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Himmels-Spektakel: Komet „Leonard“ ein letztes Mal zu sehen – danach wohl nie wieder!

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Von: Daniel Hagen

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Komet «C/2021 A1 Leonard»
Der Komet Leonard könnte zum letzten Mal zu sehen sein. © University of Hertfordshire/dpa

Kurz vor Weihnachten ereignet sich ein besonderes und seltenes Event. Der Komet Leonard wird am Himmel erstrahlen – vielleicht sogar zum letzten Mal. Das müssen Kometen-Fans wissen.

Es hat schon fast etwas Weihnachtliches, wenn ein großes, hell leuchtender Stern am Himmel zu sehen ist. Ein solches Phänomen können wir auch in der Nacht von Samstag (18. Dezember) auf Sonntag (19. Dezember) bestaunen. Ob dieses Mal aber wieder drei Könige dem Stern folgen und den Heiland entdecken, ist aber eher unwahrscheinlich. Doch das Spektakel ist trotzdem ganz besonders anzuschauen. Im Mittelpunkt steht Komet Leonard (C/2021 A1), der bei seinem Umlauf um die Sonne nah an der Erde vorbeikommt – wenn man 35 Millionen Kilometer als nah bezeichnen möchte. HEIDELBERG24* verrät, warum der Komet vielleicht nie wieder gesehen werden kann.

NameNational Aeronautics and Space Administration (NASA)
HauptsitzWashington, D.C., Vereinigte Staaten
GründerDwight D. Eisenhower
Gründung29. Juli 1958, USA

Komet Leonard: Himmelsgestein kann man am 18. Dezember mit dem bloßen Auge sehen

Bereits in den ersten zwölf Dezembertagen kann man Komet Leonard auf der Nordhalbkugel bestaunen, wo man ihn in den frühen Morgenstunden oder kurz nach Sonnenuntergang sehen kann. Am 18. September legt die Weltraumformation aber noch etwas zu und kommt auf 4,3 Millionen Kilometer an die Erde heran, während er in der Nähe der Venus ist. Das letzte Mal, dass Leonard so nah an unserem Planeten vorbeigeflogen ist, war vor rund 35.000 Jahren! Experten vermuten nun, dass wir den Kometen in Zukunft nie wieder zu sehen bekommen.

Laut Aussagen der NASA besteht die Gefahr, dass Komet Leonard nach seiner aktuellen Sonnenumrundung durch die solare Schwerkraft aus dem Sonnensystem geschleudert werden könnte. Damit könnte es sich um die letzte Chance handeln, das Weltraumgestein zu beobachten. „Interessierte sollten allerdings auf Überraschungen vorbereitet sein. Schließlich wurde ‚Weihnachtskomet‘ Leonard niemals zuvor beobachtet. Daher ist auch nicht bekannt, wie porös dieser dampfende Brocken ist und wie viel Staub oder Gas er freisetzen wird. Kometen, so sagt man auch, sind wie Katzen – in ihrem Verhalten nicht vorhersagbar“, warnt Prof. Thomas W. Kraupe, Astrophysiker und Direktor des Planetarium Hamburg.

Komet Leonard hat eigenen Twitter-Account mit Fotos

Auf Twitter hat Komet Leonard sogar einen eigenen Account, dem über 2.100 Menschen folgen. Dort posten sie ihre Bilder des Gesteins, das hell am Himmel leuchtet. Wer seine Chance für einen Schnappschuss am 18. Dezember nutzen möchte, sollte ab etwa 17 Uhr, wenn die Sonne untergeht, zum Südwesthorizont schauen. Doch ist der Komet auch schon in Heidelberg gesichtet worden?

Eine Leserin könnte ein Bild von Komet Leonard gemacht haben.
Eine Leserin könnte ein Bild von Komet Leonard gemacht haben. © Privat

Am Montag (13. Dezember) informiert uns eine Leserin darüber, dass sie am Himmel über der Stadt ein „hell leuchtendes Objekt“ gesehen habe. Zwar passt die Uhrzeit von 15 Uhr nicht wirklich in das Muster, das unbekannte Flugobjekt sieht den Bildern auf Twitter aber sehr ähnlich. Bereits im Oktober haben Meteorschauer für jede Menge Aufmerksamkeit gesorgt*. (dh) HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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