Stewart zurück bei Adlern

Bill is back! Altes Gesicht soll für neuen Schwung sorgen

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Wird ab sofort wieder die Geschicke als Headcoach bei den Adler Mannheim übernehmen: Bill Stewart.

Mannheim – Der Umbruch ist da! Adler-Boss Daniel Hopp erklärt die radikale Entscheidung, die gesamte sportliche Führung zu entlassen – und stellt Bill Stewart als neuen Coach vor.

Die Adler-Fans haben unmissverständlich klar gemacht, was sie von der Situation rund um die Organisation ihres Vereins halten: Mit Plakaten wie „Das Management überdenken, nicht jedes Jahr das Geld verschwenden“ oder „In Mannheim läuft es nicht mehr rund, das sieht man am Zuschauerschwund“ hatten sie jüngst ihrem Ärger Luft gemacht.

Nach der Pleite bei Schlusslicht Straubing am vergangenen Sonntag (3. Dezember) folgte das Beben: Der Verein um Geschäftsführer Daniel Hopp fasste den radikalen Entschluss, mit Trainer Sean Simpson, Co-Trainer Colin Müller und Manager Teal Fowler die gesamte sportliche Führung zu entlassen (WIR BERICHTETEN).

Es liegt ein turbulenter Tag hinter uns allen, auch hinter mir“, verkündet Hopp bei der Pressekonferenz am Dienstagmorgen in der SAP Arena. Für den Geschäftsführer der Adler sei der Auftritt in Straubing der letzte Tropfen gewesen, der das Fass schließlich zum Überlaufen gebracht habe. Ausschlaggebend für vorab geführte Gespräche seien aber die schlechten Auftritte im direkten Anschluss an den Deutschland-Cup gewesen.

Ich habe zum Wohl unseres Clubs keinen anderen Schritt gesehen, als mit einer radikalen personellen Veränderung einen Neuanfang zu dokumentieren. Für mich steht das Wohl und die Zukunft des Vereins über einzelnen Personalien“, so Hopp weiter.

Adler-Geschäftsführer Daniel Hopp und der neue Headcoach Bill Stewart bei der Pressekonferenz in der SAP Arena.

Der Umbruch ist also da! Für die richtigen Impulse, die der Verein, der aktuell nur auf dem siebten Tabellenplatz (lediglich die besten sechs Teams der Hauptrunde kommen direkt in die Playoffs) rangiert, so bitter nötig hat, soll nun ein alter Bekannter sorgen: Mit Bill Stewart kehrt der Meistermacher der Saison 2000/01 zurück hinter die Adler-Bande!

Ich bin überzeugt, dass Bill die richtigen Hebel in Bewegung setzen wird, um die Saison auf einen erfolgreichen Weg zu führen“, so Hopp über den neuen alten Cheftrainer.

Team-Play und höherer Spielanteil als Schlüssel zum Erfolg

Vorerst bis zum Ende der Saison ist der 60-jährige Kanadier wie schon in den Jahren von 2000 bis 2004 nun wieder Headcoach der Blau-Weiß-Roten – mögliche Ansätze, die Adler wieder zu Höhenflügen zu führen, hat er auch schon parat: „Ich will den leidenschaftlichen Geist der Jungs zurück aufs Eis bringen! Die Mannschaft verfügt über enorm hohe individuelle Qualitäten, wir sollten uns aber wieder mehr auf das Team-Play konzentrieren. Ein schnelles Spiel gepaart mit hohem Puckbesitz ist in meinen Augen der Schlüssel zum Erfolg“, so Stewart.

Es ist eine Ehre für mich, wieder in Mannheim zu sein. Die Adler sind eine Instanz in der Liga. Wenn man die Chance hat, zurückzukehren, will man die Dinge anders machen – man will sie richtig machen“, so Stewart weiter.

Durch die Verpflichtung von Stewart, der für Hopp der einzige Ansprechpartner auf der Suche nach einem neuen Coach war, ist zumindest vorerst eine große Personalie geklärt. Auf dem Posten des Managers sieht es (noch) ganz anders aus: „Wir werden uns dem Thema mit höchster Priorität widmen. Wir wollen den Bestmöglichen, nicht aber zwingend den Schnellstmöglichen finden. Dabei geht es um die sportliche Strategie für die nächsten Jahre – dafür nehmen wir uns die nötige Zeit“, so Hopp angesprochen auf die mögliche Nachfolge von Teal Fowler. 

Bis dahin übernimmt mit Marcus Kuhl ein weiterer Altbekannter die Geschicke – wenn auch nur ausdrücklich als Teamleiter, der mit seiner jahrelangen Kompetenz als Adler-Manager im Hintergrund arbeiten wird und Stewart so den Rücken freihalten soll.

Stichwort Stewart: Der Kanadier, der sich nach seiner Verpflichtung in Straubing im Frühjahr nun über die zweite Comeback-Chance freuen darf, fiel vor allem in der Meistersaison vor 17 Jahren immer wieder durch kleinere Eklats auf: Im dritten Spiel der Playoff-Viertelfinalserie gegen die Berlin Capitals lieferte er sich eine Schlägerei mit dem damaligen Co-Trainer Pavel Gross, im Finale gegen die München Barons täuschte er gar einen Schwächeanfall vor, um seinem Spieler Jan Alston Zeit zu geben, seine Kufen, die er kurz zuvor gewechselt hatte, schleifen zu können. Mit Erfolg – am Ende wurden die Adler Meister.

Aufgrund solcher Aktionen bekam er schnell Spitznamen wie „Kill Bill“ oder gar „Psycho Bill“ verpasst. Auf Nachfrage von MANNHEIM24, welchen neuen Spitznamen er von Seiten der Fans gerne am Ende der Saison verpasst bekommen würde, antwortet er mit einem Grinsen: „Ich weiß nicht. Ich könnte jetzt etwas sagen, aber jetzt müssen wir erst einmal abwarten. Die Zeit wird das schon zeigen...

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rob

Quelle: Mannheim24

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