Nach Larkin-Foul bei CHL-Aus

„Wie ein Mordversuch“ – Adler kämpfen gegen mediale Hetzjagd

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Die Szene, über die nach dem CHL-Aus der Adler alle reden: Hier der Moment des Hits durch Thomas Larkin gegen Brynäs‘ Paillé.

Mannheim/Gävle - Nach den Vorkommnissen beim CHL-Achtefinal-Rückspiel gegen Brynäs IF finden vor allem schwedische Medien drastische Worte, sogar von einem „Mordversuch“ ist die Rede. Nun beziehen die Adler Stellung!

Nach der 1:2-Niederlage am 7. November im Rückspiel des CHL-Achtelfinales gegen Brynäs IF war für die Adler Mannheim der internationale Wettbewerb beendet – doch darüber redete nach dem Spiel sowieso niemand mehr.

Grund: In den letzten Minuten des Matches kommt es zu unschönen Szenen auf dem Eis, trauriger Höhepunkt dabei ist ein brutaler Blind-Side-Hit durch Adler-Verteidiger Thomas Larkin gegen Daniel Paillé.

>>> Adler verlieren die Nerven! CHL-Aus gegen Brynäs

In der Folge spricht der Sportausschuss der Champions Hockey League mehrere Sperren gegen die Mannheimer aus, darunter - neben Larkin - auch gegen Niki Goc und Headcoach Sean Simpson (WIR BERICHTETEN). 

Es war nicht meine Absicht, einen Spieler zu verletzen. Ich wollte ursprünglich den scheibenführenden Spieler hinter dem Tor unter Druck setzen. Ich hoffe nun, dass Daniel bald wieder auf das Eis zurückkehren kann. An dieser Stelle möchte ich mich bei Daniel für die Vorkommnisse entschuldigen“, so die darauffolgende Entschuldigung Larkins.

Brynäs-Sportchef Stefan Bengtzen findet nach dem Vorfall drastische Worte: „Das war wie ein Mordversuch“, äußerte er sich gegenüber der Zeitung Aftonbladet.

Zu viel des Guten für die Adler-Verantwortlichen, die sich am Montag (13. November) mit einer Stellungnahme an die Öffentlichkeit wenden: „Nach den Vorkommnissen vor knapp einer Woche im Achtelfinal-Rückspiel der CHL nimmt die Hetzjagd auf die Adler Mannheim im Allgemeinen und auf Thomas Larkin im Speziellen kein Ende“, so die einleitenden Worte.

Der Begriff „Mordversuch“ unterstelle einer Person den Versuch, einen Menschen zu töten, ihm das Leben zu nehmen. Thomas Larkin sei in der Vergangenheit nie negativ aufgefallen und als fairer Sportler bekannt, weswegen von einer vorsätzlichen Handlung in keiner Weise die Rede sein könne, heißt es weiter.

Wir weisen diese Anschuldigungen weit von uns. Thomas hatte nicht die Absicht, seinen Gegenspieler zu töten. Diese Aussage ist eine große Unverschämtheit. In diesem Fall fällt die Wortwahl „Mordversuch“ in den Bereich der ‚üblen Nachrede‘. Das ist eine strafbare Handlung“, so Adler-Geschäftsführer Daniel Hopp.

Zweifelsohne war der Check von Thomas an Daniel Paille eine überharte Aktion, die von Seiten der CHL entsprechend bestraft wurde. Thomas hat sich auch bei seinem Gegenspieler entschuldigt. Doch die persönlichen Angriffe und Attacken der Brynäs-Verantwortlichen gegen unseren Spieler sind nicht mehr zu akzeptieren. Thomas ist Teil der Adler-Familie und die Clubführung wird ihn in allen Bereichen unterstützen und ihm zur Seite stehen.

Aber nicht nur Larkin, sondern auch Adler-Headcoach Sean Simpson geriet ins Fadenkreuz der schwedischen Medien. Der Grund: Im Anschluss an das Foul an Paillé zeigen die Kameras bei der Übertragung des Spiels einen grinsenden Simpson.

Wer sich die Szene noch einmal genauer anschaut, der wird unschwer erkennen, dass Simpsons Blick Richtung Tribüne geht und das Lächeln eine Reaktion auf die Beleidigungen und wilden Gesten der Fans ist“, heißt es in der Stellungnahme. 

Simpson äußerte sich wie folgt zu den Vorwürfen: „Wir wurden wüst beschimpft, nach uns sind Gegenstände geworfen worden. Ich würde niemals über eine Verletzung des Gegenspielers grinsen. Das ist unsportlich und hat im Eishockey nichts verloren.

Ein weiterer Vorwurf an die Adler lautet, sie hätten die abschließende Pressekonferenz mit den Medien verweigert. Der wahre Grund sei die Tatsache gewesen, dass lediglich ein Journalist vor Ort gewesen sei, der jedoch ausschließlich mit den Spielern von Brynäs habe sprechen wollen. „Deshalb hat die Venue Managerin von Infront entschieden, die Pressekonferenz mit den Coaches abzusagen.

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rob

Quelle: Mannheim24

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