Champions-League-Match in Frankfurt

Zitterpartie: Löwen ohne Glanz zum Sieg gegen Zagreb

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Puh, das ist gerade nochmal gut gegangen für Nicolas Jacobsen und seine Rhein-Neckar Löwen.

Frankfurt - Beim 25:24-Sieg gegen RK Zagreb werden die Löwen ihrer Favoritenrolle zwar gerecht, überzeugend war der Auftritt gegen den Außenseiter aber nicht. Am Ende wird der Sieg sogar fast noch aus der Hand gegeben.

Vor der Partie warnte Oli Roggisch noch davor, den Tabellenletzten aus Zagreb in der Gruppe B der Champions League zu unterschätzen. Am Donnerstagabend zeigt sich auch, warum. 

In der Frankfurter Fraport Arena starten die Löwen mit einer offensiven Deckung, mit der die Gäste zunächst gar nicht klarkommen. Nach Toren von Steinhäuser und Petersson gelingt dem kroatischen Rekordmeister erst in der neunten Minute der erste Treffer.

Aber der amtierende Deutsche Meister kann die schwache Offensive des RK nicht für sich nutzen und tut sich vorne selbst schwer. Immer wieder scheitern Andy Schmid und Co. an Zagreb-Keeper Ivan Stovanovic, lassen auch ein frühes Überzahlspiel ungenutzt.

Im Gegenzug bleibt aber auch das Spiel der Gäste zu undynamisch, die entscheidenden Akzente bleiben aus. Andreas Palicka, der für Stammkeeper Mikael Appelgren im Tor startet, macht ein starkes Spiel und hält die Kroaten zusätzlich auf Distanz. Zwar können sich die Löwen im letzten Abschnitt der ersten Hälfte zwischenzeitlich auf fünf Tore absetzen (11:6, 25.), insgesamt werden aber dennoch zu viele Chancen liegen gelassen, um sich ein sicheres Polster für die zweite Hälfte zu verschaffen. 

Mit einem 14:10-Halbzeitstand geht es in die Kabine.

Löwen verspielen Sieg fast in zweiter Hälfte

Auch im zweiten Spielabschnitt können die Löwen nicht an die starke Performance gegen den Champions-League-Sieger aus Kielce anknüpfen. Außer Marius Steinhauser, der mit seinen sieben Treffern bei perfekter Quote zum besten Spieler avancierte, kann kein Löwe die volle Leistung abrufen. 

Der knappe Vorsprung wird verwaltet, gute Chancen werden wie schon im ersten Abschnitt immer weniger genutzt.

Es kommt, wie es kommen muss: Mit dem Treffer zum 24:22 verkürzen die Gäste erstmals seit der 36. Minute wieder auf zwei Tore. Im Gegenzug antwortet ‚Steini‘ zwar von außen, doch die Kroaten legen direkt nach.

Nach Ballverlust von Kapitän Andy Schmid steht die Löwen-Kiste leer. Du Rietzs Fingerspitzen kratzen zwar an dem langen Ball, doch dadurch wird die Kugel unglücklich abgelenkt, Löwen-Keeper Appelgren auf dem falschen Fuß erwischt. 25:24!

Vorne dann erneut ein Fehler der Löwen. Mit 20 Sekunden auf der Uhr haben die Kroaten den Ausgleich in der Hand. Ein letzter Freiwurf von Igor Vori bleibt dann aber zum Glück für die Löwen in der Mauer hängen. Aufatmen beim Deutschen Meister.

Am Ende machen die Gelbhemden in einer zähen Partie gegen einfallslose Kroaten die Tabellenführung in der Gruppe B der Champions League zwar verdient klar, mit Ruhm bekleckert hat sich das Team von Cheftrainer Nicolas Jacobsen dabei aber nicht.

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Bereits am Sonntag, 13. November, müssen die Löwen wieder ran. Nach zweiwöchiger Pause in der Bundesliga wartet in Wuppertal der Bergische HC. Anwurf ist um 17:15 Uhr.

Die bisherigen Champions-League-Spiele der Löwen:

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rob

Quelle: Mannheim24

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