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Sternschnuppen 2022: Perseiden und Leoniden nahen – wann und wo man sie sehen kann

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Von: Jason Blaschke

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Die Monate August und November sind bekannt für viele Sternschnuppen-Nächte. Und auch 2022 gibt es in Deutschland wieder mehrere Schauer zu bestaunen.

Auch 2022 gibt es in Deutschland viele astronomische Highlights wie Sternschnuppen und Mondfinsternisse zu beobachten. Erst Mitte Mai konnte man etwa eine sehr seltene Mondfinsternis – den Blutmond – am Himmel entdecken. Wer dieses Spektakel verpasst hat, kann 2022 noch das ein oder andere astronomische Himmelsereignis beobachten. Denn die beiden wichtigen Sternschnuppen-Monate August und November kommen erst noch.

Sternschnuppen-SchauerZeitraum (Datum)
Perseiden17. Juli bis 24. August 2022
Perseiden-Maximum12. August 2022
Leoniden14. bis 21. November 2022
Geminiden7. bis 17. Dezember 2022

Sternschnuppen-Schauer über Deutschland – wie die Meteoriten entstehen

Ihren Ursprung haben Sternschnuppen-Schauer in Kometen, die um die Erde kreisen und aufgrund ihrer Nähe zur Sonne ständig die Teile ihres Ursprungskörpers verlieren. Solche Teile von Kometen bestehen Berichten der „Berliner Morgenpost“ zufolge aus Gestein, Gas, Staub und anderen Partikeln und werden als Meteoriten definiert. Die Bruchstücke eines Kometen verteilen sich über mehrere Jahrtausende hinweg in der Kometenbahn als weniger dichte Wolken.

In ihrer Drehung um die Sonne kreuzt unsere Erde diese Materialwolken, weshalb Astronomen die Zeiträume von Sternschnuppen-Schauern ziemlich genau vorhersagen können. Wenn die Meteoriten dann in die Erdumlaufbahn eintreten, sind sie als leuchtende Schauer sichtbar, weshalb man auch von Sternschnuppen-Schauern spricht. Letzten Endes sind es aber bloß Kometen-Bruchstücke, die aus Materialien wie Gasen oder Staub bestehen.

Perseiden im August 2022 entdecken: Wann die Sternschnuppen auftauchen

Schön anzusehen sind die Teilchen, die in der Erdatmosphäre verglühen, trotzdem. Und schon ab 17. Juli sollten sich aufmerksame Sternschnuppen-Fans in Stellung bringen, denn: die Perseiden kommen. Berichten von „wetter.com“ zufolge sind die Perseiden mit bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde das Sternschnuppen-Ereignis des Jahres. Vom 17. Juli bis 24. August besteht die Möglichkeit, die Perseiden zu Gesicht zu bekommen.

Die besten Chancen hat man in der Nacht auf den 13. August 2022, wenn die Perseiden den Höhepunkt über Deutschland erreichen. Ihren Namen verdanken die leuchtenden Perseiden übrigens dem Sternbild Perseus, wo ihr Radiant liegt. Als Radianten bezeichnen Astrologen die Anfangspunkte, aus denen die Sternschnuppen-Schauer starten. Das Sternbild, in dem der Radiant liegt, dient dabei als Namensgeber für die Meteorschauer.

August und November sind Sternschnuppen-Monate – die Leoniden kommen

Im Idealfall und wenn das Wetter in Deutschland mitspielt, können pro Stunde mehrere hundert Perseiden am Himmel beobachtet werden. Es existiert der Aberglaube, dass ein Mensch, der eine Sternschnuppe sieht, einen Wunsch freihat. Dieser soll laut „Kleiner-Kalender.de“ angeblich in Erfüllung gehen, solange direkt nach dem Entdecken der Sternschnuppe die Augen geschlossen werden und der Wunsch keiner anderen Person mitgeteilt wird.

Im Anschluss an die Perseiden können die Sternschnuppen-Schauer der Alpha-Aurigiden (September) und der Orioniden (Oktober) bestaunt werden – allerdings weniger gut in Deutschland. Das ändert sich, wenn im November die Leoniden in die Erdumlaufbahn eintreten und es abermals zu einem leuchtenden Spektakel kommt. Deren Radiant liegt im Sternbild Löwe (lat. leo), daher der sehr einfache Name.

Drei Sternschnuppen-Schauer 2022 über Deutschland: Letzter im Dezember

Aktiv sind die Leoniden vom 6. bis zum 30. November, ihren Höhepunkt erreichen sie in der Nacht vom 17. auf den 18. November in Deutschland. Laut „wetter.com“ erwarten Astronomen 2022 aber eine eher bescheidene Leoniden-Aktivität, weshalb es gerade für Hobby-Astronomen interessanter sein könnte, im August die Perseiden zu beobachten. Neben Leoniden und Perseiden gibt es im Dezember aber noch einen dritten Sternschnuppen-Schauer.

Die Rede ist von den Geminiden, die im Dezember 2022 am Himmel erstrahlen sollen. Die Geminiden sind ein Meteorstrom, deren Radiant im Sternbild Zwillinge (lat. Gemini) liegt. Der Aktivitätszeitraum der Geminiden-Sternschnuppen erstreckt sich vom 7. bis 17. Dezember 2022, das Maximum wird in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember erwartet. Berichten von „Kleiner-Kalender.de“ zufolge gelten die Geminiden als besonders eindrucksvoll.

Sternschnuppen-Schauer der Geminiden eindrucksvoll – und leicht zu erkennen

Die hellen, typischerweise gelb-weiß leuchtenden Meteore lassen sich am Nachthimmel einwandfrei erkennen. Allerdings nehmen die Geminiden nach dem 13. Dezember ziemlich rasch ab, weshalb es sinnvoll ist, sich davor auf die Lauer zu legen. Am besten geht das an Orten, wo es wenig bis keine äußeren Lichteinflüsse gibt – etwa in weiten Ebenen oder Feldern. Nach den Geminiden sind die Sternschnuppen-Schauer der Ursiden die nächsten in der Reihenfolge.

Allerdings sind die Ursiden genau wie die Orioniden und Arietiden in Deutschland selten bis gar nicht mit bloßem Augen erkennbar. Wer generell hofft, Sternschnuppen mit bloßem Auge zu sehen, sollte in Deutschland grundsätzlich Orte aufsuchen, an denen es wenig oder keine Lichtverschmutzung gibt, die etwa durch elektrische Lichtquellen wie Straßenlaternen verursacht werden. Wer nicht allein auf weite Ebenen will, sollte daher einen Sternenpark aufsuchen.

Sternschnuppen in BW beobachten – An diesen Orten geht es am besten

Die gibt es in Baden-Württemberg etwa auf der Schwäbischen Alb, im Schwarzwald (Feldberg) oder laut „n-news.de“ auch in der Region rund um den Bodensee. Auch sollte man sich vor dem geplanten Sternschnuppen-Ausflug erkundigen, wie das Wetter in Deutschland in der jeweiligen Gegend ist, denn: Wolken können die Sicht auf Meteorschauer teilweise oder sogar ganz blockieren. Zudem kann eine Decke sinnvoll sein, denn manchmal kann es dauern, bis man eine Sternschnuppe zu Gesicht bekommt.

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