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Wetter in BW: Frostiger Rückblick, sonnige Aussicht – So verlief das Jahr 2021

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Von: Tobias Becker

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Baden-Württemberg – Der Jahresrückblick auf das Wetter 2021 fällt ziemlich schlecht aus. Aber ist das gerechtfertigt oder trügt die Erinnerung - wie war es wirklich?

Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu. Mit Weihnachten steht das letzte große Fest vor der Tür, Silvester begrüßt dann das nächste Jahr. Auch wenn in den kommenden Tagen noch wichtige Entscheidungen getroffen werden, wie beispielsweise in der Politik das weitere Vorgehen in Sachen Coronavirus, stehen die ersten Rückblicke schon an. Auch in Bezug auf das Wetter 2021 lohnt sich der Blick zurück.

Die Urlaubszeit war 2021 etwas ungewohnt, was wiederum an eben jenem Coronavirus lag. Nicht alle Ziele konnten angesteuert werden, schon gar nicht sorgenfrei. Viele Menschen blieben deshalb eher in Deutschland und Baden-Württemberg - und wollten die Ferienzeit hier genießen. Im Nachgang sah der Sommer gefühlt gar nicht so gut aus. Oder war die Wahrnehmung falsch? HEIDELBERG24 erklärt, wie das Wetter 2021 wirklich war.

Wetter 2021: Ein Vergleich zum Mittelwert der letzten 30 Jahre!

Gemessen wird das Wetter jedes Jahr an einem Mittelwert, der über mehrere Jahre hinweg erfasst wird. Und da kommt schnell raus: 2021 war nass! So gab es nach Angaben der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) bereits im Januar deutlich mehr Niederschlag verglichen mit dem langjährigen Mittel, der mancherorts immerhin sogar als Schnee herabfiel. Was am Jahresanfang schon als viel galt, wurde im Sommer nochmal getoppt. Bis zu 40 Prozent mehr Niederschlag als im Mittel der vergangenen 30 Jahre wurden den Angaben nach landesweit verzeichnet.

NameLandesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
AbkürzungLUBW
Gründung1. Januar 2006

Um den Niederschlag in Zahlen zu zeigen: Im Juni erreichten die Werte 160 Millimeter. Zum Vergleich: In den letzten 30 Jahren lag das Mittel bei gerade einmal 90 Millimetern! Wer erinnert sich nicht an die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Sommer. Da lag der Wert bei 25 Prozent über dem Mittel der letzten drei Jahrzehnte.

Wetter im Rückblick: So war 2021 wirklich – und so wird‘s in Zukunft!

Der viele Regen hatte aber nicht nur die Flutkatastrophe sowie einen für viele Menschen in Baden-Württemberg verhunzten Sommer zur Folge. „Die Grundwasserstände und Quellschüttungen haben sich erholt und sind derzeit im Normalbereich", erklärte Svea Wiehe, Leiterin der Abteilung Nachhaltigkeit und Naturschutz der LUBW, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Der Niederschlag war jedoch nicht das einzige „Manko“ des Wetters 2021. Es war auch viel kälter als sonst. So gab es laut Messstation in Rheinstetten (bei Karlsruhe) nur acht „heiße Tage“ mit Temperaturen über 30 Grad. Zum Vergleich: Von 1961 bis 1990 waren es durchschnittlich 12 Tage gewesen, von 1991 bis 2020 sogar 21 Tage. Tatsächlich war das Wetter im Jahr 2021 also nicht nur gefühlt nass in Baden-Württemberg, sondern belegt kühler und deutlich feuchter als in den Vorjahren.

Dennoch sei die Tendenz für die kommenden Jahre in verschiedenen Modellen eindeutig. „Wir müssen uns auf trockenere, heißere Sommer und nassere, mildere Winter einstellen“, so Wiehe. Was den Winter 2021/22 angeht, bleibt jedoch noch abzuwarten, wie er sich entwickelt, allerdings haben Experten bereits vor Wochen einen kühleren Winter prognostiziert, als es in den letzten Jahren der Fall war. Auch den ersten Schnee gab es vielerorts schon. (tobi)

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