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Droht ein Eiswinter in Baden-Württemberg? Prognose von Wettermodell überrascht

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Von: Fabienne Schimbeno

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Der Sommer in Baden-Württemberg ist heiß. Die Hitzewelle könnte ein Indiz auf einen eiskalten Winter sein. Müssen wir im Winter 2022/23 mehr frieren als sonst? Und das ausgerechnet zur Gas-Krise?

Puh, ist das heiß in Baden-Württemberg! Zu heiß. Seit Wochen plagt Mensch und Tier eine unsägliche Hitzewelle mit Temperaturen von teils über 38 Grad – eine Verschnaufpause ist nicht wirklich in Sicht. Eine alte Bauernregel besagt: „Hundstage heiß, Winter lange weiß“. Und genau diese Hundstage finden gerade statt – und sie sind super-heiß! Was aber sagen die Wetterkarten? Müssen wir wirklich mit einem Eiswinter 2022/23 rechnen?

In Zeiten der Gas-Krise: Kriegen wir einen Eiswinter 2022/23 in Baden-Württemberg?

Wie HEIDELBERG24 berichtet, klettert das Thermometer in Baden-Württemberg seit Tagen über die 30-Grad-Marke. Zuletzt wurden am Donnerstag (4. August) in Waghäusel-Kirrlach 38,3 Grad gemessen. Ein Spitzenwert in dieser Woche – und das ausgerechnet zu Zeiten der Hundstage. Die finden nämlich immer vom 23. Juli bis 23. August statt.

Folgt man der Bauernregel, sollte es also einen ziemlich kalten Winter geben. Wie Wetterexperte Dominik Jung aber in einem aktuellen Video von wetter.net vorstellt, wird am Ende – ja, es klingt lustig in dem Zusammenhang – nicht alles „so heiß gegessen, wie es gekocht wird“. Ein Wettermodell hatte kürzlich „sintflutartige“ Regenfälle für Baden-Württemberg vorausgesagt: Diese sollen bereits in der Woche ab dem 15. August über uns hereinbrechen.

Eiswinter 2022/23 in Baden-Württemberg: Alles Humbug?

Wirft man einen Blick auf das europäische Wettermodell, sieht bereits der November 2022 halb so wild für Baden-Württemberg aus: „Wir sehen viel Grau“, so Dominik Jung. Doch damit ist nicht das triste Wetter gemeint, sondern die Farben, die auf völlig normale Temperaturen für einen November hindeuten. „Also weder zu kalt noch zu warm“, erklärt der Wetterexperte.

Und das geht dann auch so weiter: Für den Dezember zeigt das europäische Wettermodell eine Abweichung von 0,5 bis 1 Grad wärmer als das Klimamittel an. Der Januar ist dann wieder „grau“, heißt also, auch hier ist mit normalen Temperaturen zu rechnen. Im Februar 2023 gibt es dann eine Abweichung von 1 bis 1,5 Grad im Nordosten, heißt, hier wird es wärmer. Im Südwesten ist eine Abweichung von 0,5 bis 1 Grad erkennbar – also auch hier minimal zu warm.

Wetterexperte Dominik Jung erklärt das europäische Wettermodell.
Wetterexperte Dominik Jung erklärt das europäische Wettermodell. Die grauen Farben stehen für normale Temperaturen. (Fotomontage) © Screenshot wetter.net/Montage HEADLINE24

Wetter in Baden-Württemberg: So war der Winter 2021

Wie Dominik Jung in seinem Video zusammenfasst, sieht es also nicht wirklich nach einem „Eiswinter“ 2022/23 aus (in Zeiten der Gas-Krise wohl auch nicht allzu tragisch). „Aber eben auch nicht nach einem extrem warmem Winter“, so der Experte.

Nichtsdestotrotz sind solche Wetterkarten mit Vorsicht zu genießen: „Wir sagen hier nicht voraus, wann der erste Schnee kommt, wir sagen nicht, wie die Weihnachtszeit werden wird. Das können wir auch gar nicht sagen. Wir können nur versuchen, abzuschätzen, wird ein Monat ein bisschen wärmer oder eher ein bisschen kühler ausfallen“, so Jung zu Beginn seines Videos.

Wie wetterprognose-wettervorhersage.de zusammenfasst, war bereits der Dezember 2021 entschieden zu warm: „Die höchste Temperatur wurde mit +16,9 Grad am 31. Dezember über Freiburg (Baden-Württemberg) registriert“, heißt es hier. Wenigstens seien aber die Nächte um Weihnachten herum relativ frisch gewesen: Der tiefste Wert konnte laut wetterprognose-wettervorhersage.de abseits der Gebirge über Dippoldiswalde-Reinberg (Sachsen-Anhalt) mit -18,9 Grad gemessen werden. (fas)

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