Vollrausch und Fremdbusseln

Wiesn-Guide für "Zuagroaste": So überstehen Sie das Oktoberfest

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Damit die Wiesn-Gaudi perfekt ist, sollten sich Besucher an bestimmte Tipps halten.

"Auf der Wiesn, da gibt’s koa Sünd": Das größte Volksfest der Welt ist bekannt für Tradition, Bier und Festzeltatmosphäre - und für die eine oder andere Sünde.

Übermäßiger Alkoholkonsum, Fremdknutschen und Einsätze der Wiesnwache: Auf dem Oktoberfest geht es von 16. September bis 3. Oktober 2017 wieder richtig zur Sache. Aber wie schafft man es eigentlich, auf dem Oktoberfest brav zu sein?

Das Reiseportal HolidayCheck hat dazu Münchner befragt, welche Oktoberfestsünden sie selbst schon einmal begangen haben. Das überraschende Ergebnis: Die heimischen Besucher der Wiesn sind erstaunlich brav. 75 Prozent der befragten Münchner gaben an, sich auf dem Oktoberfest noch keinen der unten genannten Fauxpas geleistet zu haben.

Daher können sich Touristen eine Scheibe von den Münchner abschneiden - mit diesen Tipps lassen sich Oktoberfestsünden vermeiden:

1. Gute Grundlage

Nur ein Prozent der Münchner haben sich schon einmal im Bierzelt übergeben. Als Basis für einen Wiesn-Besuch empfiehlt sich also eine gute Grundlage in Form von deftigem Essen, um mehrere Maß Bier zu verkraften. Außerdem ist es ratsam, zwischendurch ausreichend Wasser zu trinken.

2. Verschnaufpause im Kaffeezelt

Nach ein paar Stunden im Bierzelt wird der Sauerstoffgehalt knapp. Dazu die ein oder andere Maß – da kann plötzlich große Müdigkeit auftreten. Gegen ein peinliches Nickerchen mit dem Kopf auf dem Biertisch helfen ein Ortswechsel und ein Haferl Kaffee im Kaffeezelt.

So haben nur zwei Prozent der Münchner schon einmal auf der berühmten Wiese hinter der Bierzeltstraße einen "Power Nap" machen müssen.

3. Höflichkeit statt Prügel

"Auf eine friedliche Wiesn!" So eröffnet der amtierende Bürgermeister Jahr für Jahr das Oktoberfest. Wie die Münchner sollten sich das auch "Zuagroaste" (Zugereiste) sehr zu Herzen nehmen. Die Münchner feiern so entspannt, dass nur zwei Prozent angaben, schon einmal in eine Prügelei verwickelt worden zu sein. Höflich und rücksichtvoll sein, lautet die Devise der Einheimischen.

4. Achtung vor der Achterbahn

Ist die letzte Maß ausgetrunken und der erste Schritt vor das Bierzelt gesetzt, laden die bunten Lichter der Fahrgeschäfte zu einem Abenteuer ein. Münchner wissen: wer das wagt, ist mutig. Sie selbst scheinen einen robusten Magen zu haben, denn gerade mal zwei Prozent überkam bei einer Fahrt in der Achterbahn die Übelkeit.

Um sich bei den anderen Fahrgästen nicht unbeliebt zu machen, sollten unerprobte Wiesn-Besucher hier mit Bedacht handeln.

Lesen Sie hier: Wo wohne ich eigentlich nahe zum Oktoberfest?

5. Toiletten nutzen

Für einen Toilettenbesuch im Bierzelt muss man sich oft in eine lange Warteschlange einreihen. Da liegt es für manch einen nah, vor der Zelt-Tür den nächsten Baum zu suchen.

Nicht so bei den Münchnern: Nur zwei Prozent gaben an, schon einmal beim "Wild-Bieseln" erwischt worden zu sein. Die zahlreichen fest installierten Toilettenhäuschen auf dem ganzen Volksfestplatz sind gut zu finden, das Warten dort hält sich in Grenzen und so gibt es auch keine Verwarnung oder Geldstrafe.

6. Kein Küssen mit Fremden

Das Oktoberfest ist nicht nur das größte Volksfest der Welt, sondern auch einer der größten Flirtspots. Für die Münchner scheint der Reiz aber nicht besonders groß. Gerade einmal acht Prozent gaben an, schon einmal fremdgeknutscht zu haben.

Vier Prozent gaben sich als Single aus, obwohl sie vergeben waren. Vielleicht ist bei den Münchnern die Sorge einfach zu groß, vor Ort erwischt zu werden. Wer von auswärts kommt, braucht sich da weniger Sorgen zu machen.

7. Namenloser Flirt

Wer auf dem Oktoberfest geschmust hat, kann einen fatalen Fehler begehen: Den Namen des Flirts – auf bayrisch "Wiesn-Gspusi" – vergessen. Das ist auch schon einmal sechs Prozent der Münchner passiert. Wer in diese Verlegenheit kommt, kann mit "Herzl", "Süßer" oder "Schatzi" improvisieren.

8. Tipps für den Heimweg

Am Ende eines Oktoberfest-Tags gibt es zwei Herausforderungen: Sich vom Maßkrug zu trennen und nach Hause zu finden. Hierbei tun sich nur wenige Münchner schwer: Fünf Prozent haben aus Versehen schon einmal den Maßkrug mitgenommen. Das ist verboten und sollte auch von Touristen vermieden werden, denn wer mit dem Krug aufgegriffen wird, zahlt.

Auch haben nur vier Prozent der Befragten nicht mehr nach Hause gefunden. Für Besucher von außerhalb ist es allerdings ratsam, die Adresse der Übernachtungsunterkunft parat zu haben und sich höflich dorthin durchzufragen oder einfach den Wiesn-Flirt nach Hause zu begleiten.

Auch interessant: Oktoberfest 2017 - Unterkünfte günstiger als im Vorjahr?

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