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Max Kruse schießt gegen Flick und DFB: „Es ist seit Jahren so und ändert sich auch jetzt nicht“

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Von: Momir Takac

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Max Kruse kritisierte den DFB und Bundestrainer Hansi Flick.
Max Kruse kritisierte den DFB und Bundestrainer Hansi Flick. © IMAGO/Guenter Schiffmann

Max Kruse hat den DFB und Bundestrainer Flick scharf kritisiert. Der frühere Nationalspieler beklagt das Fehlen des Leistungsprinzips.

München - Max Kruse ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Dafür wird er von vielen Fans geliebt. Weil er spielerische Klasse besitzt, aber auch abseits des Platzes für Schlagzeilen sorgt, nannte der Spiegel Kruse in einem Artikel einmal „den letzten Typen“. In seinem Podcast äußerte er sich jetzt gewohnt scharf über den DFB, Bundestrainer Hansi Flick und die WM 2022.

Was sich Kruse, der kürzlich seinen Vertrag mit dem VfL Wolfsburg aufgelöst hatte, nun erlaubte, ist sicher kein Skandal, in der Deutlichkeit aber typisch Kruse. Der 34-Jährige kritisierte, dass es bei der deutschen Nationalmannschaft bereits seit Langem kein Leistungsprinzip gilt. „Es ist seit Jahren so und ändert sich auch jetzt nicht. Da spielt eher weniger eine Rolle, ob du gerade im Saft bist oder nicht, sondern eher die Vita, die du in der Nationalmannschaft hast“, sagte Kruse in seinem Podcast Der beste WM-Podcast mit dem Comedian Oliver Pocher.

WM 2022: Max Kruse fordert Niclas Füllkrug gegen Costa Rica in der Startelf

Als Beispiel nannte Kruse den Bremer Niclas Füllkrug sowie Mario Götze von Eintracht Frankfurt, deren Nominierung in den WM-Kader des DFB eher überraschend war. Beide hätten in ihren Vereinen in dieser Saison sehr starke Leistungen gezeigt, sagte Kruse, in der Nationalmannschaft kämen sie aber zu wenig zum Zug. Während Füllkrug zumindest zweimal eingewechselt wurde und gegen Spanien das 1:1 für Deutschland erzielte, kommt Götze auf gerade einmal elf Minuten gegen Japan.

Gerade Füllkrug sollte seiner Ansicht nach mehr Spielzeit erhalten. (Spielplan zur WM 2022) Kruse plädierte gar dafür, Füllkrug im entscheidenden WM-Gruppenspiel gegen Costa Rica von Anfang an zu bringen. „Wenn nicht jetzt, wann dann? Das ist meine Meinung“, sagte der Ex-Wolfsburger. Füllkrug in der Startelf wünschen sich auch Oliver Bierhoff und Jürgen Klinsmann. (mt)

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