"Einfach den Ball..."

Irrer Vorschlag: So will Jonjoe Kenny von Schalke 04 die Einwurf-Regel revolutionieren

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Schalke-Verteidiger Jonjoe Kenny hält den Einwurf im Fußball für überholt.

Jonjoe Kenny vom FC Schalke 04 möchte den Einwurf im Fußball revolutionieren. Die bisherige Regel hält der S04-Verteidiger für ausbaufähig.

  • Jonjoe Kenny ist kein Freund der Einwurf-Regel.
  • Der Verteidiger von Schalke 04 verrät, wie er die Regel am liebsten verändern würden.
  • Dass sein kurioser Vorschlag umgesetzt wird, darf bezweifelt werden.

Gelsenkirchen - Als Rechtsverteidiger ist Jonjoe Kenny (23) beim FC Schalke 04 in der Regel für die Einwürfe von der rechten Seitenauslinie verantwortlich. Mit dem dafür vorgesehenen Regelwerk ist der Engländer offenbar nur bedingt glücklich - am liebsten würde er es revolutionieren.

Jonjoe Kenny: Rechtsverteidiger von Schalke 04 will die Einwurf-Regel revolutionieren

Von den Regelmachern wurde der Einwurf einst für die Spielfortsetzung festgelegt, wenn der Ball in der Luft oder am Boden vollständig die Seitenauslinie überschreitet. Auszuführen ist er qua Regelwerk wie folgt: Der einwerfende Spieler muss...

  • ... das Gesicht dem Spielfeld zuwenden,
  • ... mit einem Teil jedes Fußes entweder den Boden außerhalb des Spielfeldes oder die Seitenlinie berühren,
  • ... den Ball mit beiden Händen halten,
  • ... den Ball von hinten über seinen Kopf werfen,
  • ... den Ball dort einwerfen, wo er das Spielfeld verlassen hat.

Kein Einwurf: S04-Verteidiger Jonjoe Kenny will den Ball lieber schießen

Jonjoe Kenny, der beim FC Schalke 04* seinen zumindest passablen Einwurf schon ein ums andere Mal unter Beweis stellen durfte, würde an dieser Regel am liebsten ansetzen. Das verrät der 23-Jährige in der Rubrik "Nachspielzeit" des Vereinsmagazins Schalker Kreisel.

Wird Schalke-Coach David Wagner (l.) seinem Schützling Jonjoe Kenny den Ball zum Einwurf künftig vorlegen statt zuwerfen?

Auf die Frage, welche Fußballregel er gerne abschaffen würde, antwortet die Leihgabe vom FC Everton: "Wir sollten an der Einwurf-Regel arbeiten. Einfach den Ball auf die Linie legen und schießen statt zu werfen - das würde mir sehr entgegenkommen."

Dass die Regelhüter in naher Zukunft die Einwurf-Regel à la Jonjoe Kenny umsetzen werden, darf bezweifelt werden. Noch mehr darf bezweifelt werden, dass der Außenverteidiger eine Anpassung des Regelwerks noch als Spieler von Schalke 04 miterleben wird.

FC Schalke 04: Zukunft von Jonjoe Kenny beim S04 ungewiss

Zwar hofft der S04, dass Jonjoe Kenny über die Saison hinaus dem FC Schalke 04 erhalten bleibt*. Allerdings liegt das Heft des Handelns in den Händen seines Heimatklubs FC Everton, wo der 23-Jährige noch einen gültigen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 besitzt.

Video: Schalkes Jonjoe Kenny: "Lahm war mein Vorbild"

Für einen Transfer müssten die "Knappen" tief in die Tasche greifen. Transfermarkt.de beziffert den Marktwert des früheren U21-Nationalspielers auf satte 12 Millionen Euro. Viel Geld für Schalke, das im Geschäftsjahr 2019 ein (wenn auch laut Finanzvorstand Peter Peters geplantes) zweistelliges Millionen-Minus erwirtschaftet* hat.

Möglicherweise könnte der S04 bei Jonjoe Kenny, dem vier Dinge besonders wichtig sind, von einem Domino-Effekt auf dem Transfermarkt profitieren. Denn beim FC Everton hat sich Djibril Sidibé (27) auf der Position des rechten Verteidigers in der laufenden Saison fest gespielt.

Jonjoe Kenny: Hängt ein Verbleib bei Schalke 04 von der AS Monaco ab?

Allerdings haben die "Toffees" den 27-jährigen Franzosen ihrerseits ebenfalls nur bis Saisonende von der AS Monaco ausgeliehen. Gelingt dem FC Everton eine feste Verpflichtung von Djibril Sidibé, könnten die Engländer im Gegenzug bei etwaigen Transferverhandlungen mit Schalke 04 um Jonjoe Kenny zu größeren Zugeständnissen bereit sein.

Reichlich Konjunktiv steht einem permanenten Wechsel des Engländers zu Königsblau noch im Weg. Angesichts der noch unklaren Auswirkungen des Coronavirus auf den Profifußball wird dieser Konjunktiv in den kommenden Wochen und Monaten wohl noch größer.

cke
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