Umzug in die SAP Arena?

Eulen Ludwigshafen ab Dezember ohne Halle – Löwen wollen helfen

Ziehen die Eulen Ludwigshafen in die SAP Arena um?
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Ziehen die Eulen Ludwigshafen in die SAP Arena um?

Ab Dezember haben die Eulen Ludwigshafen in der eigenen Stadt keine Handball-Heimat mehr. In der Friedrich-Ebert-Halle soll ein Impfzentrum entstehen. Die Rhein-Neckar Löwen wollen helfen:

Update vom 23. November: Die Stadt hat eine Lösung gefunden, wie die Eberthalle in Ludwigshafen gleichzeitig als Corona-Impfzentrum und als Spielstätte für die Eulen Ludwigshafen funktionieren kann. „Wir sind erst einmal erleichtert, dass die drei Spiele gegen die Füchse Berlin am 12. Dezember, gegen Flensburg am 19. Dezember und gegen MT Melsungen am 26. Dezember stattfinden können“, sagte Eulen-Geschäftsführerin Lisa Heßler am Montag.

Eulen Ludwigshafen ab Dezember ohne Halle – Rhein-Neckar-Löwen wollen helfen

Nach dem kurzfristigen Hallenentzug zugunsten eines Impfzentrums fühlen sich die Eulen Ludwigshafen heimatlos und hilflos. Geschäftsführerin Lisa Heßler wählt drastische Worte, um ihre Enttäuschung auszudrücken. „Es sind nun Fragen über Fragen, die ich nicht beantworten kann. Es fühlt sich bildlich gesprochen danach an, von heute auf morgen das Dach über dem Kopf zu verlieren“, schreibt sie in einem offenen Brief am Freitag. Weil in der Friedrich-Ebert-Halle ab 1. Dezember ein Impfzentrum in der Corona-Krise entstehen soll, steht dem Bundesligisten keine Heimspielhalle mehr zur Verfügung.

VereinEulen Ludwigshafen
CheftrainerBenjamin Matschke
HeimspielstätteFriedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen
Kapazität2. 500 Plätze

Impfzentrum statt Handball: Eulen Ludwigshafen ab Dezember ohne Halle

„Ich möchte ganz klar betonen, und da gibt es in meinen Augen auch keine zwei Meinungen, dass Gesundheit unser aller oberstes Gut ist und wir als Club eine besondere gesellschaftliche Verantwortung dafür tragen“, sagt Heßler. Man könne dieser Verantwortung aber nur gerecht werden, „wenn auch die Eulen Ludwigshafen diese Pandemie überstehen“. Daran scheinen sich die Zweifel nun zu mehren: Nach einem Liga-Abbruch im Frühjahr und Geisterspielen in dieser Saison ist der ganz kurzfristige Auszug aus der Handball-Heimat für die Eulen bereits der dritte heftige Rückschlag.

Die Stadt hatte am Dienstag den Verein informiert und schon am  Donnerstag mitgeteilt, wie es mit der Halle der Eulen weitergehe. Der November-Spielbetrieb könne noch stattfinden, danach werden in der Halle die Impfungen gegen das Coronavirus „an erster Stelle“ stehen, wie Kämmerer Andreas Schwarz zitiert worden ist. „Es ist uns ausgesprochen schwergefallen, die Entscheidung so zu treffen, weil wir wissen, wie sehr wir die Eulen damit treffen, da keine vergleichbare Spielstätte in Ludwigshafen vorhanden ist.“ Vom Klub heißt es, man sei „ohne Vorwarnung und Vorahnung“ sowie „ohne jeglichen Ansatzpunkt“ für eine alternative Heimspielstätte überrascht worden.

Eulen Ludwigshafen ab 1. Dezember ohne Halle – Rhein-Neckar Löwen wollen helfen

Die Notlösung könnte nun womöglich zehn Kilometer entfernt und auf der anderen Rhein-Seite in Mannheim liegen. Dort befindet sich die SAP Arena, in der Ligarivale Rhein-Neckar Löwen seine Heimspiele bestreitet. „Wir versuchen zu helfen. Ich habe mit Lisa gesprochen, und ich leide da auch ein Stück weit mit ihr“, sagt Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann der dpa. Sie könne eine Entscheidung über Eulen-Heimspiele in Mannheim aber nicht treffen, stellte Kettemann klar. „Das müssten Lisa und die Arena-Betreiber auch untereinander besprechen.“(dpa)

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