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Wetter in BW: Sommerliche Tage im November? Experte mit Wahnsinns-Prognose

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Von: Tobias Becker

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Baden-Württemberg - Anfang November steigen die Temperaturen nochmal, die Sonne kommt raus und der Himmel ist blau. Kurzum: Der Martini-Sommer ist da.

Regen, Eis und Schnee? Nichts da, denn der November startet teilweise fast sommerlich. Zwar sind die Menschen in Heidelberg und Mannheim hier und da mit Regenschirmen in der Hand rumgelaufen, der erste Schnee wurde ebenfalls angekündigt, aber es gibt Anfang November auch den ein oder anderen Tag, an dem die Herbstjacke im Schrank hängen bleibt. 17, 18 Grad und in der Sonne sogar noch etwas mehr und das im November - nicht ungewöhnlich, sagen Wetter-Experten. Die milden Tage im November haben sogar einen Namen: Der Martini-Sommer. HEIDELBERG24 erklärt, was es mit dem Namen und dem Wetterphänomen auf sich hat.

Sommerliches Wetter im November: So entstand der Martini-Sommer!

Geschüttelt, nicht gerührt! Wenn von Martini die Rede ist, ploppt automatisch James Bond vielen im Kopf auf. Der Superagent mit der Lizenz zum Töten trinkt seinen Martini auf diese Art und Weise, die Aussage hat dabei schon Kultstatus. Aber Martini ist nicht nur an der Bar ein Genuss, sondern wird auch als Wetterphänomen ins Spiel gebracht und bietet im November allen Sommer-Fans nochmal ein kleines Hochgefühl.

NameMartin von Tours, Sankt Martin
Geburtsdatum316 n. Chr., Szombathely, Ungarn
Verstorben8. November 397 n. Chr., Candes-Saint-Martin, Frankreich

Der Martini-Sommer steht bevor, heißt es von den Wetter-Experten von WetterOnline. Aber was ist das eigentlich? Seinen Namen verdankt der Martini-Sommer gar nicht mal dem Aperitif, sondern vielmehr dem Martinstag, der am 11. November gefeiert wird. Der Legende nach gab es einen unerwarteten Wärmeeinbruch am 11. November 397, als der Leichnam des Bischofs Martin von Tours, der als „Sankt Martin“ verehrt wird, auf der Loire transportiert wurde. Dieser Wärmeeinbruch habe sogar Obstbäume am Ufer des Flusses zum Blühen gebracht, laut besagter Legende.

Sommerliches Wetter im November: Was ist eigentlich der Martini-Sommer?

In den ersten Tagen des Novembers ist es fast normal, dass die Tage milder werden. Temperaturen um die 20 Grad, ein bisschen Sonne, blauer Himmel. Es fühlt sich fast spätsommerlich an. Ein Wetterphänomen, dass es auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz häufig gibt. Wetter-Experten bezeichnen es auch als Wettersingularität, so wie die Eisheiligen im Frühjahr. Dieses kurze Aufbäumen des Sommers liegt häufig an „stabilen Hochdruckgebieten mit einer südlichen Strömung“, laut WetterOnline-Meteorologe Björn Goldhausen erklärt.

Dabei müsste der Martini-Sommer eigentlich als Mogelpackung, wie man sie im Handel oft erlebt, gekennzeichnet werden. Denn von einem Sommertag sprechen Meteorologen normalerweise ab 25 Grad. WetterOnline-Experte Goldhausen: „Aber: Wenn auf bereits sehr kühle Oktobertage milde mit Temperaturen bis zu 20 Grad im November folgen, dann fühlt sich dies vergleichsweise sommerlich an.“ Dann heißt es wohl: Genießen, denn der Winter kommt. (tobi)

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