Nach Skandal um krude Verschwörungstheorie

Xavier Naidoo: Schreckliche Beichte – wurde er als Kind missbraucht?

Mannheim - Ein Video von Xavier Naidoo schockt seine Fans – darin beichtet der Sänger ein dunkles Geheimnis aus seiner Kindheit.

  • Xavier Naidoo verbreitet die krude Verschwörungstheorie über „Adrenochrom“
  • Kinder sollen demnach von einer Sekte missbraucht und getötet werden
  • Xavier Naidoo erzählt, dass er als Kind selbst misshandelt wurde. Das Schock-Geständnis im Video: 

Xavier Naidoo macht derzeit keine Schlagzeilen wegen seiner Musik, sondern wegen absurder Theorien und Ansichten. Er bezeichnet die „Fridays For Future“-Bewegung als ein Produkt des Teufels, Parteien wie die SPD und die Linken seien „die neuen Faschisten“ und hetzt gegen Flüchtlinge. Doch nun gibt es ein neues verstörendes Video, das für jede Menge Wirbel, Kopfschütteln und Fassungslosigkeit sorgt. 

Zu sehen ist ein völlig aufgelöster Xavier Naidoo, der vor laufender Kamera weint und über eine krude Verschwörungstheorie spricht. Der Sänger aus Mannheim ringt in dem dreieinhalbminütigem Video immer wieder nach Luft und bricht ständig in Tränen aus. Erst am Ende der Aufnahme sagt Xavier Naidoo„In verschiedenen Länder auf der Erde sind viele Kinder aus Pädophilen-Netzwerken befreit – aber nicht so wie ihr denkt“. Xavier Naidoo wirft anschließend das Wort „Adrenochrom“ in den Raum und teilt damit eine wilde Verschwörungstheorie. Demnach sollen Kinder von einer Art satanistischer Sekte gekauft, missbraucht und getötet werden. Das Blut der Kinder soll als Droge und Anti-Aging-Produkt genutzt werden. Diese Verschwörungstheorie basiert auf antisemitischem Gedankengut. 

NameXavier Kurt Naidoo
Geboren2. Oktober 1971 in Mannheim
Größe1,76 m
Bekannte AlbenNicht von dieser Welt, Hin und Weg
ElternEugene Naidoo, Rausammy Naidoo
EhefrauJulia 

Die Musikszene wendet sich nach und nach von dem Sänger ab. Jetzt hat sich Weggefährte und Kollege Kool Savas in einem emotionalen Interview über den Xavier-Naidoo-Skandal geäußert. 

Xavier Naidoo in einer inneren Krise? Viele Fans in Sorge um Sänger

Das Video lässt viele Menschen aufhorchen. Während einige weiterhin zu ihm halten und der Verschwörungstheorie Glauben schenken, zeigen sich andere besorgt und entsetzt über den Sänger aus Mannheim. „Schätze, er hat derzeit eine innere Krise am Laufen“ oder „scheint krank zu sein“ sind nur wenige Kommentare, die unsere Leser verfassen. Doch besteht wirklich Grund zur Sorge um Xavier Naidoo oder ist er jetzt einfach „nur“ übergeschnappt? 

Wenige Stunden nach der Veröffentlichung dieses Verschwörungsvideos meldet sich Xavier Naidoo erneut zu Wort. Zunächst erklärt der 48-Jährige, dass es ihm gut gehe. „Ich dachte, ich nutze den Moment meiner Emotionalität, um diese Botschaft nach draußen zu tragen“, erklärt der Sänger. 

Xavier Naidoo von Verschwörungstheorie überzeugt – „habe das Puzzle zusammensetzen können“

Seit 1996 verfolge Xavier Naidoo die Verschwörungstheorie „Adrenochrom“, nachdem er von einer Kindesentführung in der Stadt Charleroi erfahren habe. 2007 habe ihm dann ein amerikanischer Soldat über dessen Vergangenheit berichtet. „Er hat das als Kind selbst mitbekommen und mir das sehr, sehr, sehr überzeugend geschildert“, so der Mannheimer. So langsam habe er das Puzzle zusammensetzen können und Aktionen seien geplant, „die mich hoffen lassen, dass das jetzt ein Ende nimmt. Denn das ist eine Industrie.“ Wie die Ritualmorde bald vorbei seien sollen, erklärt Naidoo aber nicht. 

Xavier Naidoo mit Schock-Aussage: „Ich bin als Kind selbst in die Hände eines Pädophilen geraten“

Ein drittes Video, das Xavier Naidoo innerhalb weniger Stunden online stellt, lässt nun aber aufhorchen: Ist der Sänger selbst als Kind einem Pädophilen zum Opfer gefallen? In dem knapp dreiminütigem Film spricht der 48-Jährige über einen schrecklichen Vorfall, über den er bislang geschwiegen hat.

Xavier Naidoo: Schock-Aussage – Wurde er als Kind missbraucht?

Ich bin als Kind selbst in die Hände eines Pädophilen geraten“, erzählt Xavier Naidoo. Der Vorfall hatte sich laut dem Sänger bei seiner Tante in Südafrika zugetragen. Der Gärtner hatte den jungen Naidoo in seine Hütte genommen und dort unsittlich berührt und geküsst. Der Mannheimer gibt im Video zu, dass er in dieser halben Stunde Todesängsten gelitten habe. „Ich hab mir überlegt, wenn ich jetzt etwas Falsches mache, dreht er mir den Hals um.“ Den Missbrauch verschwieg Xavier Naidoo seiner Tante – aus Sorge um den Täter und da er sich selbst die Schuld daran gab.  

Durch seine eigenen schrecklichen Erfahrungen habe er eine „starke Verbindung zu Kindern, die in Hände von Kinderhändler, Pädophilen, bösen, bösen Menschen geraten“. Er könne nicht wegsehen und wolle deshalb ein Teil seines Lebens der Verschwörungstheorie „Adrenochrom“ widmen. Einen anderen Teil seines Lebens hat Xavier der Musik verschrieben, doch macht er auch damit bald Schluss? In einem weiteren Video kündigt er sein Karriere-Aus offenbar an. 

Nach den Skandalen der letzten Wochen hat ein rechtes Magazin ein Buch über Xavier Naidoo angekündigt. In diesem wird er „moderner Held“ gefeiert. Das Heft ist Sprachrohr von AfD und Pegida und wird vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall eingestuft. Der Tv-Sender Prosieben hingegen stellt sich bei in der Show „Late Night Berlin“ die Frage, ob Xavier Naidoo „schon immer verrückt war“.

Xavier Naidoo schockt seine Fans mit kruden Verschwörungstheorien. Doch was steckt hinter den Behauptungen, die nicht nur er im Internet teilt? Hier gibt es den Faktencheck

Erneut sorgt Xavier Naidoo mit einem Interview für einen Skandal. Gegenüber "Digitaler Chronist Alternative" erklärt der Sänger, dass alle Deutschen unter Hypnose stünden und verbreitet weitere Verschwörungstheorien. In den sozialen Medien kursiert einige Tage später ein Video von Xavier Naidoo indem er der Regierung vorwirft „die Alten“ mit dem Coronavirus töten zu wollen. Im nächsten Satz widerspricht sich der Sänger aus Mannheim und zweifelt an der Echtheit des Virus.

Zuletzt wurde Xavier Naidoo auf Instagram von Mercedes-Benz beschimpft - das steckt dahinter.

jol

Rubriklistenbild: © picture alliance / Uwe Anspach/dpa

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