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Unwetter-Katastrophe in der Eifel: Nach Häuser-Einsturz – 5 Tote, 70 Vermisste

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Von: Katja Becher

Daun - Regen-Massen und Überschwemmungen haben in der Eifel katastrophale Folgen: Mehrere Häuser sind eingestürzt und Dutzende Personen werden vermisst:

Update vom 15. Juli, 12:24 Uhr: Im Ort Schuld in der Eifel werden nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums noch 50 bis 70 Menschen vermisst. Die Zahl der Toten, die im Eifel-Landkreis Ahrweiler in den Fluten ums Leben kamen, ist mittlerweile auf fünf gestiegen. Hier gibt es die aktuellen Entwicklungen der Flut-Katastrophe in der Eifel im News-Ticker.

Update vom 15. Juli, 7:53 Uhr: Schock in Ahrweiler – Wie ein Sprecher der Polizei Koblenz auf Nachfrage von LUDWIGSHAFEN24 bestätigt, werden vier Tote gefunden. Insgesamt werden in der Eifel über 30 Personen vermisst. Es seien vor Ort „katastrophale Zustände“. Laut Polizeisprecher befinden sich rund 50 Menschen auf Häuserdächern und warten auf Rettung.

Überschwemmungen in RLP: Katastrophe in der Eifel – Häuser eingestürzt, 30 Menschen vermisst

Update vom 15. Juli, 6:44 Uhr: Naturkatastrophe in der Eifel! Aufgrund des Dauerregens und Überflutungen sind in Schuld bei Adenau sechs Häuser eingestürzt. Wie der SWR berichtet, werden derzeit rund 30 Personen vermisst. Die Polizei gehe davon aus, dass 25 weitere Häuser instabil und einsturzgefährdet sind. Auch in anderen Orten rund um die Eifel ist die Lage sehr ernst. So sitzen in Waxweiler fünf Personen in einem Haus fest, das komplett von Wasser umgeben ist. Rettungskräfte können mit Booten das Haus nicht mehr erreichen, die Luftrettung muss nun zum Einsatz kommen. Laut SWR sind zwei Helfe des technischen Hilfswerks in Messerich von den Fluten eingeschlossen. Sie müssen auf dem Dach ihres Autos warten, bis Hilfe da ist. Es besteht akute Lebensgefahr!

Überschwemmungen in RLP: Vulkaneifel ruft Katastrophenfall aus – „Lage ist sehr ernst“

Erstmeldung vom 14. Juli, 22 Uhr: Nach heftigen Regenfällen* wurden etliche Regionen im Landkreis Vulkaneifel (Rheinland-Pfalz)* überschwemmt. Jetzt hat der Kreis den Katastrophenfall ausgerufen. „Die Lage ist sehr ernst, wir haben viele überschwemmte Straßen und Ortschaften, die nicht mehr erreichbar sind“, sagte Landrätin Julia Gieseking (SPD) am Mittwochabend in Daun. Die Schulen im Kreis sollen am Donnerstag geschlossen bleiben. Gieseking appelliert an die Bevölkerung, zu Hause zu bleiben und sich vor den Wassermassen zu schützen.

Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz: Katastrophenfall im Kreis Vulkaneifel ausgerufen

Wie LUDWIGSHAFEN24* berichtet, ermöglicht der im Landkreis Vulkaneifel ermöglicht nun die Unterstützung der Bundeswehr. Es werden unter anderem Fahrzeuge benötigt, um nicht mehr passierbare Straßen zu überwinden. Der Schwerpunkt der Einsätze liege laut Julia Gieseking in der Rettung von Menschen. Die Einsatzkräfte könnten sich zunächst kaum um überschwemmte Keller kümmern. „Es gibt so viele Einsatzorte, dass wir Prioritäten setzen müssen.“

Der Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsbehörde (ADD), Thomas Linnertz, sagte, er sei in die Vulkaneifel geeilt, um sich einen Überblick zu verschaffen. Auch in benachbarten Kreisen sei die Lage aufgrund von Starkregen und Hochwasser schwierig. Der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises Vulkaneifel, Harald Schmitz, sagte, es habe so starke Wassermassen gegeben, „dass komplette Bäche durch Orte fließen“. In Hillesheim sei ein Teil des Altenheims geräumt worden. „Wir gehen davon aus, dass die Lage noch länger anhalten wird und deswegen haben wir die Unterstützung angefordert.“ Abgesehen von Schnittwunden gebe es aber bislang keine Meldungen von größeren Verletzungen Betroffener. (kab/jol/dpa) *LUDWIGSHAFEN24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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