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ZDF: Wegen Ukraine-Krieg – Sender schmeißt „Mainz bleibt Mainz“ aus dem Programm

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Von: Peter Kiefer

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Fernsehfastnacht "Mainz bleibt Mainz"
Das ZDF strahlt die Kult-Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ wegen des Krieges in der Ukraine nicht aus. (Archivfoto) © Andreas Arnold

Mainz - Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine streicht das ZDF am Freitagabend (25. Februar) die Kult-Fastnachts-Sendung „Mainz bleibt Mainz“ aus dem Programm:

Echter TV-Hammer auf dem Mainzer Lerchenberg! Das ZDF wird wegen des schrecklichen Krieges in der Ukraine die ursprünglich für den heutigen Freitag (25. Februar) zur Prime Time geplante „Mainz bleibt Mainz“-Fernsehfastnacht aus dem Hauptprogramm nehmen. Das bestätigte der öffentlich-rechtliche Sender am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Aufgrund der aktuellen Ereignisse in der Ukraine verzichten wir auf die Ausstrahlung von ‚Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht‘ im Hauptprogramm“, heißt es in einem Statement.

Wer dennoch nicht auf ein wenig Ablenkung und Spaß verzichten will: Die bereits am Dienstag- und Mittwochabend aufgezeichnete, dreistündige TV-Sitzung ist ab Freitagabend um 20:15 Uhr in der ZDF Mediathek abrufbar. Die beiden Online-Portale „Mainz&“ und „merkurist.de“ hatten zuerst darüber berichtet.

Wegen Ukraine-Krieg: ZDF streicht „Mainz bleibt Mainz“ aus dem Programm

Noch bevor das ZDF die finale Entscheidung getroffen hatte, erklärte Reinhard Urban, Präsident des Mainzer Karneval-Vereins MCV, gegenüber „Mainz&“: „Man kann trefflich darüber streiten, ob es Sinn macht eine solche Sendung nun zu senden. Ich könnte beide Entscheidungen verstehen.” Gleichzeitig betonte er, dass er persönlich eher dazu neige, die Sendung dennoch auszustrahlen, „damit die Menschen den Mut nicht ganz verlieren.” Zudem sei „Mainz bleibt Mainz” kein reiner Klamauk, sondern bilde vielmehr mit der politischen Fastnacht ein Gegengewicht.

Fernsehfastnacht "Mainz bleibt Mainz"
Das ZDF strahlt die Kult-Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ wegen des Krieges in der Ukraine nicht aus. (Archivfoto) © Andreas Arnold

Die Tradition der Fastnachtssitzung reicht bis 1955 zurück, seit 1973 wird die Sendung abwechselnd von SWR und ZDF produziert. Bei der Produktion im Kurfürstlichen Schloss waren nach Angaben des ZDF vor allem Aktive aus den vier teilnehmenden Korporationen Mainzer Carneval-Verein (MCV), Mainzer Carneval Club (MCC), Gonsenheimer Carneval-Verein (GCV) und Karneval-Club Kastel (KCK) anwesend.

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„Wir können unter Einhaltung aller Auflagen eine klassische Sitzung auf die Bühne bringen“, hatte ZDF-Unterhaltungschef Oliver Heidemann noch Mitte Februar mit Blick auf die Corona-Krise gesagt. (dpa/pek)

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