Dauer der Sperre ungewiss

Sankt Goarshausen: Nach Erdrutsch – Tagelange Sperrung von B42 und Bahngleisen

Ein Erdrutsch an einem Berghang blockiert eine Bahnstrecke.
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Nach einem Erdrutsch bei Sankt Goarshausen sind die B42 und eine Bahnstrecke blockiert.

Sankt Goarshausen - Ein Erdrutsch nahe des weltberühmten Loreley-Felsens sorgt für Chaos. Die B42 und Europas meistbefahrene Güterzugstrecke sind gesperrt. Es herrscht Lebensgefahr.

Update vom 17. März: Nach dem Erdrutsch nahe der Loreley-Felsen werden die Räumungsarbeiten wohl noch mehrere Tage andauern. „Eine verlässliche Prognose zur Befahrbarkeit der Strecke wird voraussichtlich Ende der Woche möglich sein“, erklärt ein Sprecher der Deutschen Bahn der dpa. Experten einer Spezialfirma erkunden derzeit die Gegend und sichern den Hang. Erst dann könne die Bahnstrecke mit „schwerem Gerät“ geräumt werden. „Ziel ist es, die Strecke möglichst schnell für die Kundinnen und Kunden wieder zur Verfügung zu stellen“, erklärt ein Sprecher der Deutschen Bahn weiter. Derzeit werden die Güterzüge über die linksrheinische Strecke umgeleitet.

Parallel muss auch die B42 weiterhin gesperrt bleiben, weil Felsbrocken jederzeit herunterbrechen könnten. Auf dem YouTube-Kanal „Live Doku TV“ ist unterdessen ein Video aufgetaucht, dass den Moment des Erdrutsches zeigt. Dort gibt es auch eine Live-Cam, die durchgehend das Geschehen vor Ort dokumentiert.

Sankt Goarshausen: Nach Erdrutsch – Lebensgefahr auf B42 und Zugstrecke

Erstmeldung vom 16. März: Der Loreley-Felsen liegt am rechten Rheinufer in der Rheinschlucht bei Sankt Goarshausen (Rheinland-Pfalz*). Als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Oberes Mittelrheintal“ zieht die Sehenswürdigkeit jährlich zahlreiche Menschen an. Doch am Montagmorgen (15. März) wird die malerische Gegend von einem Erdrutsch heimgesucht. In der Gegend ist das aufgrund der vielen Steilhänge zwar keine Seltenheit, dieses Mal sorgt das Naturereignis aber für viel Chaos. Denn die Felsen machen nicht nur die B42 unbefahrbar, sondern versperrt auch noch Europas meistbefahrene Güterzugstrecke. Die Polizei warnt zudem – es bestehe Lebensgefahr. Über den Erdrutsch berichtet LUDWIGSHAFEN24.de*.

Name Sankt Goarshausen
BundeslandRheinland-Pfalz
Bevölkerung1.352 (31. Dez. 2008)
BürgermeisterNico Busch (SPD)

Sankt Goarshausen: Erdrutsch blockiert B42 und Güterzugstrecke

Unweit des Loreley-Felsens haben sich tonnenweise Felsen und Geröll eigenständig gemacht und blockieren nun Europas meistbefahrene Güterzugstrecke, die auf rund 1.300 Kilometern vom niederländischen Rotterdam über Köln ins italienische Genua führt. Parallel zu der Unglücksstelle verläuft zudem noch die B42, die durch den Erdrutsch bei Kestert von „einer Staub- und Feingeröllwolke“ belegt ist.

Nach einem Erdrutsch bei Sankt Goarshausen sind die B42 und eine Bahnstrecke blockiert.

Aufgrund noch immer fortdauernden Erosionen sind aktuell immer noch größere Felsplatten und Geröll am nachrutschen, so dass die B42 inklusive des Radwegs und des Leinpfades für unbestimmte Zeit gesperrt bleiben muss. Fußgänger, Radfahrer sowie der Kraftfahrzeugverkehr sollen den Bereich meiden - es besteht Lebensgefahr“, sagt eine Polizeisprecherin in Sankt Goarshausen. Glücklicherweise habe es durch den Erdrutsch nahe des Loreley-Felsens keine Verletzten gegeben. Das Geröll habe weder Autos noch einen Zug erwischt.

Sankt Goarshausen: Nach Erdrutsch – B42 und Güterzugstrecke auf unbestimmte Zeit gesperrt

Was genau den Erdrutsch bei Sankt Goarshausen verursacht hat, ist noch unklar. „Aber was soll es sonst sein außer der letzte Regen?“, sagt ein Sprecher der Koblenzer Polizei. Landes- und Bundespolizei, Feuerwehr, Straßenmeisterei und Bahn-Notfallmanager kümmern sich am Montag um die Stelle des Erdrutsches. Auch am Dienstag (16. März) sind die Bahnstrecke und die B42 noch gesperrt. Der Straßenverkehr wird umgeleitet. Für Passagiere der Bahn gibt es einen Busersatzverkehr. Wann alles wieder freigegeben werden kann, ist noch unklar. Laut Deutschem Wetterdienst könnte es zudem ab Mitte der Woche zu starken Regenfällen in Baden-Württemberg* und Rheinland-Pfalz kommen. Das könnte die Arbeiten noch erschweren. (dpa/dh) *LUDWIGSHAFEN24.de ist ein Produkt von IPPEN MEDIA.

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