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Die Spezialkräne stehen am Unglücksort bereit.

Ursache noch immer unklar

Defekte Weiche schuld an Zugunglück?

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Die Unglücksstelle 200 Meter vorm Mannheimer Hauptbahnhof. Noch immer liegen die beiden umgekippten Waggons des Eurocitys EC 216 im Gleisbett – ein gespenstischer Anblick...

Die Ermittlungen sind seit Samstag 18:30 Uhr abgeschlossen, die Aufräumarbeiten können beginnen!

So der aktuelle Stand am Mannheimer Hauptbahnhof 36 Stunden nach dem schlimmen Unglück am 1. August. 

Ein Güterzug mit Gefahrengut hatte um 20:52 Uhr den Eurocity 216 seitlich gerammt, zwei Waggons mit 110 Passagieren von den Gleisen gedrückt – 35 Fahrgäste wurden verletzt, vier davon schwer. Zehn Opfer sind noch immer in Krankenhäusern.

Die Bergekräne wurden per Güterzug gebracht.

Laut Deutscher Bahn soll die Strecke möglichst noch am Sonntag komplett freigeräumt sein, nichts mehr an den Zwischenfall erinnern. Dafür standen am Sonntagmorgen zwei Spezialkräne aus Leipzig und Fulda bereit, um die Güterzug-Lok sowie die drei Waggons wieder auf die Schienen zu heben.

Zuvor müssen jedoch Strom- und Oberleitungen abmontiert werden.

Weil die Verankerung zu stark beschädigt war, mussten die Container mit LKWs abtransportiert werden – nicht wie geplant auf dem Gleisweg. Rund 40 fleißige Arbeiter sorgten für den Abtransport der Eurocity-Lok und der transportierfähigen Waggons beider Züge.

Die Unglücksursache? Noch immer ungeklärt!

Weiterhin mit Hochdruck arbeiten Ermittler von Bundespolizei und Unfalluntersuchungsstelle des Bundes an der Klärung der Katastrophe. Auch das niederländische Unternehmen ERS Railways, Betreiber des Güterzuges, will Spezialisten in Mannheim einsetzen.

Die Bundespolizei kontrolliert, ob eine Weiche schuld an dem Unglück sein könnte. Laut SWR-Informationen musste eine Weiche ausgetauscht werden! Unklar sei jedoch, ob diese Weiche schon vor dem Unfall kaputt gewesen sei und möglicherweise den Zusammenstoß verursacht habe.

Die Bahn-Spezialisten überprüften unter anderem den Betriebsablauf, wie eine Sprecherin der Untersuchungsstelle des Bundes berichtete. Außerdem müsse untersucht werden, ob die Signaltechnik und die Fahrzeuge richtig funktionierten. Es werde "in alle Richtungen" ermittelt.

Außerdem werden das Gleisbett untersucht und elektronische Daten ausgewertet. 

dpa/pek

Quelle: Mannheim24

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