Gudjon Sigurdsson 

‚Goggi‘ wirft Löwen zum Sieg gegen Bergischen HC

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Avancierte mit seinen sieben Treffern zum Matchwinner: Rhein-Neckar-Löwe Gudjon Sigurdsson.

Wuppertal - Die Löwen eilen weiter von Sieg zu Sieg. Gegen Außenseiter BHC wird der deutsche Meister seiner Favoritenrolle gerecht und gewinnt 24:26 (12:17). Vor allem Gudjon ‚Goggi‘ Sigurdsson macht den Rheinländern dabei das Leben schwer.

Der Lauf der Löwen findet auch in Wuppertal kein Ende. Gegen den Bergischen HC gibt sich das Team von Headcoach Nicolaj Jacobsen keine Blöße und fährt den sechsten Sieg in Folge ein.

Dabei sind es die Hausherren, die den besseren Start in die Partie erwischen. Nach einer schnellen 2:0-Führung gelingt den Gelbhemden durch Alexander Petersson erst nach fünf Minuten der erste Treffer. 

Nach etwas müdem Start kommen die Gäste jetzt besser ins Spiel, aber der BHC hat immer wieder eine passende Antwort und kann die knappe Führung zunächst halten.

Sigurdsson läuft heiß

Dann legt Linksaußen Gudjon Sigurdsson aber los wie die Feuerwehr und schießt den amtierenden deutschen Meister nach 15 Minuten beim 7:8 quasi im Alleingang in Führung – die erste des Spiels!

Die Hausherren finden keine Antwort auf den isländischen Linksaußen. BHC-Coach Sebastian Hinze, der vor der Partie ordentlich Selbstbewusstsein an den Tag legte, reagiert mit einer Auszeit.

Die nutzen die Gäste aber besser und knüpfen an die Leistung der letzten Minuten an. Jetzt steht die Abwehr auch immer besser – die Löwen sind endgültig in der Partie angekommen. Und der BHC? Nimmt die nächste Auszeit.

Bringt aber alles nichts. Vor allem ‚Goggi‘, wie Rückkehrer Sigurdsson liebevoll von den Fans genannt wird, macht da weiter, wo er aufgehört hat, und legt neben einem tollen Anspiel auf Gedeón Guardiola (11:14) auch selbst doppelt nach.

Groeztki und Schmid erhöhen schließlich zum 17:12 Halbzeitstand.

Im zweiten Abschnitt halten die Löwen den BHC auf Distanz, auch wenn ein weiteres Absetzen nicht gelingt. 

Wie schon jüngst in der Champions-League-Partie gegen RK Zagreb, machen Andy Schmid und Co. die Partie kurz vor Schluss dann aber doch nochmal unnötig knapp.

Drei Minuten vor Schluss werfen die Rheinländer das dritte Tor in Folge und können auf 23:25 verkürzen. Das Team von Sebastian Hinze wittert nun die große Chance.

Aber der Isländer Gudjon Sigurdsson - wer auch sonst? - macht den Hausherren mit seinem Treffer zum 23:26 einen Strich durch die Rechnung. Die hauen zwar noch einen schnellen Anschlusstreffer raus, aber am Ende bleibt es beim 24:26 – die Löwen fahren die nächsten zwei Punkte ein.

Wichtig: Der THW Kiel hat das Spitzenspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt in eigener Halle mit 24:23 (11:14) gewonnen und dem bisherigen Tabellenführer die erste Niederlage der Saison zugefügt. Der Rekordmeister aus dem Norden hat sich damit den ersten Platz zurückerkämpft, hat allerdings aktuell ein Spiel mehr auf dem Konto als die Rhein-Neckar Löwen.

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Am kommenden Sonntag, 20. November geht es vor heimischem Publikum in der SAP Arena gegen die Füchse Berlin. Anwurf ist um 15 Uhr.

rob

Quelle: Mannheim24

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