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Wahl-O-Mat Rheinland-Pfalz: Landtagswahl 2021 - welche Partei passt zu mir?

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Von: Daniel Hagen

Logo des Wahl-O-Mat für Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2021.
Mit dem Wahl-O-Mat die richtige Partei für die Landtagswahl Rheinland-Pfalz finden. © Bundeszentrale für politische Bildung

Rheinland-Pfalz - Die Landtagswahl steht vor der Tür und Du weißt noch nicht, wen Du wählen sollst? Der Wahl-O-Mat könnte Dir bei der Entscheidung helfen. Alle Infos zum Online-Tool:

Am 14. März findet in Rheinland-Pfalz* die Landtagswahl statt. Für alle, die noch nicht wissen, wen sie dieses Mal wählen sollen, bietet die Bundeszentrale für politische Bildung den Wahl-O-Mat an. Mit der Beantwortung von insgesamt 38 Thesen kann man herausfinden, welche Partei am besten zu einem passt. Die Fragen beziehen sich auf aktuelle und brandheiße Themen. So geht es um das Coronavirus*, Schulpolitik, die Verkehrsinfrastruktur, Grenzkontrollen und sogar Atomwaffen. Der Wahl-O-Mat wurde seit der Erstellung 2002 bereits über 82 Millionen Mal für verschiedene Wahlen genutzt. Hier geht es direkt zum Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2021.

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2021: Wer sucht die Thesen aus?

Die Thesen für den Wahl-O-Mat werden von einem Redaktionsteam aus Jungwählerinnen und -wählern aus Rheinland-Pfalz, Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Journalismus und Bildung sowie den Verantwortlichen der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz entwickelt und ausgesucht. In einem Workshop werden dann 80 Thesen formuliert. Die Parteien wirken dabei nicht mit. Als Grundlage für die Thesen dienen Partei- und Wahlprogramme der Parteien sowie deren programmatische Aussagen zur Wahl.

Aus den 80 Thesen werden dann noch einmal 38 bestimmt, die endgültig im Wahl-O-Mat landen. Dabei wird vor allem darauf geachtet, welche Themen für die Wahl wichtig und auch von den Parteien kontrovers beantwortet worden sind. Hierdurch können die Parteien besser unterschieden und ein breiteres Spektrum abgebildet werden.

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2021: So funktioniert er

Die Bedienung des Wahl-O-Mat ist sehr simpel. Man klickt sich durch die 38 Thesen und hat dabei die Auswahl zwischen den Antwortmöglichkeiten „Stimme zu“, „Stimme nicht zu“ und „neutral“. Zusätzlich kann man noch eine These überspringen, wenn man dazu überhaupt keinen Bezug hat. Anschließend können bestimmte Themen noch einmal gewichtet werden, um ein genaueres Bild der eigenen Interessen zu erhalten.

Am Ende erscheint eine Liste der 13 Parteien, die bei der Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2021 antreten. Dort kann man sich aussuchen, mit welchen Parteien man seine Standpunkte überprüfen möchte. Der Wahl-O-Mat berechnet dann die Übereinstimmungen der Antworten und zeigt in Prozentzahlen, welche Partei am besten zu einem passt – und welche überhaupt nicht. So kann es auch sein, dass man mit links- oder rechtsextremistischen Parteien Übereinstimmungen hat, obwohl man für diese keinerlei Sympathien hat.

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2021: Wer hat die Thesen beantwortet?

Nach Auswahl der 38 Thesen werden diese zur Beantwortung an die Vorstände oder Geschäftsführungen der Parteien geschickt. Diese legen eigenverantwortlich fest, wer für die Partei die Thesen beantwortet. Die Reaktion des Wahl-O-Mat nimmt daran keine Änderungen vor. Die Parteien dürfen sich zudem entscheiden, ob sie bei dem Projekt mitmachen oder nicht.

Zur Beantwortung müssen ebenfalls die Antworten „Stimme zu“, „Stimme nicht zu“ und „neutral“ angegeben werden. Zusätzlich kann die Partei noch eine Begründung zu ihrem Standpunkt abgeben. Die Nutzer des Wahl-O-Mat haben damit die Möglichkeit, ihre Meinung direkt mit denen der Parteien zu vergleichen.

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2021: Keine Wahlempfehlung

Sollte man nach der Nutzung des Wahl-O-Mat einfach die Partei mit dem höchsten Prozentsatz bei der Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2021 wählen? Wer will, kann es sich so einfach machen. Die Redaktion des Wahl-O-Mat sieht das Ergebnis aber nicht als Wahlempfehlung, sondern eher als Startpunkt, um sich weiter zu informieren. So sollte man sich trotzdem noch einmal genauer mit den Kandidaten und dem Wahlprogramm auseinandersetzen, bevor man sein Kreuz setzt. „Ein Online-Spiel wie der Wahl-O-Mat kann Ihnen diese Entscheidung nicht abnehmen“, heißt es dazu auf der ofiziellen Seite.

Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2021: Wer liegt in Umfragen vorne?

Laut einer Umfrage von Landtagswahl Infratest dimap im Februar stehen bei der Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2021 die CDU und die SPD gleichauf bei etwa 30 Prozent. Die Grünen liegen dahinter mit 12 Prozent, dicht gefolgt von der AfD mit 9 Prozent und der FDP mit 7 Prozent. Die Linke, Freie Wähle und sonstige Parteien würden laut der Umfrage an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Könnte es also passieren, dass die SPD-Hochburg Rheinland-Pfalz von der CDU übernommen wird?

Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2021: Wer kann Ministerpräsident werden?

Der neue Landtag wählt mit einfacher Mehrheit den Ministerpräsidenten. Anschließend muss der Landtag noch seine Regierung bestätigen, bevor die Regierungsgeschäfte übernommen werden können. In Rheinland-Pfalz sieht es nach einem Zweikampf zwischen der amtierenden Ministerpräsidentin Malu Dreyer* von der SPD und dem Oppositionsführer Christian Baldauf von der CDU aus.

Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2021: Sinkt die Wahlbeteiligung währen der Pandemie?

Die Corona-Pandemie hat aus Sicht von Wahlforschern keinen großen Einfluss auf die Wahlbeteiligung zur Landtagswahl. Bei Wahlen während des vergangenen Jahres, also unter Pandemiebedingungen, habe sich „kein genereller Effekt der Pandemie auf die Wahlbeteiligung“ gezeigt, sagte der Politikwissenschaftler Patrick Bernhagen von der Universität Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur.

Wenn wirtschaftliche Einschnitte stark bis ins Private der Menschen wirkten, sinke die Wahlbeteiligung üblicherweise. Doch ein solcher Rückzug ins Private lasse sich durch die Corona-Pandemie bislang nicht beobachten, so Bernhagen. Auch der Wahlforscher Bernhard Weßels vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) sieht bei der anstehenden Landtagswahl keine Krisenwahl oder gar eine Wahl, bei der die politischen Ränder profitieren.

Die Politikwissenschaftler sehen dagegen einen klaren Vorteil für die Regierungsparteien. In Krisen und den damit verbundenen wirtschaftlichen Einbrüchen werde die Regierung normalerweise von den Wählerinnen abgestraft, sagte Bernhagen. „Doch bei solchen „Angriffen von außen“, wie es diese Pandemie ist, die über uns hereinbrach, ist das nicht unmittelbar der Fall.“ In Zeiten großer Verunsicherung gewinne die Regierung eher an Zustimmung. Das hätten auch Umfragen gezeigt, besonders im Sommer 2020. (dpa/dh) *LUDWIGSHAFEN24.de ist ein Angebot von IPPEN MEDIA.

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