Fake-Profile

Kriminelle Machenschaften: So gefährlich ist der Flirt im Internet

Jemand schreibt auf einem Laptop, der grün leuchtet
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Kriminelle Machenschaften: So gefährlich ist der Flirt im Internet (Symbolfoto)

Kaiserslautern - Eine herzerwärmende Nachricht aus heiterem Himmel: Die Polizei Westpfalz warnt vor Betrügern im Netz.

Ping! - eine plötzliche Nachricht oder E-Mail von einem schönen Mann oder einer schönen Frau - rasend schnell wird aus einem harmlosen Chat ein Internet-Flirt. Doch nicht selten steckt hinter der überraschenden Nachricht nicht der Traumpartner, sondern ein sogenannter „Scammer“. Er möchte zuerst Dein Vertrauen gewinnen - und dann Dein Vermögen. Deshalb ist es wichtig, sich gegen solche Betrüger zu schützen!

Die Polizei klärt auf - So gehen die Täter vor

Am Dienstag (9. Februar) ist der „Safer Internet Day“ und das Thema „Fake“ steht im Fokus. Viele Singles suchen in den Online-Partnerbörsen und auf Social Media nach ihrem Traumpartner. Vorgetäuschte Liebe und kriminelle Machenschaften. Das Phänomen des „Romance Scammings“ ist besonders rücksichtslos und brisant. Der Sachbereich 15 im Polizeipräsidium Westpfalz ist für Beratungen und die Prävention zuständig. Er stellt die Erscheinung „Romance Scamming“ genauer vor.

Polizei warnt vor „Romance Scamming“: So erkennst Du ein Fake-Profil

Auffällig bei einem Fake-Profil ist immer eine plötzliche und unmittelbare Kontaktaufnahme mit der Einladung zu einem persönlichen Chat. Zudem zeigen die Fotos, die in dem Online-Account zu sehen sind, meist besonders attraktive Menschen. Du wirst außerdem eventuell dazu aufgefordert, eine kostenpflichtige Nummer per Anruf oder SMS zu kontaktieren. Die Texte sind häufig mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern übersät, da die Accounts und Profile meist nicht von Muttersprachlern betrieben werden. Die Person hinter dem Bildschirm schreibt sehr schnell von „Liebe“ und einer „gemeinsamen Zukunft“, wobei sie persönliche Treffen immer wieder durch fadenscheinige Begründungen verschiebt. Die Treffen kommen also nicht zustande, jedoch baut der „Scammer“ eine emotionale Abhängigkeit auf. Zusätzlich bittet der vermeintliche Traumpartner Dich in einer angeblichen Notsituation, wie beispielsweise einem Unfall, eine OP, Probleme bei der Einreise mit dem Zoll oder aufgrund einer Kaution, um finanzielle Unterstützung.

Polizei warnt vor Fake-Profilen: So gehst Du sicher mit einem „Scammer“ um

Wenn Du Dich auf einen Online-Chat mit einem oder einer Unbekannten einlässt oder bereits eingelassen hast und Dir die oben genannten Merkmale begegnen, dann gilt besondere Vorsicht! Du solltest auf keinen Fall Geld an die unbekannte Person überweisen oder Schecks einlösen. Speichere alle E-Mails und Chats auf einem USB-Stick oder einer externen Festplatte und brich den Kontakt umgehend ab. Der Versuch, an Dein Vermögen zu kommen ist strafbar! Aus diesem Grund kannst Du eine Strafanzeige erstatten, auch wenn Du kein Geld überwiesen hast. Melde die Fake-Profile oder Fake-Accounts grundsätzlich beim Anbieter der jeweiligen Plattform. Weitere Informationen zum Thema Scamming findest Du auf der Seite www.polizei-beratung.de. (pol/sik)

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