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SV Sandhausen: Machmeier zeigt Stadion-Pläne – Umzug und Umbenennung als Notlösung

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Von: Nils Wollenschläger

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SV-Sandhausen-Präsident Jürgen Machmeier setzt sich für ein neues Stadion (siehe Entwurf) ein. (Archivfoto)
SV-Sandhausen-Präsident Jürgen Machmeier setzt sich für ein neues Stadion (siehe Entwurf) ein. (Archivfoto) © Marco Büsselmann/HEIDELBERG24 ; SV Sandhausen/Gemeinde Sandhausen

Der SV Sandhausen steht unter Zeitdruck. Um die DFL-Vorgaben zu erfüllen, benötigt der Klub eine Lösung in der Stadionfrage. Präsident Machmeier bezieht Stellung:

Bekommt der SV Sandhausen ein neues Stadion? Seit knapp über einem Jahr wird die Thematik auch über die Öffentlichkeit diskutiert. Am Donnerstag (20. Januar) hat SVS-Präsident Jürgen Machmeier nun die verschiedenen Alternativen präsentiert. Die Veranstaltung im BWT-Stadion am Hardtwald ist auch live via YouTube und Facebook übertragen worden.

SV Sandhausen: Präsident Jürgen Machmeier stellt Pläne für mögliches neues Stadion vor

Direkt zu Beginn schildert Machmeier die Ausgangslage. Der SV Sandhausen hat von der DFL in Sachen Lizenzierung seit neun Jahren eine Sondergenehmigung erhalten. Die Vorgaben der DFL beinhalten unter anderem den Punkt, dass das Stadion komplett überdacht sein muss. Eine Vorgabe, die die Kurpfälzer nicht erfüllen.

Zudem benötigt der SVS zwei weitere Trainingsplätze, um die es in der Vergangenheit innerhalb der Gemeinde hitzige Diskussionen gegeben hat. Laut Machmeier muss der SV Sandhausen der DFL bis zum 1. April 2022 die Entscheidung mitteilen, welchen Weg der Klub wählt. Andernfalls drohen dem Verein Punktabzüge bzw. Geldstrafen.

SV Sandhausen und die Stadionfrage: Diese Varianten stellt Machmeier vor

Die erste Variante: Der SV Sandhausen baut sein aktuelles Stadion am Hardtwald um. Hierfür würden rund 9,5 Millionen Euro fällig werden. Hinzu kommen 1,5 Millionen Euro für die Trainingsplätze. Der Umbau würde von 2024 bis 2027 in drei Schritten erfolgen.

Die zweite Variante: Der SV Sandhausen bekommt ein komplett neues Stadion an der A5. Zugleich würde das alte Stadion am Hardtwald zurückgebaut werden. Es würde dort ein Sportplatz (samt Leichtathletik-Bahn) entstehen, der auch für den Schulsport genutzt werden kann. Zudem sollen dort das Nachwuchsleistungszentrum und die Geschäftsstelle beheimatet sein. Am Walter-Reinhard-Stadion könnte neuer Wohnraum gebaut werden.

SVS-Präsident Jürgen Machmeier macht sich für ein neues Stadion stark. (Archivfoto)
SVS-Präsident Jürgen Machmeier macht sich für ein neues Stadion stark. (Archivfoto) © Marco Büsselmann/HEIDELBERG24

Beide Maßnahmen stehen in keinem Zusammenhang“, betont Jürgen Machmeier, dass die Gemeinde frei über möglichen Wohnraum entscheiden könnte und dass die Machmeier-Gruppe kein Interesse an den möglichen Bauplätzen hat. Durch den Verkauf der Grundstücke könnte die Gemeinde bis zu 30 Millionen Euro einnehmen. Bezüglich der Kosten für das Nachwuchsleistungszentrum und die Geschäftsstelle würde der SVS dank der Einnahmen durch den Rückbau 1,5 Millionen Euro investieren können.

SV Sandhausen: So soll das neue Stadion konzipiert werden

Das neue Stadion soll eine Kapazität von 15.500 Zuschauern umfassen. Bei dem Namen „Kurpfalz-Arena“ handelt es sich zunächst noch um einen Arbeitstitel. Optisches Vorbild soll das Stadion von Erzgebirge Aue sein. Bei einem Neubau würde der SV Sandhausen spätestens im Juli 2025 in der neuen Arena spielen können.

So soll das mögliche neue Stadion des SV Sandhausen aussehen.
So soll das mögliche neue Stadion des SV Sandhausen aussehen. © SV Sandhausen/Gemeinde Sandhausen

Ein entscheidender Aspekt für Machmeier: Der SV Sandhausen hätte bereits drei Sponsoren, die „hohe Beträge“ zahlen würden, um am Stadion gut sichtbar zu sein. An der A5 würden laut Machmeier pro Tag rund 130.000 Fahrzeuge fahren, wodurch der Standort für Sponsoren sehr attraktiv ist. Zudem hätte der Klub dann 20 statt bisher neun Logen. Zugleich betont er, dass die Sandhäuser das Stadion, das übrigens klimaneutral sein soll, unabhängig von der Ligazugehörigkeit abbezahlen könnten.

SV Sandhausen: Neues Stadion würde neue Möglichkeiten eröffnen

Zur Finanzierung schlägt Machnmeier zwei Varianten vor. Zum einen die Möglichkeit, dass der SVS und die Gemeinde eine Stadion-Vermietungs-GmbH gründen. Der SVS würde hierbei jährlich eine Pacht bezahlen, die für alle Ligen gilt, und trägt sämtliche Reparatur- und Unterhaltungskosten. Bei der zweiten Variante gewährt die Gemeinde dem SVS ein langfristiges Darlehen. Als Sicherheit dienen unter anderem die hohen Werbeeinnahmen.

„Die Gemeinde schenkt dem SVS nichts, sondern wäre langfristig Miteigentümer des Stadions“, sagt Machmeier und verweist auf Möglichkeiten, die Konzerte oder Events mit sich bringen könnten. „Diese Arena ist die Zukunft des SV Sandhausen. Dadurch ist die Zukunft auch nach mir gewährleistet. Diese Chancen an Vermarktungsmöglichkeiten haben wir am aktuellen Standort nicht.

Machmeiers Notfallplan – Verlässt der SV Sandhausen seinen bisherigen Standort?

Und was passiert, wenn der Gemeinderat gegen den Bau eines neuen Stadions stimmt? „Für den SV Sandhausen ist es eine Riesenchance, die wir wahrnehmen müssen – wenn sie uns gegeben wird. Klar ist, dass der SV Sandhausen in Sandhausen bleiben will. Aber klar ist auch, dass man als Verein auch Alternativen prüfen muss“, leitet Machmeier seinen Gedankengang ein.

Und dann verrät der 61-Jährige, dass es über einen möglichen Umzug des Klubs schon Gespräche gegeben hat. Um welchen Standort es geht, will Machmeier nicht verraten. „Das würde bedeuten, dass der SV Sandhausen dann auch nicht mehr SV Sandhausen heißt“, so der SVS-Präsident, der die Lösung in Sandhausen bevorzugt. (nwo) Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des SV Sandhausen 1916 e.V.

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