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Wegen Personalnot: Erste Fluggesellschaft schraubt Sitzplatzangebot herunter

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Von: Franziska Kaindl

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Nach der Corona-Pandemie leiden viele Airlines unter Personalnot. Die britische Fluggesellschaft Easyjet reagiert darauf mit einer ungewöhnlichen Methode.

Lange Zeit mussten Reisende mit Einschränkungen leben, viele verzichteten seit Beginn der Corona-Pandemie gar komplett darauf wegzufahren. Doch die Urlaubslust kehrt zurück und das mit voller Wucht: Die Lockerungen der Maßnahmen in vielen Reisedestinationen haben dazu geführt, dass wieder fleißig gebucht wird – nach Mallorca gab es Flugtickets zeitweise zu Spottpreisen. Lufthansa rechnet sogar damit, dass in diesem Sommer so viele Menschen mit den Airlines des Unternehmens in den Urlaub fliegen wie nie zuvor. So gut der Trend sich momentan für die Reisebranche entwickelt – nicht jeder ist dafür ausreichend gewappnet. Viele Fluggesellschaften leiden nach zwei Jahren Pandemie unter Personalnot. Viele Beschäftigte haben gekündigt und sich beruflich umgeschult.

Easyjet reduziert Auslastung – weniger Sitzplätze verfügbar

Neben dem generellen Personalmangel mussten in letzter Zeit Beschäftige auch des Öfteren aufgrund einer Corona-Infektion zu Hause bleiben – die britische Airline Easyjet sagte daher Anfang April hunderte von 1.600 Flügen täglich ab. Die britische Billigairline hat sich aufgrund dessen für einen ungewöhnlichen Weg entschieden: In den 60 Maschinen vom Typ Airbus A319 der Fluggesellschaft sollen in Zukunft nur noch 150 von 156 Plätzen reservierbar sein. Dies ermöglicht es der Airline, mit nur drei anstatt vier Flugbegleitern zu fliegen.

„Diese Entscheidung ist ein effektiver Weg, um für mehr Stabilität und Flexibilität im Flugbetrieb zu sorgen und so vor Flugstreichungen zu schützen“, erklärte ein Unternehmenssprecher dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Kunden müssten aktuell keine Angst vor Flugausfällen haben – die durchschnittlich 1.700 Flüge pro Tag im Sommerflugplan könnten laut Unternehmen trotz Personalmangel durchgeführt werden.

Wegen Personalmangel: Chaos an britischen Flughäfen

Medienberichten zufolge mussten Passagiere am Montag (9. Mai) an den Flughäfen in Birmingham und Manchester teilweise stundenlang auf ihre Abfertigung an den Sicherheitskontrollen warten. Bereits seit Anfang November gibt es am Flughafen Birmingham wieder eine Einstellungsoffensive – mehr als 40 Prozent der Beschäftigten mussten während der Pandemie entlassen werden. Aktuell wartet eine Vielzahl dieser Neubeschäftigten jedoch auf notwendige Sicherheitsfreigaben, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. (fk)

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