Nach Sieg gegen Dresden

SVS trägt mehr und mehr Kocaks Handschrift

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Andrew Wooten (li.) bejubelt den Treffer zum 1:0.

Sandhausen – Der SV Sandhausen kommt langsam in Fahrt. Nachdem zu Saisonbeginn die Punkte gefehlt haben, stimmen bei den Badenern Leistung und Ertrag mehr und mehr überein.

Die erste Halbzeit gegen Dynamo Dresden ist wohl die bislang beste Saisonleistung des SV Sandhausen gewesen. Leidenschaftlich hat sich das Team von Kenan Kocak zahlreiche Torchancen erspielt und ist bereits früh mit 2:0 in Führung gegangen (>>> Zum Spielbericht).

„Ich muss der Mannschaft ein riesen Kompliment machen, wie sie das Spiel angenommen hat und das umgesetzt hat, was wir uns vorgenommen haben. Von der Mentalität, Leidenschaft und vom Willen her hat sie das heute hier fantastisch gemacht“, lobt Kocak seine Spieler.

Spieler schwärmen 

„Wir haben Dresden vorher gut analysiert und haben das in der ersten Halbzeit taktisch hervorragend gespielt“, sagt Tim Kister, Torschütze zum 2:0, nach der Partie. Dem Innenverteidiger kommt die offensivere Spielweise entgegen: „Es ist auch für uns Innenverteidiger schön, wenn wir mehr am Spiel teilnehmen dürfen und mehr in den Spielaufbau eingebunden werden.“

Fotos vom SVS-Heimsieg gegen Dynamo Dresden

Für Andrew Wooten ist die Partie von ganz besonderer Bedeutung gewesen. Der einmalige US-amerikanische Nationalspieler hat an seinem 27. Geburtstag seinen dritten Saisontreffer erzielt und präsentiert sich seit Wochen in ansteigender Form. „Heimspiel, Geburtstag, 2:0 gewonnen - was will man mehr?“, freut sich der Angreifer, der in den vergangenen zwölf Monaten eine lange Durststrecke durchgemacht hat.

Auffällig: Auch Wooten hebt den Spielstil, den Kenan Kocak beim SVS eingeführt hat, positiv hervor: „Die offensivere Spielweise kommt mir entgegen. Der Trainer will auch, dass wir mehr nach hinten arbeiten - das klappt im Moment ganz gut. Wir erspielen uns viele Chancen, die wir aber auch noch konsequenter nutzen müssen.“

Knaller Schlüsselspieler der zweiten Halbzeit

Einziger Makel ist die zweite Halbzeit, in der Sandhausen das spielerische Niveau nicht halten konnte. Ein überragender Marco Knaller verhinderte mit seinen Paraden, dass Dresden noch einmal zurückkommt. „Wir haben nicht an die erste Halbzeit angeknüpft und hätten da konsequenter sein müssen“, mahnt Kocak. 

In der zweiten Halbzeit hätten wir dominanter spielen müssen“, gesteht Andrew Wooten. „Marco Knaller hat uns zweimal den Allerwertesten gerettet“, resümiert Tim Kister.

Unterm Strich bleibt der Eindruck, dass der SV Sandhausen einen weiteren Schritt nach vorne gemacht hat, wie auch Präsident Jürgen Machmeier nach der Partie feststellt: „Die erste Halbzeit war richtig gut. Man sieht eine Entwicklung, jede Woche geht es einen Schritt nach vorne.“ Der spielerische Aufwärtstrend am Hardtwald macht jedenfalls deutlich, wie Kenan Kocak den SVS künftig ausrichten will.

Ob in Bochum der nächste Schritt in der Entwicklung gelingt, wird sich erst nach der Länderspielpause zeigen. Zuvor bestreiten die Sandhäuser noch ein Testspiel gegen Eintracht Frankfurt (Freitag, 7. Oktober, 18 Uhr, Hardtwaldstadion).

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nwo

Quelle: Mannheim24

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