindungen einiger Ultras-Gruppierungen einen Schritt auf die Anhänger zugegangen. „Ich will das alles gerne vergessen, wenn es von nun an Geschichte ist", sagt der Mäzen der TSG Hoffenheim am Samstagabend im ZDF-Sportstudio.

Dietmar Hopp: Hoffenheim-Mäzen spricht über Anfeindungen

Verständnis für die Proteste habe er jedoch weiterhin nicht. „Mich zum Gesicht für den Kommerz zu machen, ist wirklich nicht nachvollziehbar. Leider war die Hetze so perfekt inszeniert, dass Ultras vieler Vereine mitgemacht haben", so Hopp

Vor der Corona-Pause sind die Proteste gegen den 79-Jährigen in zahlreichen Fankurven Deutschlands neu entflammt. Neben kreativen Sprüchen ist Hopp dabei auch immer wieder im Fadenkreuz dargestellt worden. 

Dietmar Hopp: Mit TSG Hoffenheim in die Bundesliga

„Mich würde es freuen, wenn diejenigen, die mich grundlos seit 13 Jahren beschimpfen, irgendwann damit aufhören. Ich würde denen gerne einmal meine Geschichte mit der TSG erzählen, die nun schon 66 Jahre andauert", so Hopp.

Der SAP-Gründer ist einst als Spieler für die Kraichgauer aktiv gewesen. Nachdem die TSG Hoffenheim 1989 in die Kreisklasse abgestiegen ist, steigt Dietmar Hopp als Mäzen ein bzw. unterstützt seinen Heimatverein finanziell. 2008 schafft der Klub den Sprung in die Bundesliga, wo er sich bis heute hält. Wenige Monate später steht Dietmar Hopp wieder in den Schlagzeilen. Diesmal weil er den BVB deutlich kritisiert hat.

Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp äußert sich im Sportstudio zu den Anfeindungen gegen seine Person.

mab

Rubriklistenbild: © picture alliance / Daniel Maurer/dpa

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