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Bundesliga-Hammer! Berater bietet BVB Cristiano Ronaldo an - doch ein 17-Jähriger hat was dagegen

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Cristiano Ronaldo und Borussia Dortmund? Mehrere Medien berichten, dass sich der Superstar dem BVB anbietet. Ein Transfer ist dennoch unwahrscheinlich. Auch wegen eines Top-Talents.

Update vom 18. August, 18.45 Uhr: Cristiano Ronaldo als Spieler von Borussia Dortmund? Was vor Jahren noch undenkbar schien, soll zumindest für den portugiesischen Weltstar selbst und dessen Spielerberater Jorge Mendes ein durchaus vorstellbares Szenario sein.

Nach einer verkorksten Saison 2021/22, in der der englische Rekordmeister gerade mal den sechsten Platz der Premier League belegte, arbeitete der 37-Jährige bislang vergeblich auf einen Wechsel hin. Dabei galt Manchester United stets als seine „alte Liebe“.

Cristiano Ronaldo: Von Manchester United zu Borussia Dortmund?

Doch: Der Klub entspricht offenbar nicht mehr den gestiegenen Anforderungen des Europameisters von 2016, der sich, aller Fitness zum Trotz, im Herbst seiner einmaligen Karriere befindet. In der Champions League hatte der Stürmer in der Vorsaison sechs Tore in sieben Spielen für die Engländer erzielt - dennoch scheiterten die „Red Devils“ schon im Achtelfinale an Atlético Madrid (1:1, 0:1). Mit Paul Pogba (zu Juventus Turin) verließ im Sommer zudem ein Fußball-Weltmeister den Klub. ManUnited ist dagegen in dieser Spielzeit in der Königsklasse gar nicht dabei.

Dreimal englischer Meister mit Manchester United: Cristiano Ronaldo. Doch es läuft nicht mehr.
Dreimal englischer Meister mit Manchester United: Cristiano Ronaldo. Doch es läuft nicht mehr. © IMAGO/Martin Rickett

National hatte Ronaldo in der Vorsaison in 30 Liga-Spielen immerhin 18 Tore erzielt und drei weitere Treffer vorbereitet. Doch: In diesem August muss er einen historisch schlechten Saisonstart seiner Mannschaft miterleben. Nach einem 1:2 gegen Brighton & Hove Albion und einem 0:4 beim FC Brentford ist Manchester United tatsächlich Tabellenletzter. Bei den Londoner Vorstädtern stand es sogar schon nach 35 Minuten 0:4. Will sich „CR7“ der Krise seines Arbeitgebers nicht stellen? Und das trotz alter Verbundenheit samt den Meisterschaften 2007, 2008 und 2009?

Cristiano Ronaldo: Unzufrieden bei Manchester United - ein Thema beim BVB?

Die Medienberichte, wonach er sich offensiv dem BVB anbietet, mehren sich zumindest. Zuerst hatte die spanische Sporttageszeitung AS darüber geschrieben. Jetzt berichtet auch CBS Sports aus den USA davon und verweist auf angebliche Quellen, die dem Superstar sehr nahestünden. Parallel schreibt die Bild, dass Berater Mendes bereits seinen Schützling den Westfalen angeboten habe. Demnach soll es ihn reizen, in seiner Karriere auch noch in der Bundesliga Spiele zu bestreiten. Kommt es dazu?

Viel spricht dagegen. Erstens: Das Gehalt von „CR7“, das er angeblich in Manchester kassieren soll. Konkret: Ronaldo soll laut Bild 29 Millionen Euro netto kassieren. Und das könnte sich der BVB niemals leisten, selbst wenn der portugiesische Nationalspieler Abstriche machen würde. Zur Einordnung: Kapitän Marco Reus soll mit zwölf Millionen Euro brutto jährlich der Topverdiener der Westfalen sein. Zweitens: Mit 37 Jahren passt der Superstar nicht in die Philosophie, auf junge Top-Talente wie Nico Schlotterbeck, Jude Bellingham oder Jamie Bynoe-Gittens zu setzen.

Sturmhoffnung des BVB: Youssoufa Moukoko (Mi.).
Sturmhoffnung des BVB: Youssoufa Moukoko (Mi.). © IMAGO / Sportfoto Rudel

Cristiano Ronaldo: Aus einem Transfer nach Dortmund wird wohl nichts - auch wegen Youssoufa Moukoko

Und drittens: Genau eines dieser Supertalente dürfte etwas gegen einen solchen Transfer haben. Denn: Zuletzt konnten die BVB-Verantwortlichen um den neuen Sportdirektor Sebastian Kehl den erst 17-jährigen, aber hoch veranlagten Stürmer Youssoufa Moukoko nur mit der Aussicht auf mehr Einsatzzeiten zu einem Verbleib überreden.

Nach der Hodenkrebs-Diagnose bei Sebastien Haller setzten sie ihm prompt Mittelstürmer Anthony Modeste vor. So spektakulär eine Verpflichtung von Cristiano Ronaldo deshalb auch wäre, sie würde wohl den Frieden in der Kabine im Pott gefährden.

Cristiano Ronaldo will weg: Weltstar möchte nicht mehr für Manchester United spielen

Erstmeldung vom 18. August: Manchester - Während der gesamten Sommer-Transferperiode versuchte Cristiano Ronaldo vergeblich, seinen aktuellen Klub Manchester United mit allen Mitteln zu verlassen. Der portugiesische Superstar wusste bereits, dass die Saison mit dem englischen Traditionsklub alles andere als angenehm wird, zumal sich die Red Devils in der Vorsaison nicht einmal für die Champions League qualifizierten.

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt versucht der 37-Jährige nun offenbar einmal mehr, seinen Wechsel zu forcieren. Ein deutscher Verein ist dabei Berichten zufolge in der Auswahl.

Cristiano Ronaldo in die Bundesliga oder nach Portugal? Spanische Zeitung mit wildem Transfergerücht

Während des Sommers versuchte Ronaldos Berater Jorge Mendes seinen Klienten zu einem europäischen Spitzenklub zu lotsen, allerdings ohne Erfolg. Der Portugiese hat seinen Landsmann auch dem FC Bayern angeboten, allerdings entschied sich die Führungsriege der Münchner klar gegen eine Verpflichtung von CR7 . Wie die spanische Sporttageszeitung AS schreibt, ist ein Bundesliga-Wechsel der langjährigen Real-Madrid-Ikone wieder im Rahmen des Möglichen.

Cristiano Ronaldo und Manchester United belegen nach zwei Spieltagen den letzten Platz in der Premier League.
Cristiano Ronaldo und Manchester United belegen nach zwei Spieltagen den letzten Platz in der Premier League. © Mark Paini/imago

Wie die Spanier berichten, soll es nur noch zwei Optionen für einen Wechsel in der laufenden Transferperiode geben. So soll eine Rückkehr zu Ronaldos Jugendklub Sporting Lissabon im Raum stehen, dem Klub, bei dem Ronaldo zum Profi wurde. Die zweite Möglichkeit wäre ein Transfer nach Deutschland, der Bericht nennt konkret Borussia Dortmund als potenziellen Abnehmer. Dem Artikel zufolge soll es bereits Kontakt zwischen der Spielerseite und den Schwarz-Gelben gegeben haben, eine explizite Quelle dazu wird jedoch nicht genannt.

Borussia Dortmund holte erst Anthony Modeste - zwei weitere Optionen für Cristiano Ronaldo?

Der Transfer würde für den BVB nur bedingt Sinn ergeben. Denn nach der schockierenden Krebsdiagnose des neuen Stürmers Sébastien Haller verpflichteten die Dortmunder bereits mit dem 34 Jahre alten Anthony Modeste einen Routinier als Ersatz für den Angriff. Das Budget für diesen Sommer sollte somit eigentlich aufgebraucht sein. Ein Transfer wäre angesichts Ronaldos Vertragsdauer bis Sommer 2023 mit einer Ablöse verbunden. Hinzu käme das hohe Gehalt für einen betagten Starspieler, wirtschaftlich gesehen wäre der Transfer wohl nicht profitabel.

Dem Sportsender Sky zufolge soll es nicht nur zwei Wechseloptionen für den Rekordnationalspieler Portugals geben. In seiner alten Heimat Madrid weckt er angeblich noch das Interesse seines ehemaligen Stadtrivalen Atlético Madrid und auch in England soll mit dem FC Chelsea einer der Spitzenklubs noch auf eine Verpflichtung schielen. Bei Manchester United sieht sich Ronaldo aber nicht mehr. (ajr)

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