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„Große Unterstützung“ in schweren Zeiten: Mick Schumacher überrascht Schwester Gina

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Von: Vinzent Fischer

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Mick Schumacher hat seiner Schwester Gina eine emotionale Botschaft gewidmet. Der Formel-1-Pilot wird einen speziell lackierten Helm tragen.

Austin - Mick Schumacher macht aktuell harte Zeiten durch. Vor dem ersten der vier verbleibenden Rennen in der laufenden Saison steigt der Druck auf den Formel-1-Piloten. Die letzten Personalentscheidungen für das kommende Jahr fallen, und damit bleiben Schumacher nur noch zwei Optionen. Eine Vertragsverlängerung bei Haas ist weiter möglich, doch zuletzt hatte Teambesitzer Gene Haas aufhorchen lassen.

„Er hat uns ein Vermögen gekostet“: Teambesitzer Gene Haas kritisiert Formel-1-Pilot Mick Schumacher

„Wenn er bei uns bleiben will, muss er uns zeigen, dass er noch punkten kann. Darauf warten wir“, hatte er jüngst gegenüber The Associated Press betont und Schumacher scharf kritisiert: „Ich denke, Mick hat viel Potenzial, aber Sie müssen verstehen, dass er uns ein Vermögen kostet und viele Autos zerstört hat, die uns viel Geld gekostet haben, das wir einfach nicht haben.“

Ausgerechnet Nico Hülkenberg soll Schumacher nun das Haas-Cockpit streitig machen. In den letzten vier Rennen steht der 23-Jährige also gehörig unter Zugzwang, wenn er seinen Platz in der Formel 1 behaupten will. Worauf sich der Sohn von Michael Schumacher allerdings verlassen kann, ist der Zusammenhalt in der Familie.

Mick Schumacher dankt Schwester Gina für Unterstützung mit spezieller Helm-Lackierung

Als Dank für den Support hat Mick seiner Schwester Gina Schumacher eine besondere Geste gewidmet. Die Lackierung seines Helms für den Großen Preis der USA in Austin (Sonntag, 21.00 Uhr) ist eine Hommage an die 25-Jährige, die seit Jahren im Reining, einer Disziplin im Westernreiten, aktiv ist. „Es ist eine Überraschung für sie, ich hoffe, ihr gefällt es. Sie ist mir immer eine große Unterstützung“, sagte Schumacher in einem Video bei Instagram.

„Sie ist elfmalige Europameisterin, viermalige Weltmeisterin, eine Millionen-Dollar-Reiterin“, lobte der „stolze kleine Bruder“ Mick seine Schwester. Als Dank zieren nun auch Bilder der zwei Jahre älteren Schwester beim Reining den Helm, den der 23 Jahre alte Formel-1-Pilot an diesem Wochenende beim Großen Preis der USA in Austin tragen wird.

Vor dem Rennen hat sich Schumacher ein klares Ziel gesetzt: „Ich gebe mein Bestes. Hoffentlich kommen wir dieses Wochenende in die Punkte.“ Zuvor hatte er gelassen auf die Ansage von Gene Haas reagiert. „Gene ist mein Boss“, sagte Schumacher im Fahrerlager. „Er hat natürlich alles recht, seine Kommentare abzugeben.“

Neuer Titelsponsor: Formel-1-Team Haas setzt in Zukunft wohl auf amerikanischen Fahrer

Die Währung für eine Zukunft in der Formel 1 sind Punkte. Zwölf Zähler hat Schumacher in seiner zweiten Saison bislang eingefahren, erreichte die Top 10 allerdings nur in zwei Rennen. Insgesamt ist das zu wenig für das Team – an vielen Wochenenden war der Haas aber schlicht kein Auto für die Punkteränge. Und auch ansonsten lagen die Fehler nicht immer beim Fahrer. Zuletzt patzten wieder die Strategen, verspielten im Regen von Suzuka mögliche Punkte für Schumacher.

Mick Schumacher und seine Schwester Gina (hier bei der Verleihung des Reining-Weltmeistertitel 2017) sind eine eingeschworene Einheit.
Mick Schumacher und seine Schwester Gina (hier bei der Verleihung des Reining-Weltmeistertitel 2017) sind eine eingeschworene Einheit. © IMAGO / VISTAPRESS

Das jüngste Strategie-Debakel dürfte das Verhältnis zwischen Fahrer und Team nicht gestärkt haben. Fürsprecher bei Haas hat Schumacher dennoch. Ayao Komatsu etwa, der leitende Renningenieur des Teams, lobte den Deutschen vor dem Gastspiel in den USA. „Mick arbeitet sehr hart“, sagte Komatsu, der bei Schumacher einen „echten Fortschritt“ ausgemacht hat: „Das ist wirklich großartig.“

Mittelfristig dürfte Haas angesichts eines neuen US-Titelsponsors (MoneyGram, ab 2023) auf einen Fahrer aus den USA setzen. Das deutete Teamchef Günther Steiner an. „Wir hätten gerne einen amerikanischen Fahrer. Die Zeit dafür wird kommen“, sagte Steiner.

Williams ist neben Haas die letzte Alternative für Mick Schumacher

Eine Alternative für Schumacher wäre Williams. Der Traditionsrennstall ist neben Haas das einzige Team mit einem nicht vergebenen Cockpit. Wer Nachfolger für Nicholas Latifi wird, ist noch offen. Schumacher gilt als Kandidat, ein anderer ist Formel-2-Pilot Logan Sargeant. Im ersten Training am Freitag können Schumacher und der US-Amerikaner ihre Kräfte auf der Strecke messen. Dann darf Sargeant bei seinem Heimrennen Daten für Williams sammeln. (vfi/sid/dpa)

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