Interview

„Das tat mir sehr leid“ – Linsmayer spricht über Abgang von Kumpel Stiefler

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Denis Linsmayer geht in seine sechste Saison beim SV Sandhausen.

Bad Wörishofen – Zum Abschluss unserer SVS-Interview-Reihe spricht Mittelfeldspieler Denis Linsmayer über Aufnahmerituale, seine Vertragsverlängerung und den Wechsel von Manuel Stiefler.

Denis Linsmayer geht bereits in seine sechste Saison beim SV Sandhausen. Anfang Mai hat der Mittelfeldspieler seinen Vertrag langfristig bis 2022 verlängert.

Zum Abschluss des Trainingslagers in Bad Wörishofen hat HEIDELBERG24 den 26-Jährigen zum Interview getroffen und hat mit ihm unter anderem über die Entwicklung der Mannschaft und über den Abgang von Manuel Stiefler gesprochen.

HEIDELBERG24: Herr Linsmayer, die Mannschaft hat sich in Bad Wörishofen auf die neue Saison vorbereitet. Wie waren die Bedingungen?

Denis Linsmayer: „Es war sehr anstrengend, aber wir haben gut gearbeitet - das hat auch der Trainer mehrmals betont. Im Großen und Ganzen haben wir wie jedes Jahr super Bedingungen vorgefunden.“

HD24: Es gibt sehr viele Neuzugänge. Wie sehr sind die neuen Spieler schon in der Mannschaft integriert?

Linsmayer: „Es ist richtig, dass es wieder eine sehr hohe Fluktuation gab. Wir haben es aber wie in den letzten Jahren auch geschafft, die neuen Leute gut zu integrieren. Es war auch so, dass die Zimmerbelegung in diesem Jahr ausgelost wurde. So hat man dann die neuen Spieler schneller kennengelernt.“

Der SVS-Kader für die Zweitliga-Saison 2018/19

HD24: Gibt es ein spezielles Aufnahmeritual?

Linsmayer: „Ja klar! Es wurden einige Lieder geträllert. Da war die ein oder andere Performance dabei, die hängen bleibt - im positiven wie im negativen Sinne. Aber Namen möchte ich natürlich nicht nennen (lacht).“

HD24: Ist der aktuelle Kader der beste, den der SVS in seiner Zweitliga-Historie je hatte?

Linsmayer: „Ich hoffe es doch! Ich tue mir nur schwer damit, so früh schon eine Prognose abzugeben, weil sich das letztlich erst im Ligaalltag zeigen muss. Ich habe aber ein sehr gutes Gefühl, dass wir in der Breite des Kaders gut aufgestellt sind und dass wir uns qualitativ gut verstärkt haben.“

HD24: Sie haben ihren Vertrag bis 2022 verlängert. Was waren die Beweggründe?

Linsmayer: „Ich bin ein Familienmensch. Meine Frau, unsere beiden Kinder und ich fühlen uns sehr wohl im Kreis Heidelberg/Sandhausen. Wir sind hier mittlerweile wirklich heimisch geworden. Mit der Mannschaft macht es auch großen Spaß und der Trainer ist sehr ehrgeizig. Zudem hat der Verein nicht nur infrastrukturell, sondern auch sportlich gezeigt, dass er sich weiterentwickelt hat. Ich glaube, dass der Prozess noch nicht zu Ende ist.“  

HD24: Sie sind einer der dienstältesten Spieler beim SVS. Sehen Sie sich selbst als Führungsspieler?

Linsmayer: „Ich sehe mich eigentlich schon seit mehreren Jahren als Führungsspieler. Ich brauche jetzt dafür aber nicht die Binde am Arm. Man kann auch über andere Wege zeigen, dass man ein Führungsspieler ist.“

HD24: Mit Manuel Stiefler hat ein guter Freund von Ihnen den Verein verlassen. Wie haben Sie darauf reagiert?

Linsmayer: „Wir haben uns oft ausgetauscht und ich habe bis zuletzt gehofft, dass er und der Verein zusammenfinden und es doch weitergeht. Wir haben in den letzten Jahren eine enge Freundschaft aufgebaut, was in diesem schnelllebigen und oftmals auch oberflächlichen Fußball-Geschäft nicht selbstverständlich ist. Deshalb tat mir das natürlich sehr leid, aber ich freue mich auch extrem für ihn, dass der Wechsel zum Karlsruher SC geklappt hat. Ich drücke die Daumen, dass sie eine gute Runde spielen.

HD24: Mit dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln sind zwei Hochkaräter abgestiegen. Wie schätzen Sie die Stärke der Liga in dieser Saison ein?

Linsmayer: „Mit Hamburg und Köln sind natürlich zwei absolute Traditionsvereine runtergekommen. Wir haben auch letztes Jahr gesehen, wie verrückt die Liga sein kann. Das wird ein Hauen und Stechen. Unser Ziel ist es jetzt erstmal, gut in die Saison zu starten. Ich bin felsenfest überzeugt davon, dass wir die Qualität besitzen, wieder eine sorgenfreie Runde zu spielen.

HD24: Wie haben Sie den Hype um Rurik Gislason erlebt?

Linsmayer: „Wir haben schon im Vorfeld über die WM gesprochen, jeder Fußballer träumt schließlich davon, sein Land bei der WM zu vertreten. Wir haben es ihm vom Herzen gegönnt, weil er einfach ein super Typ ist. Über den Hype bei Instagram sind wir genauso überrascht gewesen wie er. Er scheint es den Frauen in Südamerika angetan zu haben (lacht).

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nwo

Quelle: Mannheim24

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